"Beispiellose Hasstiraden" von Pilz gegen die gesamte Ärzteschaft

Ärztekammer empört über jüngste Entgleisungen der Grünen Gesundheitssprecherin - Szekeres spricht von "Besudelungskampagne"

Wien (OTS) - Mit "Entsetzen" reagiert der Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, auf die jüngsten Entgleisungen der Grünen Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz, die "in einer beispiellosen Hasstirade" sowohl Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely als auch dem Wiener Patientenanwalt Konrad Brustbauer vorwirft, nichts in Sachen Korruption im Spitalswesen getan zu haben. ****

Weder Wehsely noch Brustbauer könnten Korruptionsfälle erfinden oder konstruieren, nur um dem Willen der Grünen Gesundheitssprecherin zu entsprechen. Offensichtlich würde in Wien die überwältigende Mehrzahl aller Behandlungsfälle völlig korrekt und einwandfrei verlaufen. Wäre dies nicht der Fall und gäbe es tatsächlich, so wie Pilz suggeriert, eine solche Fülle von Korruptionsskandalen, dann müssten zumindest anonym sowohl die Gemeinde Wien als auch die Patientenanwaltschaft von Beschwerden geradezu überrannt werden. Beides sei offensichtlich nicht der Fall, so Szekeres.

Was Pilz hier zeige, sei eine beispiellose Besudelungskampagne gegen die Gesundheitsverantwortlichen der Stadt und gegen die Ärzteschaft im Allgemeinen. Schon in der Vergangenheit habe Pilz versucht, mit allen Mitteln Ärztinnen und Ärzte zu diskreditieren. "Nun scheut sie auch nicht davor zurück, mit wilden persönlichen Angriffen gegen die offiziellen Stellen der Stadt und die Patientenvertreter ihren tiefen pathologischen Ärztehass zum Schaden der Patienten in den Medien auszuleben."

Szekeres betont, dass die Ärztekammer die letzte sei, die sich gegen eine Verurteilung von tatsächlich erfolgter Korruption stelle. Ebenso klar sei aber auch, dass im Falle einzelner "schwarzer Schafe" Fakten auf den Tisch gelegt werden müssten. Denn erst dann könne die Standesvertretung alle notwendigen disziplinarrechtlichen Schritte einleiten.

"Jedenfalls verwehren wir uns gegen die Kriminalisierung einer ganzen Berufsgruppe durch eine Person, der offensichtlich jedes politische Mittel recht ist, um auf sich und ihre Fraktion aufmerksam zu machen." Für ihn, Szekeres, sei es "völlig unverständlich", dass hier versucht werde, politisches Kleingeld am Rücken der gesamten Ärzteschaft zu wechseln, "und das, obwohl der der ganzen Aufregung zugrunde liegende Anti-Korruptions-Bericht ausdrücklich erwähnt, dass Menschen, die akute Hilfe benötigen, diese auch immer erhalten". Van der Bellen sei daher dringend aufgerufen, "diesen Wahnsinn zu stoppen und seiner Gesundheitssprecherin die Fakten vorzulegen", so Szekeres abschließend.

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