Missethon: Schmied und Experten ignorieren Gewalt an der Schule

Fragen des Schulalltags müssen im Mittelpunkt stehen – Thema Gewalt an Schulen nicht links liegen lassen!

Wien, 13. Dezember 2007 (ÖVP-PK) Als „völlig abgehoben“ bezeichnet ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon die Tatsache, dass
beim heutigen Schulgipfel das Thema „Gewalt an Schulen“ nicht auf der Tagesordnung steht. „Es ist unverständlich, dass Bildungsministerin Schmied und ihre Experten diese Problematik ignorieren. Die Fragen des Schulalltags müssen im Mittelpunkt stehen, das Thema Gewalt an der Schule darf nicht links liegen gelassen werden“, so Missethon. Gerade die bekannt gewordenen Fälle in den vergangenen Wochen haben die Aktualität dieses Themas neuerlich gezeigt. „Allein ein Blick auf die Ereignisse im Dezember sollte Schmied hellhörig machen: Ein 13-jähriger Bursche wurde im burgenländischen Mattersburg gewürgt, bis er zusammenbrach. Im niederösterreichischen Traismauer wurde ein 14-Jähriger von 15 Tschetschenen, Serben und Albanern krankenhausreif geprügelt", so Missethon. Auf der Tagesordnung des heutigen Gipfels stehen laut Einladung die "vier zentralen Themenfelder 1. Chancengerechtigkeit, 2. Verantwortung, Leitung und Autonomie, 3. Integration und 4.
Lern- und Prüfungskultur". ****

"Etwa ein Viertel der 13-Jährigen wird laut Statistik zwei- bis drei Mal im Monat gewalttätig, attackiert oder belästigt Mitschüler. Mehr als jeder fünfte 13-jährige Bursche und fast genau so viele gleichaltrige Mädchen werden zwei bis dreimal monatlich Opfer so genannter Bullying-Attacken. Zudem zeigen Studien auf,
dass unsere Kinder immer öfter psychischer Gewalt in Form von Mobbing ausgesetzt sind. Auch Gewalt verherrlichende Videos am
Handy machen an den Schulen die Runde", so Missethon.

„Derartige Zustände dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es geht nicht an, dass Schmied und ihre Schulexperten weiterhin stur eine Debatte über Schulorganisation führen und die wirklichen Probleme des Schulalltags links liegen lassen“, betont der ÖVP-Generalsekretär und weiter: „Vielmehr muss es darum gehen, an den Schulen Werte zu vermitteln und die Grundordnung wieder herzustellen. Bis heute ist uns Schmied eine Antwort schuldig geblieben, wie es um den verpflichtenden Ethik-Unterricht für jene immer größere Anzahl von Schülern bestellt ist, die nicht an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Wir wissen auch, dass Eltern, Lehrer und Schüler unterschiedliche Anforderungen an die Schule stellen. Diese gilt es zu vereinbaren – und das sollte das bestimmende Thema beim Schulgipfel sein“, so Missethon.

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