- 13.12.2007, 13:48:07
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Missethon: Schmied und Experten ignorieren Gewalt an der Schule
Fragen des Schulalltags müssen im Mittelpunkt stehen – Thema Gewalt an Schulen nicht links liegen lassen!
Wien, 13. Dezember 2007 (ÖVP-PK) Als „völlig abgehoben“ bezeichnet
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon die Tatsache, dass
beim heutigen Schulgipfel das Thema „Gewalt an Schulen“ nicht auf
der Tagesordnung steht. „Es ist unverständlich, dass
Bildungsministerin Schmied und ihre Experten diese Problematik
ignorieren. Die Fragen des Schulalltags müssen im Mittelpunkt
stehen, das Thema Gewalt an der Schule darf nicht links liegen
gelassen werden“, so Missethon. Gerade die bekannt gewordenen Fälle
in den vergangenen Wochen haben die Aktualität dieses Themas
neuerlich gezeigt. „Allein ein Blick auf die Ereignisse im Dezember
sollte Schmied hellhörig machen: Ein 13-jähriger Bursche wurde im
burgenländischen Mattersburg gewürgt, bis er zusammenbrach. Im
niederösterreichischen Traismauer wurde ein 14-Jähriger von 15
Tschetschenen, Serben und Albanern krankenhausreif geprügelt", so
Missethon. Auf der Tagesordnung des heutigen Gipfels stehen laut
Einladung die "vier zentralen Themenfelder 1. Chancengerechtigkeit,
2. Verantwortung, Leitung und Autonomie, 3. Integration und 4.
Lern- und Prüfungskultur". ****
"Etwa ein Viertel der 13-Jährigen wird laut Statistik zwei- bis
drei Mal im Monat gewalttätig, attackiert oder belästigt
Mitschüler. Mehr als jeder fünfte 13-jährige Bursche und fast genau
so viele gleichaltrige Mädchen werden zwei bis dreimal monatlich
Opfer so genannter Bullying-Attacken. Zudem zeigen Studien auf,
dass unsere Kinder immer öfter psychischer Gewalt in Form von
Mobbing ausgesetzt sind. Auch Gewalt verherrlichende Videos am
Handy machen an den Schulen die Runde", so Missethon.
„Derartige Zustände dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen
werden. Es geht nicht an, dass Schmied und ihre Schulexperten
weiterhin stur eine Debatte über Schulorganisation führen und die
wirklichen Probleme des Schulalltags links liegen lassen“, betont
der ÖVP-Generalsekretär und weiter: „Vielmehr muss es darum gehen,
an den Schulen Werte zu vermitteln und die Grundordnung wieder
herzustellen. Bis heute ist uns Schmied eine Antwort schuldig
geblieben, wie es um den verpflichtenden Ethik-Unterricht für jene
immer größere Anzahl von Schülern bestellt ist, die nicht an einem
konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Wir wissen auch,
dass Eltern, Lehrer und Schüler unterschiedliche Anforderungen an
die Schule stellen. Diese gilt es zu vereinbaren – und das sollte
das bestimmende Thema beim Schulgipfel sein“, so Missethon.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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