Sima: 200 Straßenkehrer mehr für Wien

"Aktion saubere Stadt" bringt 20 Prozent mehr Personal bei der MA 48-Straßenreinigung

Wien (OTS) - Sie sorgen für Sauberkeit auf dem 2.800 Kilometer langen Wiener Straßennetz und sammelten dabei im Vorjahr mehr als 34.000 Tonnen Straßenkehricht, sie räumen bei Schneefall mehr als 25.000 Straßenübergänge, sie leeren - oft mehrmals täglich - 15.000 Papierkörbe: Jetzt bekommen die MitarbeiterInnen der MA 48-Straßenreinigung erhebliche Verstärkung. "Im Rahmen unserer ,Aktion saubere Stadt’ wird das Personal bei der MA 48-Straßenreinigung um 20 Prozent auf 1.200 MitarbeiterInnen aufgestockt", erklärte Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima am Donnerstag vor 200 StraßenkehrerInnen, die die Rahlstiege in Wien-Mariahilf ganz in orange tauchten: "Damit weitet die Stadt ihr Angebot in Sachen Sauberkeit ein weiteres Mal kräftig aus. Klar ist aber, dass wir nicht jeder Wienerin und jedem Wiener einen eigenen Straßenkehrer hinterher schicken können: Jede/r muss einen Beitrag dafür leisten, dass Wien sauber bleibt."

"Wien zählt schon jetzt zu den saubersten Städten der Welt, was erst jüngst durch eine internationale Studie bestätigt wurde. Ein Beleg vor allem für die ausgezeichnete Arbeit der MA 48", betonte Umweltstadträtin Sima: "Neben diesem sehr guten internationalen Zeugnis wissen wir auch, dass die Wienerinnen und Wiener mit der Sauberkeit in der Stadt zufrieden sind. Das beweist, dass unsere bereits in den vergangenen Jahren verstärkten Anstrengungen für die Sauberkeit in der Stadt greifen. Die guten Werte dürfen aber kein Ruhekissen sein, vielmehr gilt es den positiven Trend weiter zu stärken." Auch in Wien sei ein Nachlassen der Disziplin festzustellen gewesen, so Sima: "Hier gilt es, rechtzeitig gegen zu steuern. Im Rahmen unseres umfassenden Maßnahmenpakets, der ,Aktion saubere Stadt´, investiert Wien daher zusätzliche 5 Millionen Euro in die Sauberkeit. Ich bin sicher, dass wir damit unsere Spitzenstellung nicht nur halten, sondern weiter ausbauen können. Die deutliche Personalaufstockung bei der Straßenreinigung ist dazu ein wichtiger Beitrag."

"Aktion saubere Stadt" voll im Laufen

Die von Ulli Sima initiierte "Aktion saubere Stadt" umfasst -neben der Personalaufstockung bei der Straßenreinigung - ein breites Bündel von Maßnahmen für noch mehr Sauberkeit in Wien:

o Eine aus rund 30 Fachkräften bestehende schnelle und mobile Eingreiftruppe der MA 48, die "Kehrforce", kümmert sich rasch um allfällige Missstände. Im "Normalbetrieb" wird die "Kehrforce" bei Schwerpunkt-Aktionen in jedem der 23 Wiener Bezirke aktiv. Neben den herkömmlichen Aufgaben der Straßenreinigung kümmert sich der mobile Einsatztrupp der MA 48 auch um mehr Sauberkeit bei den Altstoffsammelinseln oder den Abtransport von "herrenlosen" Einkaufswagerln. o 1.000 neue Mistkübel für Wien: Die MA 48 schafft zu ihren bereits bestehenden 14.000 Mistkübeln noch einmal 1.000 zusätzliche Behälter an. Alle nun 15.000 Mistkübel werden mit Applikationen in orange deutlich sichtbarer gemacht. o Mehr Hundesackerlautomaten: Das Angebot an Gratis- Hundesackerlspendern hat sich auf Initiative von Umweltstadträtin Ulli Sima in Wien in den vergangenen Jahren massiv gesteigert. Standen 2004 erst 25 Dispenser zur Verfügung, stieg die Zahl von 312 (Ende 2005) auf 575 (Ende 2006). Jetzt steht Wiens HundehalterInnen der Inhalt von insgesamt 1.450 Dispensern zur Verfügung - und das gratis! o Die Problemstoffsammelstellen (PROSAs) kommen näher zu den Wienerinnen und Wienern: Mit 53 PROSAs, davon 19 auf den Wiener Mistplätzen, weist Wien ein sehr dichtes Netz für diese Art von Abfällen auf. Dennoch gibt es auch hier, insbesondere bei den Sammelcontainern abseits der Mistplätze und Märkte, Verbesserungspotenzial. Im Rahmen der "Aktion saubere Stadt" startete die MA 48 in den Bezirken Alsergrund und Donaustadt einen Pilot-Versuch, mit dem die PROSAs näher zu den WienerInnen kommen sollen. Dabei kommt eine mobile Sammelinsel per LKW zum Einsatz, die an verschiedenen Standorten im Bezirk hält. Für die Bevölkerung heißt das mehr Service und Bequemlichkeit, denn die Wegzeiten zur PROSA werden kürzer. o Mit dem kürzlich im Wiener Landtag beschlossenen Wiener Reinhaltegesetz wurde die Grundlage für die "WasteWatcher" geschaffen: Diese Organe öffentlicher Aufsicht werden ab Februar 2008 die Sauberkeit im öffentlichen Raum kontrollieren. Bei Verstößen, insbesondere beim illegalen Abstellen von Sperrmüll, "vergessenen" Einkaufswagerln oder dem Liegenlassen von Hundekot, können sie Abmahnungen aussprechen, Organmandate bis zu einer Höhe von 36 Euro verhängen oder - bei schweren Verstößen - auch Anzeige erstatten. Im Verwaltungsstrafverfahren können Strafen bis zu 2.000 Euro verhängt werden.

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