• 13.12.2007, 09:41:50
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  • OTS0056 OTW0056

15 neue U-Bahn-Züge für Wien

Wiener Linien beauftragen Siemens-Konsortium für weitere 15 Züge für Wiener U-Bahn im Wert von 135 Millionen Euro

Wien (OTS) - Die Wiener Linien haben ein Konsortium unter Führung
von Siemens Transportation Systems mit der Lieferung von weiteren 15
U-Bahn-Zügen beauftragt. Die Bestellung hat ein Gesamtvolumen von
mehr als 135 Mio. Euro. Der Anteil von Siemens beträgt rund 80
Prozent des Auftragswerts, wobei auf Transportation Systems (TS) ca.
94 Mio. EUR und auf Elin EBG Traction (ETR) ca. 15 Mio. EUR
entfallen. Das Volumen von Bombardier umfasst rund 26 Millionen EUR.

Die neuen Wiener U-Bahn-Züge gehören zu den umweltfreundlichsten und
energieeffizientesten Metrofahrzeugen, die auf Basis des weltweit
eingeführten modularen Plattformkonzepts für Metros von Siemens
Transportation Systems entstanden sind. "25 der sechsteiligen Bahnen
wurden von den Wiener Linien bereits 2002 beauftragt. Seit Sommer
2006 sind die ersten Exemplare des "Silberpfeil"-Nachfolgemodells
erfolgreich im regulären Linienbetrieb. Heute stehen den Fahrgästen
17 Züge dieser neuen U-Bahn-Generation zur Verfügung. Bereits Ende
2008 werden alle 25 Garnituren aus der ersten Lieferserie an die
Wiener Linien übergeben sein", freute sich heute, Donnerstag, Finanz-
und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
anlässlich der Vertragsunterzeichnung für die jüngste Tranche der
neuen U-Bahn-Garnituren.

Gefertigt werden die U-Bahnen bei Siemens in Wien. Der Lieferanteil
von Siemens umfasst das komplette Engineering der Züge, den Bau der
Wagenkästen, die Innenausstattung sowie einen Teil der elektrischen
Ausrüstung. Die ETR liefert wassergekühlte Fahrmotore und führt die
Elektro-Montage durch.
"Siemens Österreich bringt mit den neuen U-Bahn-Fahrzeugen
allerhöchste Standards in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz und
Fahrkomfort auf die Schiene", erklärte Siemens
Österreich-Generaldirektorin Mag.a Brigitte Ederer. "Mit überwiegend
österreichischer Wertschöpfung können so in den nächsten drei Jahren
durchschnittlich 80 Arbeitsplätze gesichert werden".

Mit der nun erfolgten Beauftragung für weitere 15 U-Bahnen handelt
sich um den zweiten Serienabruf der Stadt Wien aus einem 1998
geschlossenen Rahmenvertrag mit der Option auf insgesamt 60 Züge. Die
neue Wiener U-Bahn-Generation wird auf allen Linien außer der U6
verkehren.

112 Meter Fahrgastkomfort
Grundeinheit des neuen technischen Konzeptes ist ein durchgehend
benutzbares sechsteiliges Gelenkfahrzeug von rund 112 Metern Länge.
Es besteht aus zwei Stirnwagen und vier Zwischenwagen. Die
Zwischenwagen fungieren als Triebwagen, die Stirnwagen haben keinen
Antrieb und dienen als Steuereinheiten. Durch diese Bauform steigt
das Platzangebot im Fahrzeug bei etwa gleich bleibender Baulänge. Die
Züge bieten jeweils rund 900 Fahrgästen Platz.

Noch bequemer und sicherer einsteigen
Verglichen mit den klassischen Silberpfeilen haben die neuen
U-Bahn-Fahrzeuge in der Breite ein wenig zugelegt. Das vergrößert den
Fahrgastraum und verkleinert gleichzeitig den Spalt zwischen Fahrzeug
und Bahnsteigkante auf wenige Zentimeter. Überhaupt keinen Spalt gibt
es bei den Einstiegen hinter den Fahrerständen. Hier steigt man
nämlich in eines der beiden Mehrzweckabteile ein. Diese besitzen
ausfahrbare Rampen, die den Spalt vollständig überbrücken. Ein
spezielles Service für behinderte Menschen und Fahrgäste mit
Kinderwagen. Das Mehrzweckabteil bietet übrigens ausreichend Platz
für Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder, aber auch für Koffer, und
schwere Einkaufs- oder Reisetaschen.

Besserer Fahrgastfluss und erhöhte Sicherheit
Das durchgängig konstruierte Fahrzeug hat gegenüber den bisherigen
aneinander gekuppelten Doppeltriebwagen den Vorteil, dass sich in
Stoßzeiten die Passagiere im Wageninneren besser und schneller
verteilen können. Die Durchgängigkeit ist aber auch ein
Sicherheitsfaktor. In Schwachlastzeiten und vor allem in den
Abendstunden erhöht sich durch diese Bauweise das Sicherheitsgefühl
bei den Fahrgästen erheblich. Darüber hinaus sind die Züge mit einer
Videoüberwachung des Fahrgastraums ausgestattet. Durch Rauchmelder am
Dach und Temperaturfühler am Untergestell sowie Rohrleitungen mit
Spritzdüsen zur besseren Brandbekämpfung gehört die neue Generation
punkto Brandschutz zu den sichersten U-Bahn-Fahrzeugen europaweit.

Angenehmes Klima
Der neue U-Bahn-Wagen verfügt über eine Klimaanlage, die für
Vollklimatisierung der Fahrgasträume und Fahrerstände sorgt. Das
bedeutet angenehme Wärme im Winter und wohltuende Kühle im Sommer.

Displays zur Fahrgastinformation
Im Wageninneren wird - ähnlich wie im Niederflurbus und im ULF - auf
Displays angezeigt, wie die nächste Station heißt. Da die Bahnsteige
in den einzelnen U-Bahn-Stationen unterschiedlich angeordnet sind,
informiert die Anzeige auch darüber, auf welcher Seite die Türen in
der nächsten Station aufgehen werden.

Rückfragehinweis:

Rückfragehinweise:
   Mag. Johann Ehrengruber
   Pressestelle Wiener Linien 
   Tel.: (01) 7909 - 42200        
   Fax: (01) 7909 - 42209 
   e-mail: [email protected] 
   www.wienerlinien.at/
   
   Harald Stockbauer
   Konzernpressesprecher Siemens AG Österreich
   Tel. 05 1707 - 26006
   Fax: 05 1707 - 56000
   e-mail: [email protected]
   www.siemens.at/transportation
   
   Mag. Wolfgang Hassler
   Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
   Tel. (01) 4000 - 81845
   Fax: (01) 4000 - 99 81845
   e-mail: [email protected]
   www.wien.gv.at

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