- 12.12.2007, 14:06:07
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Schierhuber: Europaparlament billigt sinnvolle Reform des EU- Weinmarktes
Saccharose-Anreicherung bleibt, traditionelle önologische Verfahren durchgesetzt
Straßburg, 12. Dezember 2007 (ÖVP-PD) Mit breiter Mehrheit hat
das Europäische Parlament heute seinen Bericht zur Reform des EU-
Weinmarktes angenommen, sämtliche für Österreich und seine Winzer
wichtigen Punkte sind in diesem Kompromiss enthalten. "Mit dem
Kompromisspaket zur Reform des EU-Weinmarktes haben wir die
wichtigsten Kernpunkte außer Frage gestellt. Die traditionellen
önologischen Verfahren in den Mitgliedstaaten bleiben erhalten, damit
sind und bleiben die Unterschiede in der Weinkultur Europas in ihrer
Vielfalt und ihrem Reichtum klargestellt", unterstrich Schierhuber.
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Das Europäische Parlament legte sich unter anderem auch darauf
fest, dass Tafelweine nicht auf die gleiche Art wie unsere
Qualitätsweine ausgezeichnet werden dürften, auch die genaue Angabe
der Herkunftsbezeichnungen bleibt unerlässlich. "Diese genaue und
faire Auszeichnung der Weine kommt den Winzern zu Gute und ist auch
im Interesse der Konsumenten. Wer Wein trinkt, will wissen, welche
Qualität dieser Wein hat und wo er herkommt", betonte Schierhuber.
Aus Sicht der ÖVP-Europaabgeordneten besonders wichtig ist die
Beibehaltung der Anreicherungsgrenzen. Das stärke gerade den
traditionellen Weinanbau in Mitteleuropa: "Unsere österreichischen
Weinbauern können damit auch in Zukunft in seit Jahrhunderten
bewährten Verfahren natürliche Saccharose hinzusetzen und damit
hervorragende Weine erzeugen. Der Versuch, mit einer Änderung Nord
gegen Süd auszuspielen, ist endgültig gescheitert“, erklärte
Schierhuber. "Das Europäische Parlament trägt damit den
unterschiedlichen klimatischen, geographischen und strukturellen
Bedingungen für den europäischen Weinbau voll Rechnung."
Ferner hat sich das Parlament klar gegen die von der Kommission
geplante pauschale Rodung von Anbauflächen eingesetzt. „In
Anbaugebieten, deren Wein mangels Qualität oder Nachfrage ohnedies
nie getrunken wird, können Rodungen sinnvoll sein. In Österreichs
Anbaugebiete hingegen, wo bereits Kapazitäten reduziert wurde und
unsere Winzer stattdessen voll auf Qualität setzen, werden wir sicher
nicht die Zeche für andere Anbaugebiete bezahlen, die sich diesem
Strukturwandel bis jetzt entziehen“, betonte Schierhuber.
Wesentliche Eckpunkte des heutigen Kompromisses sind ferner die
Sicherung und Definition althergebrachter Nebenerzeugnisse wie
Weinbrand oder Trester. "Auch hier hat der Ausschuss klare Angaben
vorgeschlagen und mehrheitlich festgelegt, die den besonderen Schutz
dieser regionalen Spezialitäten sicherstellen sollen", so
Schierhuber. "Mit der Festlegung zulässiger Höchstgrenzen wird auch
ein Beitrag zur Eindämmung der vor allem in Südeuropa gängigen
Destillation von Überschüssen geleistet."
"In Summe haben wir heute ein schlüssiges und sinnvolles Paket
vorgelegt. Nun fordern wir Rat und Kommission auf, diesen Kompromiss
zu akzeptieren und zu übernehmen. Wir senden heute mehr als nur ein
Signal an Rat und Kommission, wir senden eine laute Botschaft als
Vertreter der Bürgerinnen und Bürger: Unser europäischer Wein ist
ein jahrhundertealtes Kulturprodukt und muss entsprechend behandelt
werden. Jeder Rebschnitt ist angepasst an Sorte, Lage und Alter der
Weinstöcke. Und jeder Schnitt im EU-Weinmarkt muss ebenso sorgfältig
und differenziert vorgenommen werden", sagte Schierhuber
abschließend.
Rückfragen: Agnes Schierhuber MEP, Tel.: +33-3-8817-5741
([email protected]) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])
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