Diakonie fordert gute Pflege für Alle

Chalupka: Es braucht gute Pflege für alle, statt Wettbieten der Förderungshöhe für Wenige

Wien (OTS) - "In dem derzeitigen politischen Hickhack um die 24-Stunden Betreuung wird nur über maximal fünf Prozent aller Betroffenen diskutiert. Es geht nämlich um jene Personen, die sich das Angebot einer 24-Stunden-Betreuung auch leisten können: Die Grundvoraussetzung für diese Arte der Pflege sind jetzt schon mindestens 1.500 Euro im Monat und ein entsprechendes Wohnraumangebot für die Pflegeperson. Statt Wettbieten der Förderungshöhe für Wenige, braucht es eine gute Pflege für alle. Je ärmer die Betroffenen, umso direkter und rascher der Weg ins Pflegeheim", so Diakonie Direktor Michael Chalupka.

Daher bekräftigt die Diakonie ihre Forderung an die Regierung erneut, die Pflegebedürftigkeit, neben Krankheit und Arbeitslosigkeit, als drittes großes Lebensrisiko ernst zu nehmen und entsprechende finanzielle Vorsorge zu treffen. Die Diakonie schlägt daher bundesweit einheitliche Standards vor, die ein differenziertes Angebot in der Altenpflege ermöglichen und Wahlmöglichkeiten zwischen mobiler Hauskrankenpflege, betreutem Wohnen, dem stationären Pflegeheim oder der Diakonie-Hausgemeinschaft, sowie teilstationären Tageszentren zulassen. Diese Angebote sollen sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und nicht umgekehrt.

"Wenn das Bekenntnis zur 24-Stunden-Pflege wirklich ernst gemeint ist, muss diese Betreuungsform auch für sozial Schwache ermöglicht werden, denn sonst bleibt das Bekenntnis zur sozialen Gerechtigkeit nur ein Lippenbekenntnis", so Chalupka abschließend.

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