Neuwaldegger Top-Management Survey 2007: Teil 3: UNTERNEHMENSETHIK UND WERTE

Wien, 12. Dezember 2007 (OTS) - Unternehmensethik: Für jeden zweiten Top-Manager in D-A-CH ein kontinuierliches Thema der Unternehmensentwicklung

Utl.: Unternehmensethik drückt sich für 60 % der Manager in der Orientierung an eigenen Unternehmenswerten sowie im partnerschaftlichen Umgang aus. =

Unternehmen orientieren sich
zunehmend nach ethischen Grundsätzen, denn die Bewertung durch Konsumenten, Aktionäre und Medien wird immer mehr vom "guten" und "schlechten" Verhalten der Unternehmen geleitet. Der dritte Teil des Neuwaldegger Top-Management Survey 2007, einer jährlichen Umfrage unter 300 Top-Managern im D-A-CH-Raum, beschäftigt sich daher mit Fragen der Unternehmensethik. Das Ergebnis in Kürze: Österreichs Unternehmen hinken deutschen und Schweizer Firmen hinterher, beispielsweise wenn es um die Integration von ethischen Fragen in die Unternehmensentwicklung geht.

Für rund die Hälfte (47 %) der Top-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Fragen der Unternehmensethik ein kontinuierliches Thema in der Unternehmensentwicklung. Die Schweizer Unternehmen haben dabei allerdings - wieder einmal - die Nase vorn:
Hier spielen ethische Grundsätze sogar in knapp 60 % der Unternehmen eine wichtige Rolle. Österreich dagegen deutlich abgeschlagen: Nur 37 % der Top-Manager sehen Unternehmensethik als fortlaufendes Thema der Unternehmensentwicklung. Nach Branchen betrachtet haben die Informations- und Consultingbranche (73 %), die Tourismus- und Freizeitbranche (65 %) sowie Finanzunternehmen (58 %) und die Industrie (56 %) ethische Werte als Leitmotive in die Unternehmensentwicklung mit aufgenommen.

Nur rund 10 % der Top-Manager im D-A-CH Raum sagen, in ihrem Unternehmen werde derzeit ein Projekt in Sachen Unternehmensethik umgesetzt. 10 % denken über die Initiierung eines Projektes nach. Für rund 20 % sind Fragen der Ethik derzeit allerdings kein Thema, in Österreich sagen dies sogar 36 %.

Torsten Jung, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg, sieht darin einen Arbeitsauftrag: "Die Projektlandschaft steckt noch in den Kinderschuhen, obwohl das Bewusstsein um die Bedeutung ethischen Unternehmensverhaltens in den letzten Jahren sehr stark gestiegen ist. Hier klaffen Wunsch- und Ist-Situation doch deutlich auseinander."

- Was ethisch ist, bestimmen wir selbst -
Unternehmensethik drückt sich für je 60 % der Führungskräfte in der Orientierung an eigenen Unternehmenswerten sowie im partnerschaftlichen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Stakeholdern aus. Für ein Drittel ist die Orientierung an ökologischen Themen und Nachhaltigkeit ausschlaggebend und auch hier liegen die Schweizer mit 43 % deutlich an der Spitze. Rund ein Viertel der Befragten sieht die Unternehmensethik in der Orientierung an gesellschaftspolitischer Verantwortung begründet, das vertreten vor allem die Deutschen (30 %). Für die österreichischen Manager spielt diese Thematik hingegen für nur knapp 20 % eine Rolle. Dafür führen die Österreicher, wenn es um die Orientierung an spirituellen Grundhaltungen geht - 11 % orientieren sich daran (CH: 3 %, D: 0 %).

- Persönliche Werte leben -
Deutsche Top-Manager sind mit sich am häufigsten im Reinen, wenn es um die Umsetzung der eigenen Wertvorstellungen geht: 54 % können Entscheidungen überwiegend im Einklang mit ihren persönlichen Werten treffen. Österreicher tun dies zu knapp 40 %, Schweizer zu 35 %. Am häufigsten gilt dies für Spitzenkräfte im Finanzwesen und der Industrie. Sie geben an, zu 60 % orientiert an ihren eigenen Werten agieren zu können. Knapp über 10 % der Manager aller drei Länder treffen Entscheidungen immer in Übereinstimmung mit ihren persönlichen Werthaltungen, rund ein Drittel gibt an, dies teilweise tun zu können.

- Großes Potenzial für Leadership-Programme rund um Ethikfragen -"Auch in der Weiterbildung für Führungskräfte in Sachen Unternehmensethik steckt noch einiges an Potenzial", sagt Torsten Jung. "Die Arbeit an Führungs- und Unternehmensethik wird noch wenig durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt - für nahezu die Hälfte der befragten Manager in Österreich spielen Ethikfragen in ihrer Weiterbildung gar keine Rolle." Nur knapp ein Viertel der österreichischen Top-Manager sagt, alle Leadership Programme seien mit ethischen Inhalten abgestimmt. Zum Vergleich: In der Schweiz sind es 44 %, in Deutschland 33 %.

Knapp 20 % der Manager im deutschsprachigen Raum sind auf der Suche nach angemessenen Formen, um ethische Inhalte zu thematisieren. "Die Beratergruppe Neuwaldegg beschäftigt sich seit längerem mit der Integration ethischer und spiritueller Fragen in Leadership-Programme, dieses neue Datenmaterial bestätigt uns in unserer Arbeit. Es stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen, denn wie man daraus sieht, muss der Boden in vielen Bereichen erst aufbereitet werden. Vor allem Unternehmen in Österreich unterschätzen teilweise noch die Kraft, die die aktive Auseinandersetzung mit eigenen Werten und der Verbindung mit den Unternehmenswerten hat."

Die Beratergruppe Neuwaldegg
Die 1980 gegründete Beratergruppe Neuwaldegg gilt mit ihren derzeit 12 BeraterInnen und 40 eng angeknüpften NetzwerkpartnerInnen als Marktführer im Bereich der integrierten Unternehmensentwicklung. Als eine der größten Beratungsfirmen in österreichischer Hand hat das Unternehmen 2006 einen Umsatz von 5 Millionen Euro erwirtschaftet, davon etwa die Hälfte international. Mit ihrem integrierten Beratungsansatz verknüpft die Beratergruppe Neuwaldegg das Beste aus zwei Welten: betriebswirtschaftliches Know-how und soziale Kompetenz. Die Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: Top-Management Beratung, Strategie- und Strukturentwicklung, Unternehmenskultur, Teamentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung (insbesondere Beraterausbildung) und Coaching. Zu den Kunden der Beratergruppe Neuwaldegg zählen nationale und internationale Top-Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugindustrie, Logistik, Telekommunikation, Energiewirtschaft, Chemie, Banken und Versicherungen, Handel sowie aus dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich.

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