• 12.12.2007, 12:26:02
  • /
  • OTS0181 OTW0181

Neuwaldegger Top-Management Survey 2007: Teil 3: UNTERNEHMENSETHIK UND WERTE

Unternehmensethik: Für jeden zweiten Top-Manager in D-A-CH ein
kontinuierliches Thema der Unternehmensentwicklung

Utl.: Unternehmensethik drückt sich für 60 % der Manager in der
      Orientierung an eigenen Unternehmenswerten sowie im
      partnerschaftlichen Umgang aus. =

Wien, 12. Dezember 2007 (OTS) - Unternehmen orientieren sich
zunehmend nach ethischen Grundsätzen, denn die Bewertung durch
Konsumenten, Aktionäre und Medien wird immer mehr vom "guten" und
"schlechten" Verhalten der Unternehmen geleitet. Der dritte Teil des
Neuwaldegger Top-Management Survey 2007, einer jährlichen Umfrage
unter 300 Top-Managern im D-A-CH-Raum, beschäftigt sich daher mit
Fragen der Unternehmensethik. Das Ergebnis in Kürze: Österreichs
Unternehmen hinken deutschen und Schweizer Firmen hinterher,
beispielsweise wenn es um die Integration von ethischen Fragen in die
Unternehmensentwicklung geht.

Für rund die Hälfte (47 %) der Top-Manager in Deutschland,
Österreich und der Schweiz sind Fragen der Unternehmensethik ein
kontinuierliches Thema in der Unternehmensentwicklung. Die Schweizer
Unternehmen haben dabei allerdings - wieder einmal - die Nase vorn:
Hier spielen ethische Grundsätze sogar in knapp 60 % der Unternehmen
eine wichtige Rolle. Österreich dagegen deutlich abgeschlagen: Nur 37
% der Top-Manager sehen Unternehmensethik als fortlaufendes Thema der
Unternehmensentwicklung. Nach Branchen betrachtet haben die
Informations- und Consultingbranche (73 %), die Tourismus- und
Freizeitbranche (65 %) sowie Finanzunternehmen (58 %) und die
Industrie (56 %) ethische Werte als Leitmotive in die
Unternehmensentwicklung mit aufgenommen.

Nur rund 10 % der Top-Manager im D-A-CH Raum sagen, in ihrem
Unternehmen werde derzeit ein Projekt in Sachen Unternehmensethik
umgesetzt. 10 % denken über die Initiierung eines Projektes nach. Für
rund 20 % sind Fragen der Ethik derzeit allerdings kein Thema, in
Österreich sagen dies sogar 36 %.

Torsten Jung, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe
Neuwaldegg, sieht darin einen Arbeitsauftrag: "Die Projektlandschaft
steckt noch in den Kinderschuhen, obwohl das Bewusstsein um die
Bedeutung ethischen Unternehmensverhaltens in den letzten Jahren sehr
stark gestiegen ist. Hier klaffen Wunsch- und Ist-Situation doch
deutlich auseinander."

- Was ethisch ist, bestimmen wir selbst -
Unternehmensethik drückt sich für je 60 % der Führungskräfte in der
Orientierung an eigenen Unternehmenswerten sowie im
partnerschaftlichen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und
Stakeholdern aus. Für ein Drittel ist die Orientierung an
ökologischen Themen und Nachhaltigkeit ausschlaggebend und auch hier
liegen die Schweizer mit 43 % deutlich an der Spitze. Rund ein
Viertel der Befragten sieht die Unternehmensethik in der Orientierung
an gesellschaftspolitischer Verantwortung begründet, das vertreten
vor allem die Deutschen (30 %). Für die österreichischen Manager
spielt diese Thematik hingegen für nur knapp 20 % eine Rolle. Dafür
führen die Österreicher, wenn es um die Orientierung an spirituellen
Grundhaltungen geht - 11 % orientieren sich daran (CH: 3 %, D: 0 %).

- Persönliche Werte leben -
Deutsche Top-Manager sind mit sich am häufigsten im Reinen, wenn es
um die Umsetzung der eigenen Wertvorstellungen geht: 54 % können
Entscheidungen überwiegend im Einklang mit ihren persönlichen Werten
treffen. Österreicher tun dies zu knapp 40 %, Schweizer zu 35 %. Am
häufigsten gilt dies für Spitzenkräfte im Finanzwesen und der
Industrie. Sie geben an, zu 60 % orientiert an ihren eigenen Werten
agieren zu können. Knapp über 10 % der Manager aller drei Länder
treffen Entscheidungen immer in Übereinstimmung mit ihren
persönlichen Werthaltungen, rund ein Drittel gibt an, dies teilweise
tun zu können.

- Großes Potenzial für Leadership-Programme rund um Ethikfragen -
"Auch in der Weiterbildung für Führungskräfte in Sachen
Unternehmensethik steckt noch einiges an Potenzial", sagt Torsten
Jung. "Die Arbeit an Führungs- und Unternehmensethik wird noch wenig
durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt - für nahezu die
Hälfte der befragten Manager in Österreich spielen Ethikfragen in
ihrer Weiterbildung gar keine Rolle." Nur knapp ein Viertel der
österreichischen Top-Manager sagt, alle Leadership Programme seien
mit ethischen Inhalten abgestimmt. Zum Vergleich: In der Schweiz sind
es 44 %, in Deutschland 33 %.

Knapp 20 % der Manager im deutschsprachigen Raum sind auf der
Suche nach angemessenen Formen, um ethische Inhalte zu thematisieren.
"Die Beratergruppe Neuwaldegg beschäftigt sich seit längerem mit der
Integration ethischer und spiritueller Fragen in
Leadership-Programme, dieses neue Datenmaterial bestätigt uns in
unserer Arbeit. Es stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen,
denn wie man daraus sieht, muss der Boden in vielen Bereichen erst
aufbereitet werden. Vor allem Unternehmen in Österreich unterschätzen
teilweise noch die Kraft, die die aktive Auseinandersetzung mit
eigenen Werten und der Verbindung mit den Unternehmenswerten hat."

Die Beratergruppe Neuwaldegg
Die 1980 gegründete Beratergruppe Neuwaldegg gilt mit ihren derzeit
12 BeraterInnen und 40 eng angeknüpften NetzwerkpartnerInnen als
Marktführer im Bereich der integrierten Unternehmensentwicklung. Als
eine der größten Beratungsfirmen in österreichischer Hand hat das
Unternehmen 2006 einen Umsatz von 5 Millionen Euro erwirtschaftet,
davon etwa die Hälfte international. Mit ihrem integrierten
Beratungsansatz verknüpft die Beratergruppe Neuwaldegg das Beste aus
zwei Welten: betriebswirtschaftliches Know-how und soziale Kompetenz.
Die Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: Top-Management
Beratung, Strategie- und Strukturentwicklung, Unternehmenskultur,
Teamentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung (insbesondere
Beraterausbildung) und Coaching. Zu den Kunden der Beratergruppe
Neuwaldegg zählen nationale und internationale Top-Unternehmen aus
den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugindustrie, Logistik,
Telekommunikation, Energiewirtschaft, Chemie, Banken und
Versicherungen, Handel sowie aus dem öffentlichen Sektor und dem
Non-Profit-Bereich.

Rückfragehinweis:

Pressestelle der Beratergruppe Neuwaldegg
   Birgit Brandner, Trimedia Communications
   Tel: +43 1 524 43 00-70, Mobil: +43 (0) 699 1 752 47 78
   mailto: [email protected]
   
   Beratergruppe Neuwaldegg
   Torsten Jung
   Tel: + 43 (0) 1 368 80 70-0
   mailto: [email protected]
   
   www.neuwaldegg.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TRI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel