• 12.12.2007, 09:28:21
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AK Test: Telefonieren ins Ausland - das kann teuer werden!

Kein gutes Zeugnis für Calling Cards und Call-Through-Anbieter

Wien (OTS) - Weltweit supergünstig telefonieren - das kann oft ein
Versprechen bleiben, denn die Tücke steckt im Detail, zeigt ein AK
Test für Auslandsanrufe bei fünf Anbietern über Einwahlnummern, so
genannte Call-Through-Anbieter, und vier Calling Cards. Sie
vermitteln über eigene Zugangsnummern Gespräche für Nutzer, die
häufig ins Ausland rufen und viel unterwegs sind. So verrechnen
Call-Through-Anbieter meist schon ab der Verbindung zur
Einwahlnummer, daher auch wenn der Angerufene nicht abhebt. Calling
Cards sind oft intransparent: unklare Gesprächstarifangaben, keine
Info zur Taktung, oft kurze Ablaufdaten. Die untersuchten Tarife sind
durchschnittlich teilweise deutlich teurer als der günstigste
Festnetzanbieter.

Die Call-Through-Anbieter treten im Web vor allem als Spezialisten
für weltweite, günstige Auslandsanrufe auf. Der Anrufer wählt eine
(oft kostenpflichtige) Einwahlnummer und ist zunächst nur mit dem
Tonband des Dienstleisters verbunden - hier beginnt schon der
Gesprächszähler zu laufen, auch wenn der Angerufene nicht erreichbar
ist. Nach Preisinfo und Eingabe der Rufnummer wird mit dem
Gesprächspartner verbunden. Vom Handy gehen die Dienste nicht. Bei
der Kostenkontrolle ist ein gutes Gedächtnis gefragt - in der
Telefonrechnung scheint nur eine abgerechnete Mehrwertnummer 0810x,
0820x oder 0900x auf, nicht aber die angerufene Nummer. Mühsam: Bei
Fragen oder Beschwerden kann der Anbieter nur per Mail erreicht
werden, Telefonnummern gibt’s keine im Web.

Calling Cards werden zB in Trafiken oder Postämtern um einen
Guthabensbetrag (5 bis 40 Euro) gekauft. Um die Card zu verwenden,
muss die auf der Wertkarte angegebene - gratis oder kostenpflichtige
- Rufnummer plus ein Pin-Code gewählt werden. Vom Guthaben werden die
Gesprächskosten abgebucht. Die AK kritisiert, dass sich die
Gesamtkosten oft schwer ermitteln lassen. Es gibt zB "bis zu"-Preise
oder wie viele Minuten man mit einer Card in ein bestimmtes
Zielgebiet telefonieren kann statt Preise in Cent pro Minute.
Teilweise fehlen Angaben zur Taktung. Zuschläge sind oft versteckt
oder unklar: Wer die Card in öffentlichen Telefonzellen benutzt, muss
mit Zuschlägen rechnen - neun bis 17 Cent pro Minute. Beim Handy
fallen hohe Zuschläge bis zu 29 Cent pro Minute an. Problematisch:
Das rasche Ablaufdatum einiger Cards - sie gelten zwei bis zwölf
Monate - steht nicht immer auf der Karte drauf. Kurios: Teilweise
werden "tägliche Erhaltungsgebühren" verrechnet - nicht benutzte
Karten verlieren damit automatisch an Wert.

Die Preisbeispiele für Anrufe in die USA zeigen, dass Telefonieren
- vor allem mit Calling Cards - durchschnittlich teilweise teurer ist
als bei den günstigsten Festnetzanbietern. Durchschnittliche
Telefonkosten für die USA bei den günstigsten Festnetzanbietern
machen 3,04 Cent pro Minute aus, bei den Einwahl-Anbietern 3,52 Cent
und bei den Calling Cards 8,65 Cent. Das billigste Festnetzangebot in
die USA gibt es um 2,8 Cent pro Minute, der billigste
Einwahl-Anbieter verrechnet 2,2 Cent pro Minute.

Die getesteten Calling Cards: Procard, Talk2000, Telekom Austria,
etel: Prepaid; die Einwahl-Anbieter: Austriaphone, Billignet,
Telediscount, Pennyphone, Happytel.
SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter www.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:

Doris Strecker
   AK Wien Kommunikation
   tel.: (+43-1) 501 65-2677
   tel.: (+43)664 845 41 52
   mailto:[email protected] 
   wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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