Becker: Patientenverfügung muss auf der e-card gespeichert werden

Wille des Patienten darf nicht ignoriert werden

Wien (OTS) - Als Gegengewicht zu den Sterbehilfe-Regelungen einzelner EU-Staaten wurde in Österreich die Patientenverfügung eingeführt. "Das war ein sehr wichtiger Schritt", betonte der Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, Heinz K. Becker:
"Wenn man aber schon aus eigener Entscheidung gewisse medizinische Behandlungen für sich ausschließt, muss der behandelnde Arzt ohne Probleme auf die Patientenverfügung zugreifen können." Zuletzt hatte Gerald Bachinger, der Sprecher der Patientenanwälte Österreich gegenüber dem Kurier davon berichtet, dass genau dies sehr oft nicht der Fall ist. Bachinger schlägt deshalb eine Zusammenführung der verschiednen Register vor. "Der Österreichische Seniorenbund fordert bereits seit längerem, dass die Patientenverfügung auf der e-card gespeichert werden soll", betonte Becker.

Die e-card erfreut sich bei den älteren Generationen aufgrund ihrer bequemen Handhabbarkeit großer Beliebtheit. Der Österreichische Seniorenbund fordert daher, die e-card mit weiteren Funktionen auszustatten. Unter anderem sollte eben die Patientenverfügung auf der Karte gespeichert werden. "Mit der e-card hätte man dann seine Patientenverfügung immer bei sich. Dies wäre auch für die behandelnden Ärzte eine wesentliche Erleichterung, und die Patienten könnten sich darauf verlassen, dass ihr Wille nicht ignoriert wird", so Becker abschließend.

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