Bühnenbildner Matthias Kralj mit Berufstitel Professor ausgezeichnet

Wien (OTS) - Kulturministerin Claudia Schmied überreichte heute Vormittag an den Bühnen- und Kostümbildner Matthias Kralj im Eroicasaal des Österreichischen Theatermuseums die Urkunde über die Verleihung des Berufstitels Professor in Würdigung seiner herausragenden Leistungen und Beiträge für das europäische Theater. Die Laudatio hielt Kammerschauspieler Achim Benning.

Matthias Kralj, 1933 in Ljubljana geboren, kam als Sohn des Schauspielers und Star des Slowenischen Nationaltheaters Emil Kralj schon früh in Kontakt mit der Welt des Theaters. Unter dem Einfluss der politischen Ereignisse übersiedelte er im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach Klagenfurt, wo sich schon bald sein Zeichentalent zeigte. In Wien studierte Kralj
Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Nach einer Assistenz an der Wiener Volksoper führten ihn erste Engagements als Bühnenbildner nach Lübeck und Braunschweig.

1968 kehrte Kralj nach Klagenfurt zurück, wo er sehr erfolgreich unter der Intendanz von Herbert Wochinz am Stadttheater Klagenfurt wirkte. Von Klagenfurt ergaben sich Kontakte nach Wien, 1976 holte ihn Achim Benning als Leiter des Ausstattungswesens an das Burgtheater. In dieser Funktion zeichnete Kralj bis 1986 für über 50 Produktionen verantwortlich.

Matthias Kralj schuf mehr als 250 Bühnenbilder und -ausstattungen in vielen Ländern Europas und arbeitete mit bedeutenden Regisseuren, vor allem des deutschen Sprachraumes, zusammen. Lehraufträge führten ihn an das Reinhardt-Seminar, an das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Wien und an die Stanford University, USA. In den letzten Jahren widmete sich Matthias Kralj zunehmend der Malerei.

Kralj ist Träger der Goldenen Füger-Medaille der Akademie der Bildenden Künste und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst.

Im Österreichischen Theatermuseum findet derzeit die Ausstellung "Räume des Erzählens": Matthias Kralj - Bühnenbilder und Kostüme statt.

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