- 07.12.2007, 13:40:36
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GPA-DJP Stein: Weiterbildung sichert Beschäftigungsfähigkeit
Verbesserungen und Investitionen im Bildungsbereich notwendig
Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Wir benötigen eine Verbesserung der Qualität
der Aus- und Weiterbildung auf allen Stufen - Schule, Universität,
Beruf - sowie deutlich verbesserte Zugangsmöglichkeiten zur Bildung
insgesamt", forderte Dwora Stein, Geschäftsführerin der Gewerkschaft
der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) heute
im Rahmen der internationalen Konferenz ‚Wissen, Kreativität und
Transformationen von Gesellschaften’. "Denn fehlende oder mangelhafte
schulische und berufliche Qualifikation bedeutet immer auch
schlechtere Zugangschancen zum Arbeitsmarkt." ++++
Im gesamten österreichischen Ausbildungssystem, von der Schule
über die duale Berufsausbildung bis in den Hochschulbereich, gilt es,
soziale und regionale Disparitäten auszugleichen und auf individuelle
Schwächen einzugehen. "Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen
werden nur dann Früchte tragen können, wo die Lernfähigkeit und die
Qualität der Erstausbildung stimmt - und dafür trägt das staatliche
Bildungswesen die Verantwortung", erklärte Stein.
Schlecht bestellt ist es hierzulande um die betriebliche
Weiterbildung: Im EU-Durchschnitt wenden die Unternehmen rund 2,3
Prozent der Arbeitskosten für betriebliche Weiterbildung auf, in
Österreich sind es lediglich 1,3 Prozent. "Um die
Beschäftigungsfähigkeit der Menschen abzusichern, wird die GPA-DJP
weiterhin Einfluss auf die arbeitsrechtlichen Bedingungen nehmen und
im Rahmen der Kollektivverträge die Bildungsmöglichkeiten verbessern.
Insbesondere ältere ArbeitnehmerInnen benötigen einen verstärkten
Zugang zur Weiterbildung, um in Beschäftigung bleiben zu können", so
Stein.
Es geht jedoch nicht nur um die Weiterbildung der
ArbeitnehmerInnen allein, sondern auch um alle jene, die diese
Bildung vermitteln: "Die Leistung der Menschen, die in
Bildungseinrichtungen tätig sind, hängt ganz wesentlich von der
Qualität der Arbeitsbedingungen ab. Gerade hier haben wir es
verbreitet mit freien Dienstverträgen und prekären Arbeitsbedingungen
zu tun. Die GPA-DJP hat sich daher die Verbesserung der
Arbeitsbedingungen der im Bildungsbereich Beschäftigten zum Ziel
gesetzt. Aktuell verhandelt die GPA-DJP etwa den Kollektivvertrag für die privaten Bildungseinrichtungen (BABE), der eine wesentliche Grundlage für die Qualitätssicherung in diesem Bereich darstellt", so Stein abschließend. ÖGB, 7. Dezember 2007 Nr. 730
Rückfragehinweis:
GPA-DJP Dr. Barbara Lavaud Tel.: 05 0301-21533 Mobil: 05 0301-61533 E-Mail: barbara.lavaud@gpa-djp.at http://www.gpa-djp.at
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