Verkehrsdienstevertrag ÖBB - Stadt Wien unterzeichnet

Stadt Wien leistet jährlichen Beitrag von 6,5 Mio. Euro für ÖBB-Verkehrsleistungen in Wien

Wien (OTS) - "Der neue Verkehrsdienstevertrag sichert ein attraktives und nachfragegerechtes Nahverkehrsangebot in Wien und bringt zugleich durch Intervallverdichtungen und neue Garnituren mehr Service und Komfort für die KundInnen", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Donnerstag anlässlich der Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt Wien und den ÖBB im Wiener Rathaus. "Dafür investiert die Stadt Wien jährlich gesamt 6,5 Mio. Euro für Verkehrsangebote der ÖBB." Im Rahmen bestehender Vereinbarungen trägt die Stadt Wien außerdem noch 1 Mio. Euro pro Jahr zum Ankauf neuer Schnellbahn-Garnituren bei. Vizebürgermeisterin Brauner unterzeichnete den neuen Verkehrsdienstevertrag gemeinsam mit Stefan Wehinger, Vorstandsdirektor der ÖBB Personenverkehr AG. Der Verkehrsdienstevertrag gilt ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 bis Dezember 2012.****

S 45: Intervallverdichtung in Spitzenzeiten, zusätzliche Talent-Garnituren

Für die ÖBB bedeutet der Vertrag "die Sicherstellung eines leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehrs. Mit dieser Partnerschaft können die ÖBB in den nächsten fünf Jahren die bestehenden Verkehrsangebote in Wien erhalten und weiter verbessern", so Vorstandsdirektor Wehinger. Vor allem durch die Intervallverdichtung auf der Vorortelinie S 45 soll der öffentliche Nahverkehr noch attraktiver werden. "Mit dem neuen 10-Minuten-Intervall in den Stoßzeiten von 6.00 bis 9.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr wollen wir noch mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr bewegen", so Vizebürgermeisterin Brauner. Dafür bieten die Wiener Linien im Verbund mit den ÖBB eines der dichtesten Nahverkehrsnetze in Zentraleuropa.

Um die Intervall-Verdichtung auf der Vorortelinie zu ermöglichen, setzen die ÖBB künftig drei zusätzliche Garnituren des Nahverkehrszuges Talent ein. Im Rahmen des neuen Verkehrsdienstevertrages werden die Intervallverdichtung sowie die zusätzlichen Talentzüge von der Stadt Wien mit 2,1 Mio. Euro kofinanziert. Die ÖBB erwarten sich von den verbesserten Angeboten auf der Vorortelinie laut Vorstandsdirektor Wehinger einen deutlichen Fahrgäste-Zuwachs: "Wir gehen davon aus, dass in Zukunft 5,7 Millionen Fahrgäste pro Jahr die S 45 nutzen werden. Das bedeutet eine Steigerung von 22 Prozent."

300.000 Menschen sind in Wien täglich mit den ÖBB unterwegs

Gemeinsam mit den Wiener Linien bilden die ÖBB das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Wien. Die langjährige und hervorragende Zusammenarbeit zwischen Wiener Linien und der ÖBB-Personenverkehrs AG ermöglicht die gemeinsame Planung von Verkehrsangeboten und den Betrieb von gemeinsamen Verkehrsknoten, an denen U-Bahn, Straßenbahn und ÖBB-Züge vernetzt sind. Innerhalb Wiens nutzen über 300.000 Personen täglich das S-Bahn- und Regionalverkehrsangebot der ÖBB.

S-Bahn: Pendlerströme gelangen umweltfreundlich in die Stadt

Rund 2.500 Züge verkehren pro Werktag in Wien und legen dabei täglich 25.000 km auf der Schiene zurück. "Wien ist mit aktuell circa 35 Prozent ‚Europameister’ beim Modal Split - also dem Anteil des öffentlichen Verkehrs an allen Wegen in einer Stadt. Der neue Vertrag soll seinen Beitrag zu Verbesserung dieses Werts leisten und so die Lebensqualität aller Menschen in der Ostregion weiter verbessern", so Brauner. "Die S-Bahn ist als Ergänzung zu den Wiener Linien als innerstädtisches Verkehrsmittel auch essenziell für die mehr als 200.000 täglichen EinpendlerInnen nach Wien", so Brauner.

Auch Wehinger weist auf die Bedeutung der Bahn für die PendlerInnen hin. Durch die Schaffung optimaler Anbindung an die Bundeshauptstadt fange die ÖBB die Fahrgastströme schon im Umland ab und trage damit überproportional zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs in Wien bei. Auch beim neuen, ab 9. Dezember gültigen Fahrplan werde den Anliegen der PendlerInnen Rechnung getragen - u. a. durch die Verlängerung von Zügen der Pottendorfer Linie bis nach Stockerau sowie durch die stündliche Taktverlängerung von Zügen der S 50 von Wien West bis nach Rekawinkel.

Der Verkehrsdienstevertrag im Überblick

Der seit 2003 gültige Verkehrsdienstevertrag zwischen der Stadt Wien und der ÖBB läuft mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember aus. Im neuen Verkehrsdienstevertrag verpflichten sich die ÖBB für die Vertragslaufzeit bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012, die Verkehrsdienste auf den innerhalb der Wiener Landesgrenzen befindlichen Schnellbahnlinien (S 15, S 45 und S 80) bzw. Schnellbahnlinienabschnitten (S 1, S 2, S 3, S 4, S 7, S 8, S 9, S 40, S 50 und S 60) zu erbringen. Die Grundlage für diesen Vertrag ist das Leistungsangebot des Jahresfahrplanes 2007.

Als Beitrag zu der von den ÖBB erbrachten Verkehrsleistung im Stadtgebiet einschließlich der Intervallverdichtung auf der S 45 wurde im Vertrag eine jährliche Zahlung der Stadt Wien an die ÖBB in der Höhe von 6,5 Mio. Euro vereinbart.

Einer der Kernpunkte des auslaufenden Vertrages war die Vereinbarung über den Einsatz neuer Talent-Garnituren - produziert von der Firma Bombardier - bis Ende 2007. Die Regelung, wonach die Stadt begonnen mit 2004 für 25 Jahre per anno eine Rate von 1 Mio. Euro für diese Beschaffungsmaßnahmen aufbringt, bleibt durch den nunmehrigen Nachfolgevertrag aufrecht bzw. unberührt. Mit den zusätzlichen 3 Garnituren für den Einsatz auf der S 45 sind ab dem Fahrplanwechsel insgesamt 13 Talent-Garnituren im Wiener S-Bahnnetz in Betrieb, die aufgrund dieser Investition der Stadt Wien beschafft werden konnten.

Im Rahmen des vereinbarten Qualitätsmanagements sind ein laufendes Berichtswesen sowie detaillierte Qualitätsanforderungen im Bereich Sicherheit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Anschlusssicherheit, Barrierefreiheit und Kundenzufriedenheit vorgesehen. (Schluss) wha/ho

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