• 05.12.2007, 14:31:54
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"Einheitsbrei" - ProSiebenSat.1 Sender in Österreich schockiert über diffamierende Wortwahl der Medienministerin Bures

Wien (OTS) - Die für Medien zuständige Bundesministerin Bures hat
laut APA-Meldung im Rahmen einer Fragestunde des Nationalrats vor
"deutschem Einheitsbrei" im TV gewarnt und so eine Gebührenerhöhung
für den ORF gerechtfertigt.

Corinna Drumm, Geschäftsführerin von Sat.1 Österreich, ist
schockiert: "Der Sager von Ministerin Bures zeugt von einer
Undifferenziertheit und Polemik. Ich bin sprachlos, wie eine
Medienministerin sich derart im Ton vergreifen kann. Wir erwarten uns
eine faire Behandlung aller Marktteilnehmer!"

Die Sender der ProSiebenSat.1 Gruppe in Österreich leisten -
entgegen der augenscheinlichen Ansicht von Ministerin Bures - einen
wertvollen und wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft und
zum österreichischen Rundfunkmarkt.

So produzieren die Sender im Rahmen eigener österreichischer
Programmlizenzen bereits seit vielen Jahren eigene österreichische
Programmfenster, darunter die "ProSieben AustriaNews", "Café Puls",
Österreichs erstes Frühstücksfernsehen oder die Special Interest
Magazine von Sat.1 Österreich wie etwa "Go! Das Motormagazin" oder
das Multimediamagazin "connect it". Die Sender tragen damit
entscheidend zur Medienpluralität hierzulande bei.

Vergleicht man den Anteil an eigenproduzierten Programmen mit
Österreich-Bezug, so kommen die Sender unter der Woche sogar auf
einen höheren Anteil als etwa ORF1, der sein Programm hauptsächlich
durch amerikanische Spielfilme und Serien bestreitet. In diesem Licht
betrachtet ist die Unterstützung einer Gebührenerhöhung des ORF, um
die österreichische Identität zu fördern, absurd und widersinnig.

Darüber hinaus leisten die österreichischen Töchter der deutschen
TV-Sender auch einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in
Österreich. Im Bereich TV-Werbung schaffen und sichern sie
Arbeitsplätze in einer Größenordnung von 200 direkten und über 2.000
indirekten Mitarbeitern.

Markus Breitenecker, Geschäftsführer von ProSieben Austria: "Wir
werden hier als 'die Bösen' dargestellt und dabei als Feigenblatt
instrumentalisiert, um eine Gebührenerhöhung des ORF zu rechtfertigen
- die jedoch in der derzeitigen Situation schlicht nicht
rechtfertigbar ist. Die Lösung kann sicher nicht bei uns gefunden
werden, denn wir sind an der Lage des ORF nicht schuld!"

Drumm und Breitenecker betonen abschließend unisono: "Wir
erwarten, dass Ministerin Bures - deren Aufgabenbereich alle Medien
in Österreich einschließt und nicht nur den ORF - ihre Aussage
zurücknimmt und die realen Verhältnisse am TV-Markt zur Kenntnis
nimmt: Einen marktbeherrschenden ORF auf der einen Seite - mit einem
Marktanteil von immer noch fast 40%, von dem jedes andere Unternehmen
nur träumen kann, und dem Privileg der Gebührenfinanzierung, der sich
der Liberalisierung des Rundfunkmarkts zu widersetzen versucht. Und
die Privatsender auf der anderen Seite, die in einem verzerrten
Wettbewerbsumfeld versuchen, ein duales System zu etablieren und
Meinungsvielfalt zu sichern."

Rückfragehinweis:
Christina Patzl
Marketing & PR
SevenOne Media Austria GmbH
Tel.: 01/368 77 66-121
mailto:[email protected]

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