- 05.12.2007, 09:35:49
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Allianz rät zur Vorsicht: Advent-Punsch kann Führerschein kosten!
Wien (OTS) - 2006 war bei knapp 2.600 Verkehrsunfällen in
Österreich Alkohol im Spiel, wobei es bundesländerspezifisch
erhebliche Unterschiede gab. Alkoholisierte Autofahrer riskieren
Geld- und Haftstrafen, ihren Versicherungsschutz, die eigene
Gesundheit und die Sicherheit anderer. Die Allianz rät zu
vorsichtigem Umgang mit Punsch & Co.
Dem unwiderstehlichen Duft von Punsch und Glühwein kann in der
Vorweihnachtszeit kaum jemand widerstehen. Außerdem tut man damit
auch Gutes - schließlich kommt der Verkaufserlös sehr oft karitativen
Zwecken zugute. Allerdings gehöre Alkohol am Steuer mit zu den
häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr, gibt Allianz
Service-Experte Dr. Peter Loisel zu bedenken: "Wer sich mit zu viel
Promille ans Steuer setzt, handelt grob fahrlässig und riskiert damit
leichtfertig nicht nur Menschenleben, sondern auch seinen
Versicherungsschutz."
539 Führerscheinabnahmen in nur sieben Tagen!
Gerade vor Weihnachten ist die Verlockung groß, einen über den
Durst zu trinken - das wissen auch die Behörden: Zwischen dem 18. und
24. Dezember 2006 wurden im Rahmen der europaweiten "Operation Ad
(Alcohol and Drugs, Anm.) Christmas 2006" allein in Österreich 15.271
Fahrzeuglenker auf Alkohol- und Drogenmissbrauch kontrolliert. Für
1.190 hagelte es Anzeigen, 539 mussten ihren Führerschein abgeben.
Einsamer Spitzenreiter war übrigens Wien mit 86 Führerscheinabnahmen.
Die verschärften Verkehrskontrollen haben übrigens schon begonnen:
Dazu der Allianz Service-Experte: "Alkohol am Steuer ist kein
Kavaliersdelikt. Deshalb begrüßen wir solche Initiativen, weil sie
wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit auf Österreichs Straßen zu
erhöhen."
Alkohol-Genuss verschlechtert die Wahrnehmung
Mehr als ernüchternd sind jedenfalls die Unfallzahlen: Bei 2.578
von den insgesamt 39.884 in Österreich gezählten Unglücksfällen des
Jahres 2006 war laut Kuratorium für Verkehrssicherheit Alkohol im
Spiel. Was viele dabei nicht wissen: Bereits ab 0,2 Promille
verschlechtert sich die Wahrnehmung für bewegliche Lichtquellen. Ab
0,3 Promille erscheinen Gegenstände weiter weg, als sie tatsächlich
sind. Schon ein einziges Glas Punsch kann daher unter Umständen eine
empfindliche Geldstrafe, den Verlust des Führerscheins und eine
Vormerkung im örtlichen Führerscheinregister zur Folge haben. Und
teuer ist das Promille-Tanken auch noch: Wer als Besitzer eines
B-Führerscheins mit 0,5 bis weniger als 0,8 Promille erwischt wird,
dem droht eine Geldstrafe von bis zu 3.633,- Euro. Bei C-Lenkern gilt
bereits ein Alkoholgehalt des Blutes von 0,1 bis weniger als 0,5
Promille als Untergrenze für eine Geldstrafe.
"Berauschende Bilanz": die männlichen Alk-Spitzenreiter
Eine Altersgruppe sticht bei der Unfallbilanz der alkoholisierten
Beteiligten besonders ins Auge: Die 20- bis 24-jährigen Männer sind
mit 415 Personen am meisten gefährdet. Das sind immerhin achtmal so
viele Männer wie Frauen in dieser Altersgruppe.
Ein klarer Trend ist auch bei den Unfallzeitpunkten erkennbar: Die
gefährlichste Zeit ist demnach zwischen drei und vier Uhr morgens.
Allein in dieser Stunde entfallen 41,0 Prozent der Unfälle auf
Alkoholunfälle. Interessant auch die Zahlen nach Bundesländern:
Während sich 2006 im Burgenland "nur" 72 Unfälle durch Trunkenheit
ereigneten, waren es z.B. in Oberösterreich fast achtmal so viele
(495).
Kaskoschutz schon bei geringen Alkoholmengen gefährdet
Während die Haftpflichtversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit
für Schäden aufkommt, die Dritten zugefügt werden, sieht es in der
Kfz-Kaskoversicherung anders aus: Hier ist der Versicherungsschutz
schon bei geringen Alkoholmengen in Gefahr. Deshalb der dringende Rat
von Dr. Loisel: "Ganz egal, ob zu Hause oder unterwegs im Urlaub, der
Steuermann eines Autos sollte keinen Alkohol trinken. Wer unbedingt
Punsch, Bier, Wein, Schnaps oder andere alkoholische Getränke zu sich
nehmen möchte, sollte zu Fuß gehen, mit der Bahn fahren oder aufs
Taxi umsteigen."
Alkoholunfälle
nach Bundesländern
Unfälle durch Trunkenheit Anteil an Unfällen gesamt
Unfälle Verletzte Getötete Unfälle Verletzte Getötete
BGLD 72 91 1 8,7 8,3 4,8
KTN 192 269 5 6,4 7,0 7,5
NÖ 461 625 16 6,8 6,9 7,2
OÖ 495 681 9 6,0 6,2 6,5
SBG 209 301 4 7,1 7,9 7,8
STMK 446 618 11 6,5 7,1 9,8
TIROL 299 401 4 7,2 7,2 6,8
VBG 139 194 2 7,7 8,8 7,7
WIEN 265 384 4 5,0 5,7 12,1
Ö 2.578 3.564 56 6,5 6,9 7,7
Quelle:Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2006.
Nützliche Links:
Kuratorium für Verkehrssicherheit: Alkohol am Steuer tötet
http://www.kfv.at/index.php?id=39&L=%20class%3Dl%20class%3Dl
Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2006
http://www.ots.at/redirect.php?kfv3
Fact Sheet: Alkoholgrenzen im Straßenverkehr und Rechtsfolgen
http://www.ots.at/redirect.php?kfv2
ÖAMTC: Alkohol & Verkehr
http://www.ots.at/redirect.php?oeamtc3
Help.gv.at: Das Vormerksystem ("Punkteführerschein")
http://www.help.gv.at/4/041000_f.html
TISPOL - European Traffic Police Network: "Operation Ad Christmas
2006" - die europäischen Ergebnisse im Überblick
https://www.tispol.org/node/887
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Gruppe in Österreich Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 mailto:[email protected] Internet: www.allianz.at
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