Allianz rät zur Vorsicht: Advent-Punsch kann Führerschein kosten!

Wien (OTS) - 2006 war bei knapp 2.600 Verkehrsunfällen in Österreich Alkohol im Spiel, wobei es bundesländerspezifisch erhebliche Unterschiede gab. Alkoholisierte Autofahrer riskieren Geld- und Haftstrafen, ihren Versicherungsschutz, die eigene Gesundheit und die Sicherheit anderer. Die Allianz rät zu vorsichtigem Umgang mit Punsch & Co.

Dem unwiderstehlichen Duft von Punsch und Glühwein kann in der Vorweihnachtszeit kaum jemand widerstehen. Außerdem tut man damit auch Gutes - schließlich kommt der Verkaufserlös sehr oft karitativen Zwecken zugute. Allerdings gehöre Alkohol am Steuer mit zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr, gibt Allianz Service-Experte Dr. Peter Loisel zu bedenken: "Wer sich mit zu viel Promille ans Steuer setzt, handelt grob fahrlässig und riskiert damit leichtfertig nicht nur Menschenleben, sondern auch seinen Versicherungsschutz."

539 Führerscheinabnahmen in nur sieben Tagen!

Gerade vor Weihnachten ist die Verlockung groß, einen über den Durst zu trinken - das wissen auch die Behörden: Zwischen dem 18. und 24. Dezember 2006 wurden im Rahmen der europaweiten "Operation Ad (Alcohol and Drugs, Anm.) Christmas 2006" allein in Österreich 15.271 Fahrzeuglenker auf Alkohol- und Drogenmissbrauch kontrolliert. Für 1.190 hagelte es Anzeigen, 539 mussten ihren Führerschein abgeben. Einsamer Spitzenreiter war übrigens Wien mit 86 Führerscheinabnahmen.

Die verschärften Verkehrskontrollen haben übrigens schon begonnen:
Dazu der Allianz Service-Experte: "Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt. Deshalb begrüßen wir solche Initiativen, weil sie wesentlich dazu beitragen, die Sicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen."

Alkohol-Genuss verschlechtert die Wahrnehmung

Mehr als ernüchternd sind jedenfalls die Unfallzahlen: Bei 2.578 von den insgesamt 39.884 in Österreich gezählten Unglücksfällen des Jahres 2006 war laut Kuratorium für Verkehrssicherheit Alkohol im Spiel. Was viele dabei nicht wissen: Bereits ab 0,2 Promille verschlechtert sich die Wahrnehmung für bewegliche Lichtquellen. Ab 0,3 Promille erscheinen Gegenstände weiter weg, als sie tatsächlich sind. Schon ein einziges Glas Punsch kann daher unter Umständen eine empfindliche Geldstrafe, den Verlust des Führerscheins und eine Vormerkung im örtlichen Führerscheinregister zur Folge haben. Und teuer ist das Promille-Tanken auch noch: Wer als Besitzer eines B-Führerscheins mit 0,5 bis weniger als 0,8 Promille erwischt wird, dem droht eine Geldstrafe von bis zu 3.633,- Euro. Bei C-Lenkern gilt bereits ein Alkoholgehalt des Blutes von 0,1 bis weniger als 0,5 Promille als Untergrenze für eine Geldstrafe.

"Berauschende Bilanz": die männlichen Alk-Spitzenreiter

Eine Altersgruppe sticht bei der Unfallbilanz der alkoholisierten Beteiligten besonders ins Auge: Die 20- bis 24-jährigen Männer sind mit 415 Personen am meisten gefährdet. Das sind immerhin achtmal so viele Männer wie Frauen in dieser Altersgruppe.

Ein klarer Trend ist auch bei den Unfallzeitpunkten erkennbar: Die gefährlichste Zeit ist demnach zwischen drei und vier Uhr morgens. Allein in dieser Stunde entfallen 41,0 Prozent der Unfälle auf Alkoholunfälle. Interessant auch die Zahlen nach Bundesländern:
Während sich 2006 im Burgenland "nur" 72 Unfälle durch Trunkenheit ereigneten, waren es z.B. in Oberösterreich fast achtmal so viele (495).

Kaskoschutz schon bei geringen Alkoholmengen gefährdet

Während die Haftpflichtversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit für Schäden aufkommt, die Dritten zugefügt werden, sieht es in der Kfz-Kaskoversicherung anders aus: Hier ist der Versicherungsschutz schon bei geringen Alkoholmengen in Gefahr. Deshalb der dringende Rat von Dr. Loisel: "Ganz egal, ob zu Hause oder unterwegs im Urlaub, der Steuermann eines Autos sollte keinen Alkohol trinken. Wer unbedingt Punsch, Bier, Wein, Schnaps oder andere alkoholische Getränke zu sich nehmen möchte, sollte zu Fuß gehen, mit der Bahn fahren oder aufs Taxi umsteigen."

Alkoholunfälle
nach Bundesländern

Unfälle durch Trunkenheit Anteil an Unfällen gesamt Unfälle Verletzte Getötete Unfälle Verletzte Getötete BGLD 72 91 1 8,7 8,3 4,8 KTN 192 269 5 6,4 7,0 7,5 NÖ 461 625 16 6,8 6,9 7,2 OÖ 495 681 9 6,0 6,2 6,5 SBG 209 301 4 7,1 7,9 7,8 STMK 446 618 11 6,5 7,1 9,8 TIROL 299 401 4 7,2 7,2 6,8 VBG 139 194 2 7,7 8,8 7,7 WIEN 265 384 4 5,0 5,7 12,1 Ö 2.578 3.564 56 6,5 6,9 7,7 Quelle:

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2006.

Nützliche Links:

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Alkohol am Steuer tötet
http://www.kfv.at/index.php?id=39&L=%20class%3Dl%20class%3Dl

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Verkehrsunfallstatistik 2006
http://www.ots.at/redirect.php?kfv3

Fact Sheet: Alkoholgrenzen im Straßenverkehr und Rechtsfolgen
http://www.ots.at/redirect.php?kfv2

ÖAMTC: Alkohol & Verkehr
http://www.ots.at/redirect.php?oeamtc3

Help.gv.at: Das Vormerksystem ("Punkteführerschein")
http://www.help.gv.at/4/041000_f.html

TISPOL - European Traffic Police Network: "Operation Ad Christmas 2006" - die europäischen Ergebnisse im Überblick https://www.tispol.org/node/887

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Marita Roloff
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Allianz Gruppe in Österreich
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