• 29.11.2007, 13:51:10
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Wlodkowski: Kalina disqualifiziert sich für agrarpolitische Debatte

"Ständestaatliche Bauernvertreter" für Strukturwandel verantwortlich machen, ist Unsinn

Wien (OTS) - "Von Parteisekretären ist man schon gewohnt, dass es
ihnen mit ihrer Polemik fast täglich aufs Neue gelingt, jedes bisher
dagewesene tiefe Niveau noch weiter zu unterbieten. Der Versuch des
SPÖ-Parteisekretärs Josef Kalina, für den Strukturwandel in der
Landwirtschaft 'die ständestaatlichen Bauernvertreter rund um
(Bauernbundpräsident Fritz, Anm.) Grillitsch & Co' verantwortlich zu
machen, verdient aber eine besondere Eintragung in der Hitliste der
Unsinnigkeiten", stellte heute der Vorsitzende der
Landwirtschaftskammer Österreich, Gerhard Wlodkowski, fest.

Wenn man in einer Koalition auch unterschiedlicher Meinung sei und
sich in mancher Sache erst zusammenraufen müsse, so disqualifiziere
sich Kalina mit derartiger Polemik als ernstzunehmendes Visavis und
als Diskussionspartner. "Inhaltlich auf derartige Unsinnigkeiten
einzugehen, erübrigt sich angesichts dieses Tonfalls von selbst. Die
Aussagen Kalinas haben aber ein einzig Gutes an sich. Jedem Landwirt
wird damit sofort klar, wer hier eine 'Neiddiskussion' provoziert und
wer sie damit 'für dumm' verkaufen will."

Die Landwirtschaftskammer Österreich werde ihre Verantwortung für
die Interessen der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe in Österreich
jedenfalls weiterhin in verantwortungsvoller Weise wahrnehmen und die
Bauern wüssten dies zu schätzen, wie es auch in den Ergebnissen der
Landwirtschaftskammerwahlen immer wieder eindrucksvoll zum Ausdruck
komme. Von einem Aufstand der Bauern gegen ÖVP-Agrarbürokratie könne
daher, so Wlodkowski, keine Rede sein, und auch nicht davon, dass der
"prall gefüllte Topf an EU-Förderungen" in die "schwarze Sickergrube"
fließe. "Derartige Polemik hilft den Bauern keinen Zentimeter in der
in der EU zu führenden Debatte um die künftige Ausrichtung der
Agrarpolitik und die Verteilung der Mittel weiter. Sie qualifiziert
sich lediglich auf einem Niveau mit jenen, die statt der inhaltlichen
Auseinandersetzung dumpf nach dem Austritt aus der EU rufen." Mit
Zorn erfülle die Landwirte in Österreich vielmehr, von der
SPÖ-Agrarpolitik immer wieder als Subventionsnehmer, denen die Mittel
gekürzt werden müssten, hingestellt zu werden und sie damit für "rote
Sümpfe" bestrafen zu wollen - oder, wenn die SPÖ im Parlament
sinnvolle Verbesserungen am Marktordnungsgesetz aus reiner
Parteipolitik blockiere.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich
Schauflergasse 6, 1014 Wien
Tel.: 01/53441-0, Fax: 01/53441-8509
mailto: [email protected]
http://www.agrarnet.info

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