"Lernen aus Leidenschaft"

Begabtenklassen am BG/BRG Mödling Keimgasse - Optimale Förderung und motivierende Lernkultur für begabte Kinder

Mödling (OTS) - Mitten hinein in die aktuelle Diskussion um die Gesamtschule bringt die Keimgasse einen neuen, in Österreich einzigartigen Ansatz: Unter dem Motto "Lernen aus Leidenschaft" wird es in Zukunft an der Keimgasse neben den Regelklassen auch Begabtenklassen für Schüler mit hohen intellektuellen Begabungen geben.

Die Begabtenklassen starten bereits im Schuljahr 2008/09, also bereits im kommenden Schuljahr mit maximal zwei ersten Klassen. Ziel ist es, den besonderen Wünschen von begabten Schülern entgegen zu kommen und sie optimal zu fördern. Daher wird es zu Änderungen gegenüber dem Regelunterricht kommen. Grundsätzlich basiert das Modell der Keimgasse auf den drei Grundprinzipien der Begabtenförderung: Akzeleration (Beschleunigung des Unterrichts, d.h. der Lerninhalt wird schneller vermittelt als im Regelunterricht), Compacting (Verdichten) und Enrichment (Anreicherung durch vielfältige Angebote, die sich an den individuellen Interessen der Kinder orientieren). In der Praxis bedeutet dies, dass die Unterstufe von 4 auf 3 Jahre zusammengefasst wird, alle begabten Schüler somit eine Klasse überspringen. Neben den Lerninhalten nimmt die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen, insbesondere der sozialen und kommunikativen Kompetenzen, einen zentralen Stellenwert an der Keimgasse ein. Der Lehrer fungiert in diesem Modell als Coach und Mentor. Jeder Schüler hat seinen Kontaktlehrer, jede Klasse wird von einem drei- bis vierköpfigen Lehrerteam betreut.

"Uns war es schon immer ein zentrales Anliegen, nicht nur die Schwachen zu fördern, sondern all unseren Schülern eine Plattform zu bieten, ihre teils außergewöhnlichen Begabungen zu entdecken und zu entfalten", so Direktorin Margarete Zelfel. "Gerade bei intellektuell hochbegabten Schülern ist es auch für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit enorm wichtig, ihnen ein ihren Talenten entsprechendes Lernumfeld zu bieten. In Bereichen wie Sport oder Musik ist das unbestritten, warum wird unseren klugen Köpfen nicht auch optimale Förderung zugestanden? Mit unseren Begabtenklassen versuchen wir das."

Wer als einer von maximal(!) 24 Schülern in einer der zwei geplanten Begabtenklassen sitzen will, nimmt am dreiteiligen Aufnahmeverfahren im Frühjahr 2008 teil. "Unterschiedliche Begabungen zu erkennen ist nur ein Aspekt", erklärt Dagmar Simon, ECHA-Lehrerin an der Keimgasse, "ebenso wichtig ist, Motivation und Arbeitshaltung des Schülers in standardisierten Tests zu ermitteln, bevor im persönlichen Gespräch festgestellt wird, ob der Schüler zu uns passt. Und ob wir zum Schüler passen. Das muss auch bei höchster Begabung nicht der Fall sein."

Vor sozialen Spannungen zwischen den Schülern der Begabtenklassen und der Regelklassen fürchtet man sich in der Keimgasse nicht. So besuchen die Schüler etwa gemeinsam den Turnunterricht, auch Schulveranstaltungen wie Schikurse werden selbstverständlich gemeinsam durchgeführt. "Wir werden diesem Thema offensiv begegnen. Keimgassen-Schüler haben grundsätzlich allerdings eine positive Einstellung zum Lernen und zu Leistung. Und dass Schüler, die in den Begabtenklassen den Stoff von 4 Jahren in 3 Jahren absolvieren, Großes leisten, wird von ihren Mitschülern sicher anerkannt", vertraut Direktorin Zelfel in die soziale Kompetenz ihrer Schüler. So gilt das Motto der Begabtenklassen wohl für alle Schüler der Keimgasse: "Lernen aus Leidenschaft".

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