Wiener Auszeichnung für Paul Badura-Skoda und Jürgen Messensee

Wien (OTS) - Zwei herausragende Persönlichkeiten wurden am
Mittwoch im Wiener Rathaus ausgezeichnet: Der Pianist Paul Badura-Skoda und Jürgen Messensee, bildender Künstler, erhielten das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien".****

"Paul Badura-Skoda ist einer der bedeutendsten Pianisten Österreichs und ein mustergültiger Interpret der Wiener Klassik. Jürgen Messensee hat als authentischer Künstler ein unvergleichliches Werk geschaffen", würdigte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Ausgezeichneten. "Beide Künstler streben danach, mit den je eigenen Mitteln zu den wesentlichen Fragen des Lebens vorzudringen. Beiden gemeinsam ist auch, dass sie im Schaffensprozess eine Verbindung zum Transzendenten herstellen".

Helmut Zilk, Bürgermeister und Unterrichtsminister a. D., der in seiner Laudatio auch auf die gemeinsame Schulzeit mit Badura-Skoda einging, hob besonders dessen künstlerisches Wirken mit den Größen der Musikwelt hervor: "Die Dirigenten Karl Böhm, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Seiji Ozawa und Kent Nagano waren seine Partner".

Jürgen Messensee sei eine der aussagekräftigsten Künstlerpersönlichkeiten Österreichs. In seiner Kunst bietet er nicht Lösungen an, sondern stellt Fragen nach der Wirklichkeit, Körperlichkeit, Transzendenz, sagte Laudator Prof. Wolfgang Bandion.

Biographie Paul Badura-Skoda

Paul Badura Skoda, geboren 1927 in Wien, erhielt den ersten Musikunterricht im Alter von sechs Jahren, wurde 1937 Klavierschüler von Viola Thern und studierte von 1945 bis 1948 am Wiener Konservatorium Klavier und Dirigieren. Schon 1947 erhielt er den ersten Preis für Klavierspiel im Österreichischen Musikwettbewerb. Nach dem Konservatoriumsabschluss mit Auszeichnung begann er seine Konzerttätigkeit, besonders als Mozart- und Beethoven-Interpret, studierte aber gleichzeitig noch in Luzern bei Edwin Fischer. Neben seiner solistischen Tätigkeit trat Badura-Skoda auch häufig in verschiedenen Ensembles als Kammermusiker hervor; mit Jörg Demus als Partner wurde er zum weltweit bekannten Interpreten vierhändiger Klaviermusik.

Biographie Jürgen Messensee

Jürgen Messensee wurde 1936 in Wien geboren. Von 1955 bis 1960 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Sergius Pauser. Messensee gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern in Österreich, die sich in ihrem Werk mit der Wirklichkeitserfassung und Wirklichkeitsmitteilung auseinandersetzen. Er stellt sich die Frage, "wie Information über Wirklichkeit unter den Bedingtheiten unserer Zeit durch Malerei mitgeteilt werden kann." Dabei ist Messensee beeinflusst von alten Meistern wie Diego Velázquez und beschäftigt sich vor allem mit dem weiblichen Akt und dem Kopf, der häufig allein auf den Mund reduziert erscheint.

Zahlreiche Galerien im In- und Ausland zeigten und zeigen Messensees Arbeiten. In den verschiedensten österreichischen Ausstellungshäusern war und ist Messensee präsent, wie 1990 in der Albertina und 1993 im Kunsthistorischen Museum, wiederholte Male in der Neuen Galerie der Stadt Linz (Linz) und in der Galerie im Traklhaus (Salzburg). In der Sammlung Essl (Klosterneuburg) waren Arbeiten Messensees bereits dreimal zu sehen, zuletzt wurde ihm dort 2006 anlässlich seines 70. Geburtstags eine große Personale unter dem Titel "Messensee - Zoom" gewidmet, die von seiner Tochter Caroline Messensee kuratiert wurde. (Schluss) rar

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