• 28.11.2007, 14:31:12
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Wiener Auszeichnung für Paul Badura-Skoda und Jürgen Messensee

Wien (OTS) - Zwei herausragende Persönlichkeiten wurden am
Mittwoch im Wiener Rathaus ausgezeichnet: Der Pianist Paul
Badura-Skoda und Jürgen Messensee, bildender Künstler, erhielten das
"Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien".****

"Paul Badura-Skoda ist einer der bedeutendsten Pianisten
Österreichs und ein mustergültiger Interpret der Wiener Klassik.
Jürgen Messensee hat als authentischer Künstler ein unvergleichliches
Werk geschaffen", würdigte Wiens Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny die Ausgezeichneten. "Beide Künstler streben danach,
mit den je eigenen Mitteln zu den wesentlichen Fragen des Lebens
vorzudringen. Beiden gemeinsam ist auch, dass sie im Schaffensprozess
eine Verbindung zum Transzendenten herstellen".

Helmut Zilk, Bürgermeister und Unterrichtsminister a. D., der in
seiner Laudatio auch auf die gemeinsame Schulzeit mit Badura-Skoda
einging, hob besonders dessen künstlerisches Wirken mit den Größen
der Musikwelt hervor: "Die Dirigenten Karl Böhm, Lorin Maazel, Zubin
Mehta, Seiji Ozawa und Kent Nagano waren seine Partner".

Jürgen Messensee sei eine der aussagekräftigsten
Künstlerpersönlichkeiten Österreichs. In seiner Kunst bietet er nicht
Lösungen an, sondern stellt Fragen nach der Wirklichkeit,
Körperlichkeit, Transzendenz, sagte Laudator Prof. Wolfgang Bandion.

Biographie Paul Badura-Skoda

Paul Badura Skoda, geboren 1927 in Wien, erhielt den ersten
Musikunterricht im Alter von sechs Jahren, wurde 1937 Klavierschüler
von Viola Thern und studierte von 1945 bis 1948 am Wiener
Konservatorium Klavier und Dirigieren. Schon 1947 erhielt er den
ersten Preis für Klavierspiel im Österreichischen Musikwettbewerb.
Nach dem Konservatoriumsabschluss mit Auszeichnung begann er seine
Konzerttätigkeit, besonders als Mozart- und Beethoven-Interpret,
studierte aber gleichzeitig noch in Luzern bei Edwin Fischer. Neben
seiner solistischen Tätigkeit trat Badura-Skoda auch häufig in
verschiedenen Ensembles als Kammermusiker hervor; mit Jörg Demus als
Partner wurde er zum weltweit bekannten Interpreten vierhändiger
Klaviermusik.

Biographie Jürgen Messensee

Jürgen Messensee wurde 1936 in Wien geboren. Von 1955 bis 1960
studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Sergius
Pauser. Messensee gehört zu den führenden zeitgenössischen Malern in
Österreich, die sich in ihrem Werk mit der Wirklichkeitserfassung und
Wirklichkeitsmitteilung auseinandersetzen. Er stellt sich die Frage,
"wie Information über Wirklichkeit unter den Bedingtheiten unserer
Zeit durch Malerei mitgeteilt werden kann." Dabei ist Messensee
beeinflusst von alten Meistern wie Diego Velázquez und beschäftigt
sich vor allem mit dem weiblichen Akt und dem Kopf, der häufig allein
auf den Mund reduziert erscheint.

Zahlreiche Galerien im In- und Ausland zeigten und zeigen
Messensees Arbeiten. In den verschiedensten österreichischen
Ausstellungshäusern war und ist Messensee präsent, wie 1990 in der
Albertina und 1993 im Kunsthistorischen Museum, wiederholte Male in
der Neuen Galerie der Stadt Linz (Linz) und in der Galerie im
Traklhaus (Salzburg). In der Sammlung Essl (Klosterneuburg) waren
Arbeiten Messensees bereits dreimal zu sehen, zuletzt wurde ihm dort
2006 anlässlich seines 70. Geburtstags eine große Personale unter dem
Titel "Messensee - Zoom" gewidmet, die von seiner Tochter Caroline
Messensee kuratiert wurde. (Schluss) rar

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Dr. Renate Rapf
   Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
   Tel.: 4000/81 175
   E-Mail: renate.rapf@wien.gv.at

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