- 28.11.2007, 13:27:02
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Österreich verschenkt 1700 Windkraftanlagen
1,5 Mia. Euro muss Österreich Strafe zahlen - CO2 Reduktion mit Windkraft in Österreich ist nicht teurer als Zertifikatszukauf
Wien (OTS) - Wie nun auch von den Medien in den letzten Tagen
aufgezeigt wurde,
muss Österreich aufgrund der weit verfehlten Klimaziele 125 Mio.
Tonnen CO2-Ausgleichsmaßnahmen in Form von Zertifikaten und anderen
Mechanismen zukaufen. Internationale Projekte, die 45 Mio. Tonnen CO2
reduzieren sollen, werden bereits zugekauft. Für die restlichen 80
Mio. Tonnen CO2 rechnet Wifo-Experte Stefan Schleicher,
Klimabeauftragter der Bundesregierung, "im allergünstigsten Fall"
mit 18 Euro pro Tonne. An der Börse liegen Preise für Zertifikate
heute bei ca. 23 Euro je Tonne mit stark steigender Tendenz.
Mit den sich daraus ergebenden 1,5 Milliarden Euro an
Steuergeldern, die wir mindestens an Projekte im Ausland
verschenken, könnte man im Inland 2.400 MW Windkraftleistung, also
ca. 1.700 Windkraftanlagen in Österreich fördern. Zum Vergleich:
Österreich hat jetzt 613 Windkraftwerke mit einer Gesamtleistung von
982 MW Windkraft.
Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft: "Gerechnet
auf die Lebensdauer von 20 Jahren einer in Österreich aufgestellten
Windkraftanlage betragen die CO2-Vermeidungskosten nur 20,7 Euro pro
Tonne CO2. Fix und ohne Preisrisiko - mit Wertschöpfung im Inland,
starken Arbeitsplatzeffekten und erhöhter Rohstoffunabhängigkeit. Es
ist völlig absurd, dass wir derzeit nur Geld ans Ausland verschenken
und im Inland keine Maßnahmen ergreifen um CO2 durch vermehrten
Ökostromeinsatz einzusparen. Dazu ist endlich eine tiefgreifende und
ernstgemeinte Reform des Ökostromgesetzes notwendig. Die Totgeburt
des vom Wirtschaftsministerium am Freitag ausgesandten
Novellenentwurfes ist für einen weiteren Ökostromausbau in Österreich
dazu völlig ungeeignet."
Rückfragehinweis:
Mag. Stefan Moidl, IG Windkraft
Tel. +43 676 3707820, mailto:s.moidl@igwindkraft.at
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