- 28.11.2007, 12:43:28
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Chirurgie Bludenz nimmt in der Proktologie Vorreiterstellung ein
Österreicher als Kompetenzträger für internationales proktologisches Zentrum

Bludenz/Athen (OTS) - In Athen entsteht derzeit ein
internationales Zentrum für Proktologie, eine Institution, die sich
mit Erkrankungen des Enddarms beschäftigt. Die eigens gegründete
Greek Foundation arbeitet eng mit internationalen Universitäten und
europäischen Gesundheitsministerien zusammen. Im wissenschaftlichen
Beirat fungiert auch das Team der Chirurgie Bludenz rund um Primar
Matthias Scheyer. Primar Scheyer und sein Ärzteteam erarbeiten
gemeinsam mit den griechischen Experten neue Methoden im Bereich der
Proktologie.
Schöne Bestätigung der Arbeit der Chirurgie Bludenz: Bei der
Gründung des internationalen proktologischen Zentrums fungiert das
Team um Primar Scheyer als Kompetenz-Partner speziell für
Hämorrhoidalleiden. Das neue proktologische Zentrum in Griechenland
soll zukünftig neben den Aufgaben "Forschung und Bildung" vor allem
auch eine Kommunikationsplattform sein. Unter der Leitung von
Professor Giorgos Grigoriadis, Initiator des Zentrums aus Athen,
werden die Kompetenzen auf dem Gebiet der Proktologie gebündelt und
gezielt verbreitet. Die Proktologie beschäftigt sich mit den
Erkrankungen des Enddarms. Die Chirurgie Bludenz leistet einen
wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung einer neuen, schonenden
Methode zur Behandlung von Hämorrhoiden aller Schweregrade. Primar
Scheyer und Oberarzt Steffen Arnold tauschen sich bei regelmäßigen
Schulungs- und Forschungstreffen mit international anerkannten
Spezialisten aus. Sie testen und verbessern neue Techniken für
verschiedenste Erkrankungen des Enddarms.
Tabuthema Enddarmerkrankungen
Die Aufklärung der Öffentlichkeit steht bei dieser Plattform
sicher im Mittelpunkt. "Es ist für die Chirurgie Bludenz eine
ehrenhafte Aufgabe aber auch eine große Bestätigung, als
Know-how-Partner bei diesem nachhaltigen Projekt von Anfang an dabei
zu sein", freut sich Primar Matthias Scheyer. "Dank neuartiger,
schonender Behandlungsmethoden für Enddarmerkrankungen, wie
beispielsweise Hämorrhoiden, begeben sich immer mehr Menschen in
Behandlung. Doch proktologische Leiden sind in der Öffentlichkeit
nach wie vor ein großes Tabuthema. Aufklärung ist daher enorm
wichtig. Allein das Hämorrhoidalleiden gehört zu den häufigsten
Krankheiten der westlichen zivilisierten Welt: Etwa die Hälfte aller
über 50-jährigen Menschen hat Erfahrung mit dem Leiden",
unterstreicht der Oberarzt der Chirurgie Bludenz, Steffen Arnold, die
Brisanz des Themas. Erst im Februar dieses Jahres veranstaltete die
Greek Foundation ein internationales Treffen in Athen, bei dem es
auch darum ging, Maßnahmen für eine Enttabuisierung des Themas zu
erörtern. Mit dabei waren beispielsweise Vertreter des Brüsseler
Gesundheitsministeriums, internationale Medien wie BBC und Reuters
strahlten die Tagung im Fernsehen aus, während Vertreter mehrerer
EU-Gesundheitsministerien und verschiedene Medizinische Verbände die
Veranstaltung live im Internet verfolgten.
Chirurgie Bludenz leistet seit vielen Jahren Pionierarbeit
Auf dem Gebiet der operativen Behandlung von Hämorrhoiden nimmt
die Chirurgie Bludenz seit Jahren eine Sonderstellung ein. Die
Errungenschaft des Teams um Primar Matthias Scheyer ist die
Entwicklung und Etablierung der "Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur"
(HAL). Die HAL als minimal-invasives Verfahren brachte vor fünf
Jahren die Behandlung von Hämorrhoiden auf ein neues Niveau.
Minimal-invasive Chirurgie steht für besonders schonende operative
Eingriffe, bei denen Haut und Weichteile nur minimal verletzt werden.
War früher die operative Behandlung von Hämorrhoiden schmerzhaft,
langwierig und kompliziert, ist die HAL eine grundlegende Neuerung:
"Das Grundinstrument zur HAL hat Dr. Morinaga aus Japan gebaut. Sein
Gerät haben wir 2000 nach Europa geholt und schließlich marktreif
gemacht, wodurch sich die Chirurgie Bludenz auf dem Gebiet der
Proktologie etablierte. Angespornt durch die Erfolge mit dieser
schonenden Methode entwickelten wir daraus ein komplettes
Operationskonzept, das "Recto-Anal-Repair", kurz RAR. Es ist bei
allen Schweregraden von Hämorrhoiden anwendbar. Dieses
Operationskonzept wird aktuell in einer unabhängigen Studie
internationaler Universitäten geprüft", erklärt Primar Scheyer den
Status Quo.
Neue Methode bei Stuhlinkontinenz
Durch die Auseinandersetzung mit Hämorrhoidalleiden befasst sich
die Chirurgie Bludenz automatisch auch mit anderen proktologischen
Leiden, wie zum Beispiel der Stuhlinkontinenz: Eine Krankheit, die
bei Patientinnen und Patienten großes Leid und beträchtliche
Einschränkungen verursacht. Als erste Abteilung in Westösterreich
setzten die Bludenzer die Methode der sakralen Nervenstimulation
(SNS) ein. Ebenfalls ein minimal-invasives Verfahren, bei dem eine
Elektrode den Schließmuskel um den After stimuliert und so
unkontrollierten Stuhlabgang verhindert. "Diese Methode ist noch sehr
neu. In Bludenz haben wir bereits 16 Implantate erfolgreich gesetzt",
erklärt Primar Matthias Scheyer. Das erfreuliche für die Patienten:
Das Verfahren, das erst nach erfolgloser konservativer Behandlung in
geeigneten Fällen zum Einsatz kommt, wird von der Krankenkasse
unterstützt.
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Rückfragehinweis:
Fachliche Rückfragen bitte an
Primar Dr. Matthias Scheyer
mailto:mathias.scheyer@lkhz.at
Tel.: 05552 603 2401
Abteilung für Chirurgie
Landeskrankenhaus Bludenz
www.lkhz.at/chirurgie
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Martin Dechant
Tel.: 05572 398811
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