- 28.11.2007, 12:35:35
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SP-Stürzenbecher: Wien schaut auf seine Gemeindebauten
Heuer 576 Millionen Euro für bauliche Sanierungen - ÖVP-Kritik reine Polemik
Wien (SPW-K) - "Die Wiener Gemeindewohnungen bieten für ihre
BewohnerInnen moderne Wohnqualität zu leistbaren Mieten. Sie tragen
wesentlich dazu bei, dass es in Wien keine Wohnungsnot und keine
Ghetto-Bildung wie in anderen Großstädten gibt. Der Wiener soziale
Wohnungsbau hat seit mehr als achtzig Jahren eine weltweite
Vorbildwirkung. Die in jüngster Zeit von der Wiener ÖVP verstärkte
Kritik an den Gemeindewohnungen entbehrt jedes sachlich fundierten
Hintergrunds und ist nichts anderes als allein von parteitaktischen
Motiven bestimmte Polemik alles und jedes in Wien schlecht zu reden",
reagierte Mittwoch der Wohnensprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Dr.
Kurt Stürzenbecher, im Pressedienst der SPÖ Wien auf die Aussagen von
VP-Stadtrat Walter, VP-NR-Abg. Maier sowie der Klubobfrau der
VP-Flordifsdorfer, Mayrhofer über den sozialen Wohnbau in Wien.
Der Feldzug der Wiener ÖVP gegen die Wiener Gemeindebauten, so
Stürzenbecher, sei so alt wie diese selbst. In den zwanziger Jahren
des vergangenen Jahrhunderts kündigten die Politiker der
Christlich-Sozialen-Partei, die Vorgängerpartei der Wiener ÖVP,
laufend an, dass die Gemeindebauten ohnehin - weil sie aus schlechtem
Material errichtet worden wären - bald in sich zusammenstürzen
würden. Stürzenbecher: "Die Geschichte hat diese Befürchtungen auf
für die Konservativen peinliche Weise widerlegt. Auch heute gleicht
die Kritik der Wiener ÖVP eher einem Wunschdenken als der Realität,
die Gemeindebauten befinden sich in der Regel in sehr gutem
Bauzustand und werden dort, wo dies notwendig ist, laufend saniert",
hob der Gemeinderat hervor. "Weder befindet sich der soziale Wohnbau
in Wien, wie von Walter behauptet, in einer Krise, noch sind
Missstände und Mängel im Gemeindebau an der Tagesordnung und befinden
sich viele Gemeindebausiedlungen in baulich sehr schlechtem Zustand",
wies Stürzenbecher die "generalisierende" Kritik der ÖVP vehement
zurück.
Im heurigen Jahr 576 Millionen Euro für Gemeindebausanierungen
"Wie intensiv sich die Stadt für Erhaltungs- bzw.
Sanierungsarbeiten und die Standardanhebung für ihre
Gemeindewohnungen engagiert, untermauern die Zahlen, Daten und
Fakten", setzte Stürzenbecher fort. "Wiener Wohnen investiert im
heurigen Jahr im Baubereich für Gemeindewohnungen insgesamt 576
Millionen Euro. Derzeit sind Sanierungen in 272 Projekten mit einem
Kostenerfordernis von 766 Millionen Euro in Vorbereitung, heuer wurde
mit 23 Projekten, Kostenaufwand 37,3 Millionen Euro, begonnen,
derzeit laufen insgesamt 88 Sanierungen, die 181 Millionen Euro
erfordern. Von Jänner bis November des heurigen Jahres wurden von
Wiener Wohnen rund 192.000 Aufträge vergeben. Um noch mehr Wohnungen
für die Wiener Bevölkerung bereit stellen zu können, werden neben den
umfangreichen Sanierungen auch Dachausbauten forciert. Zudem wird bei
jährlich rund 4.500 Gemeindewohnungen eine
Ausstattungs-Standardanhebung auf die beste Wohnenkategorie A
vorgenommen. Immerhin werden rund 10.000 Gemeindewohnungen pro Jahr
vergeben", informierte Stürzenbecher.
In weiteren Verlauf seiner Ausführungen wies der Politiker zudem
darauf hin, dass ein besonderer Schwerpunkt auf der
thermisch-energetischen Wohnhaussanierung (Thewosan) der
Gemeindebauten liege. Derzeit liefen, so der Mandatar, die
Vorarbeiten dafür in 190 Städtischen Wohnhausanlagen mit rund 25.000
Wohnungen. Die Gesamtkosten dafür würden sich auf ca. 372 Millionen
Euro belaufen, das Land Wien werde die Sanierungsmaßnahmen mit rund
65 Mio. Euro fördern.
Zwtl. Vieles, was die ÖVP im Bereich Mieterservice fordert, geschieht
bereits längst
Nicht zuletzt wies Stürzenbecher darauf hin, dass vieles von dem,
was die Wiener ÖVP auch heute wieder gefordert hätte, bereits längst
geschehe. So würden die Serviceeinrichtungen für
Gemeindewohnungsmieter laufend erweitert, wie ebenso die
Informationen für die Mieterbeiräte intensiviert. Auch bestünde eine
transparente und damit nachvollziehbare Vergabe der
Gemeindewohnungen. Ablehnend äußerte sich Stürzenbecher zu den
Wünschen der ÖVP nach einer Neuorganisation des Call Centers von
Wiener Wohnen, zur durchgehenden Privatisierung der Verwaltung aller
Gemeindewohnungen sowie zu einem Verkauf der Reihenhäuser der Stadt
Wien.
Als "absolut unseriöse Prophezeiung, die auf das schärfste
zurückgewiesen werden muss, weil sie auf unverantwortliche Weise
versucht, Ängste von Menschen zu schüren", bezeichnete Stürzenbecher
die Aussage von VP-Stadtrat Walter, wenn sich nicht bald etwas im
Sinne der ÖVP-Forderungen im Gemeindebau ändere, werde es in Wien
bald Zustände wie in Paris geben. "Diese Behauptung unterstreicht
einmal mehr, dass es der Wiener ÖVP gar nicht um Sachpolitik, sondern
allein um das Schlechtreden der bemerkenswerten Leistungen Wiens auch
auf dem Gebiet des so verdienstvollen sozialen Wohnbaus geht",
schloss Stürzenbecher. (Schluss)
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