Richtige Kleidung am Schulweg kann Leben retten: Kind mit Reflektoren um 100 Meter früher zu sehen

30 Jahre Schülerunfallversicherung durch die AUVA

Wien (OTS) - So wichtig die aktuelle Diskussion um Kinderrechte
ist: wir können sofort einiges zum Schutz unserer Kinder unternehmen. Laut AUVA Statistik stagniert seit dem Jahr 2002 leider die Unfallrate bei den Schulkindern: sie liegt in Österreich bei 51 bis 54 Unfällen auf 1.000 Schüler - für Wien, Niederösterreich und Burgenland schwankt sie zwischen 51 bis 56. In der dunklen Jahreszeit, bei Regen, Schnee und Glatteis steigt die Unfallgefahr am Schulweg. So passieren in den Monaten Oktober bis März sowie zwischen fünf und neun Uhr die meisten Schulwegunfälle. In den Morgenstunden kam es im Jahr 2006 zu zwei von drei tödlichen Schulwegunfällen. Die Unfallverhütungsexperten der AUVA Landesstelle Wien erinnern, dass helle und reflektierende Kleidung sowie rutschfeste Schuhsohlen bereits helfen können.

Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn Kinder für Autofahrer besser sichtbar wären. Reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit um mehr als 100 Meter. Dazu einige Fakten:

  • Ein dunkel gekleidetes Kind, das zu Fuß unterwegs ist, wird in der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht im Abblendlicht vom Autofahrer erst aus 25 bis 30 Meter wahrgenommen. Je nach Witterung und Geschwindigkeit können diese 30 Meter zu wenig sein, um rechtzeitig anzuhalten oder auszuweichen.
  • Hell und kontrastreich gekleidet wird das Kind vom Autofahrer aus einer Entfernung von 40 bis 50 Metern erkannt.
  • Ein Kind mit reflektierender Kleidung kann bereits aus einer Entfernung von 130 bis 160 Metern gesehen werden.

Tipps für die Eltern - vielleicht für Weihnachtsgeschenke:

  • Kleiden Sie sich und Ihr Kind so hell wie nur möglich. Im Handel gibt es Jacken, Anoraks, Mützen, Schuhe etc mit bereits eingearbeitetem reflektierendem Material.
  • Bereits vorhandene Kleidung kann mit Reflexmaterialien der "Aktion mach dich sichtbar" oder Pendelblitzen, reflektierenden Klebern, Anhängern etc. nachgerüstet werden. Wichtig ist, die Applikationen nicht nur vorne oder hinten anzubringen sondern auch seitlich - damit die reflektierenden Accessoires auch beim Überqueren der Fahrbahn von den Autolenker wahrgenommen werden.
  • Die Schultaschen und Rucksäcke sollten auffällige, helle Farben haben und auf der Vorderseite, den Seitenteilen und den Tragriemen mit lichtreflektierenden Flächen ausgestattet sein.
  • Kinder unbedingt beim Aussuchen der Bekleidung und der reflektierenden Anhänger mitentscheiden lassen. So haben sie mehr Spaß am Tragen und passen besser auf ihre Sachen auf.
  • Bei regnerischem Wetter leuchtende Regenbekleidung und reflektierende Schirme verwenden.

Es kommt aber nicht nur auf die richtige Kleidung an, sondern vor allem auf das richtige Verhalten, d.h. unbedingt Ampel und Zebrastreifen nutzen, auf Landstraßen links gehen und nicht an unübersichtlichen Stellen queren.

Um den Kindern zu helfen, die Gefahren am Schulweg richtig einzuschätzen, finanziert die AUVA Verkehrssicherheitsaktionen ab dem ersten Schultag. Zum Beispiel laufen seit rund 25 Jahren gemeinsam mit dem ÖAMTC die Aktionen "Blick und Klick" und "Hallo Auto" mit großem Erfolg in den Volksschulen. Sturz oder Fall können auch Ursachen für Schulwegunfälle sein. Bis zum Schulschluss 2008 bietet die AUVA Schulen spezielle Programme im Rahmen der Aktion "Baba und fall net" an. Nähere Informationen für Lehrer und Eltern gibt es auf der AUVA Homepage www.auva.at und beim Unfallverhütungsdienst zum Beispiel für Wien, Niederösterreich und Burgenland unter der Telefonnummer (01) 33133-252.

Die AUVA unterstützt auch die Aktion "Mach dich sichtbar" des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. SchülerInnen der 1. bis 4. Schulstufen sollen animiert werden, auf der Straße reflektierende Materialien zu tragen. Lustige Reflexbänder und Buttons zum Aufnähen und Aufbügeln können in der Schule zum Selbstkostenpreis erworben werden, um damit Kleidung und Schultaschen zu schmücken und sichtbarer zu machen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nähere Informationen: www.machdichsichtbar.at

Als gesetzliche Schülerunfallversicherung übernimmt die AUVA im Fall des Falles die Kosten für die Behandlung nach einem Unfall im Wirkungsbereich der Schule bis zur Rentenzahlung. Über die Leistungen nach einem Schulunfall in Wien, Niederösterreich und Burgenland informiert die Leistungsabteilung der AUVA Landesstelle Wien unter der Telefonnummer (01) 33133-375. Im Internet finden Sie darüber nähere Informationen unter dem Pfad www.auva.at/Leistungen/Versicherungsschutz/Schüler und Studenten.

30 Jahre Schülerunfallversicherung durch die AUVA - 30 Jahre Soziale Sicherheit

Seit 1977 sind Schüler und Studenten kraft Gesetzes durch die Allgemeine Unfallversicherung (AUVA), die soziale Unfallversicherung geschützt - in der sozialen Krankenversicherung sind sie bei ihren Eltern (noch) mitversichert. Für die soziale Unfallversicherung der AUVA werden keine Beiträge eingehoben - sie wird aus dem Familienlasten-Ausgleichsfonds und aus den Beiträgen der Unternehmen finanziert. In den Schulen allenfalls kassierte Beiträge dienen zum Abschluss kollektiver Privat-Unfallversicherungen, die den nicht sozialversicherten Lebensbereich abdecken sollten.

Geschützt sind Unfälle, die mit der Ausbildung in einem ursächlichen Zusammenhang stehen (z. B. bei der Teilnahme an Unterrichtsveranstaltungen, Exkursionen, Wandertagen, Sport- und Projektwochen und schulbezogenen Veranstaltungen). Der Versicherungsschutz gilt auch für Unfälle auf dem Weg zur Schule oder Universität sowie zu den erwähnten Schulveranstaltungen bzw. auf dem Heimweg von dort.

Der Unfall muss der AUVA gemeldet werden, damit Leistungen erbracht werden können. Die Schuldirektion bzw. der Träger der Einrichtung, in der die Ausbildung erfolgt, ist gesetzlich zur Meldung von Unfällen verpflichtet. Die Meldung ist an die örtlich zuständige Landesstelle oder Außenstelle der AUVA zu richten. Diese Kundendienst-Stellen stehen auch für Auskünfte zur Verfügung.

Die AUVA erbringt folgende Leistungen: Verhütung von Schülerunfällen und Berufskrankheiten Vorsorge für Erste Hilfe Unfallheilbehandlung Rehabilitation Entschädigung nach Arbeits- und Schülerunfällen und Berufskrankheiten Vorsorge für arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung Forschung nach den wirksamsten Methoden und Mitteln zur Erfüllung dieser Aufgaben.

Die AUVA Landesstelle Wien finden Sie im Internet unter www.auva.at/wien .

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth, GWK,
Tel.: (02242) 38300, (0676) 33 24 879
E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at

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