• 28.11.2007, 09:52:52
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Bures verleiht Käthe Leichter-Staatspreis

Bures: Lohndiskriminierung ist Herausforderung der nächsten Jahre

Wien (SK) - Frauenministerin Doris Bures überreichte der
Wirtschaftsprofessorin Margaretha Kreimer am Dienstagabend im
Bundeskanzleramt den Käthe Leichter-Staatspreis für Frauenforschung,
Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt. Der
Käthe Leichter-Staatspreis und die vier weiteren Käthe
Leichter-Preise zeichnen "hervorragende Wissenschafterinnen" aus und
sollen Frauen ermutigen wissenschaftlich zu forschen. Neben Kreimer,
die für ihre genderspezifischen Untersuchungen des Arbeitsmarktes
ausgezeichnet wurde, erhielten auch Christine Wächter, Ilse Korotin,
Brigitte Lehmann und Andrea Leitner einen Käthe Leichter-Preis. Bures
betonte, dass "der Kampf gegen Lohndiskriminierung" für sie "zentrale
politische Herausforderung" sei.****

Nach wie vor seien "Frauen in der Forschung viel weniger sichtbar
als Männer und ihre Leistungen werden weniger vor den Scheinwerfer
gestellt", bemängelte Bures. Gerade hier setze der Käthe Leichter -
Preis an "er richtet sich ausschließlich an Frauen, um hier ein
Gegengewicht zu setzen", betonte die Frauenministerin. Durch den
Preis sollen "Frauen ermutigt werden Forschungen im
wissenschaftlichen Bereich zu führen, oder zu beginnen".
Ausgezeichnet werden sollen vor allem "verdiente Wissenschafterinnen,
die Erfahrung haben und als Vorbilder auch Ansporn für Jüngere sein
sollen", betonte Bures.

Käthe Leichter war wissenschaftlich und politisch Kämpferin
für Frauen

Bures erinnerte auch an die Namensgeberin des Preises: Käthe
Leichter. Sie sei eine "Kämpferin für Frauen, auf wissenschaftlicher
und politischer Ebene" gewesen und fraglos eine "der bedeutendsten
Frauen im politischen Leben der I. Republik". "Ihr Einsatz galt
denjenigen, die unter schwersten Bedingungen ihren Lebensunterhalt
verdienten: den Arbeiterinnen", resümierte Bures. Leichter habe sich
"wissenschaftlich mit der Situation der Arbeiterinnen auseinander
gesetzt und war richtungweisend für viele Forscherinnen und politisch
aktive Frauen nach ihr", so die Ministerin. Käthe Leichter wurde mit
45 Jahren, im Jahr 1942, im Konzentrationslager Ravensbrück ermordet.
Leichters Leben und Wirken solle "nie vergessen werden", deshalb
"führe ich die 15-jährige Tradition der Verleihung nun wieder mit
Freude fort", bekräftigte Bures.

Die Preisträgerin Kreimer habe es "durch die Veröffentlichung
zahlreicher Publikationen geschafft, Geschlechterstudien
voranzutreiben und erreicht, dass Gender Einzug in die Wirtschaft
findet", lobte Bures. Solche Ansätze seien es, die
"Diskriminierungen, die Frauen am Arbeitsmarkt erleben, aufdecken".
Für Bures sei der Kampf gegen Lohndiskriminierung "eine zentrale
politische Herausforderung und zentrales Thema der kommenden Jahre".
Abschließend gratulierte die Frauenministerin der "Mitstreiterin im
Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter" und den weiteren vier
Preisträgerinnen. (Schluss) ar

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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