- 26.11.2007, 12:39:03
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Pirker: Gefahr durch Drogen an Schulen ernst nehmen!
Kampf gegen Drogen ist untrennbarer Bestandteil des Kampfs gegen Gewalt
Brüssel/Klagenfurt, 26. November 2007 (ÖVP-PD) "Für viele
Schülerinnen und Schüler in Österreich ist die Gefahr durch Drogen an
unseren Schulen eines der größten Probleme. Nicht nur in Österreich,
sondern auch in der ganzen Europäischen Union hat tatsächlich vor
allem der Cannabis-Konsum stark zugenommen, jedoch unterzieht sich
nur ein Prozent aller betroffenen Jugendlichen einer entsprechenden
Therapie. Hier müssen wir dringend ansetzen, um dieses Problem
einzudämmen und die Jugendlichen besser zu schützen", sagte heute der
Sicherheitssprecher des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament,
Dr. Hubert Pirker. "Die schulischen Drogenpräventionsprogramme müssen
verstärkt werden, wir brauchen einen nationalen Drogenaktionsplan,
der im Einklang mit dem EU-Aktionsplan zur Drogenbekämpfung steht.
Drogen tun nicht nur unseren Kindern Gewalt an, sondern finanzieren
darüber hinaus Terrorismus und die Organisierte Kriminalität. Wer
diese Situation verharmlost, der handelt verantwortungslos", betonte
der Kärntner Europaparlamentarier. ****
Der letzte Woche veröffentlichte EU-Drogenbericht zeige, dass in
Österreich der Anteil der jungen Opfer zugenommen habe, bereits 45
Prozent der 197 Toten des letzten Berichtszeitraums seien jünger als
25 Jahre. "Wien liegt hier im traurigen Spitzenfeld, mit 95 Personen
starb fast jedes zweite Drogenopfer in der Hauptstadt. EU-weit ist es
nur in Österreich, Griechenland, Portugal und Finnland zu einem
Anstieg von Drogentoten gekommen - und das um 30 Prozent. Dringender
Handlungsbedarf ist daher gegeben", betonte Pirker. Gerade die
Gefahren von Cannabis dürften nicht unterschätzt werden. "Cannabis
ist nicht nur eine Einstiegsdroge, sondern kann auch die körperliche
und geistige Entwicklung von jungen Menschen schädigen. Das
Gedächtnis wird beeinträchtig, die schulische Leistung leidet - und
das genau in der wichtigen Phase von Heranwachsen und Ausbildung. Wer
Cannabis verharmlost oder gar nach einer Legalisierung ruft, handelt
verantwortungslos unseren Kindern gegenüber", so Pirker.
Der Drogen-Aktionsplan der EU sehe auf europäischer Ebene fünf
prioritäre Handlungsachsen vor, die sich um eine Koordinierung der
Drogenpolitik auf EU-Ebene, eine Reduzierung der Drogennachfrage
sowie des Drogenangebots, um eine internationale Zusammenarbeit sowie
um intensivere Information und Forschung im Drogenbereich gruppieren.
"Vor allem die Bereiche der Nachfrage- und Angebotsreduzierung müssen
wir in Österreich mit schulischen Präventionsprogrammen koppeln. An
den neuen EU-Außengrenzen müssen mit neuester Technologie
Drogenlieferungen abgefangen werden. Laser-Technologien, wie sie
Bulgarien bereits einsetzt, können binnen weniger Minuten
feststellen, um welche Drogen es sich handelt. Damit können wir das
Angebot europaweit effektiv reduzieren", sagte Pirker abschließend.
Rückfragen: Dr. Hubert Pirker MEP, Tel.: +32-2-284-5766
(hubert.pirker@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)
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