- 21.11.2007, 12:48:35
- /
- OTS0209 OTW0209
Opern-Debatte: Welser-Möst fordert mehr Geld für Philharmoniker
Mit anderem Orchester wäre sein Vertrag "lächerlich und hinfällig
Wien (OTS) - In der schwelenden Debatte um die Bezüge der Wiener
Philharmoniker in ihrer Eigenschaft als Staatsopernorchester meldet
sich nun Franz Welser-Möst, Generalmusikdirektor des Hauses ab 2010,
zu Wort. Der österreichische Stardirigent fordert in der morgen
erscheinenden NEWS-Ausgabe eine Bezugserhöhung für das Orchester:
"Das Gehalt eines Mitglieds des Staatsopernorchesters liegt 30
Prozent unter dem eines Musikers der Münchner Oper. Irgendwann wird
man sich entscheiden müssen: Will man dieses einzigartige Orchester
haben? Dann muss man auch etwas dafür tun. Nur darauf stolz sein ist
zu wenig."
Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg hatte zuletzt den
mittelfristige Abgang aus der Staatsoper nicht mehr ausgeschlossen:
Seit der Bundestheater-Ausgliederung im Jahr 1998 beziehen neu
engagierte Orchestermitglieder nur noch die unattraktive
ASVG-Pension, womit der finanzielle Hauptanreiz für den
Staatsoperndienst wegfiel. Sind diese neuen Orchestermitglieder
einmal in deutlicher Überzahl, droht der Abgang. Welser-Möst in NEWS:
"Wenn ich 2010 als Musikdirektor beginne, fallen schon zwei Drittel
unter die neue Pensionsregelung." Und zum möglichen Abgang: "Dieses
Szenario soll man gar nicht andenken. Aber wenn mir ein wesentlicher
Teil des Personals abhanden kommt, ist mein Vertrag nicht erfüllt,
damit lächerlich und hinfällig." Die Bereitschaft zur Einigung sieht
er intakt. "Das muss jetzt in aller Ruhe und unter Ausschluss der
Öffentlichkeit verhandelt werden. Alle sind sich einig, dass es in
erster Linie um die Kunst geht."
Holender verweist in derselben NEWS-Ausgabe auf soeben
stattgefundene Verhandlungen: "Das von der amtierenden und der
designierten Direktion gemeinsam ausgearbeitete Arbeitspapier für
einen neuen Kollektivvertrag beinhaltet die Möglichkeit einer höheren
Bezahlung des Staatsopernorchesters bei einer höheren Präsenz im
Haus. Ich habe zwar bei
der Herstellung des Papiers entscheidend mitgearbeitet, werde aber
infolge der zögerlichen Haltung der Orchesterbetriebsräte an den
Verhandlungen nicht mehr teilnehmen. Das überlasse ich gänzlich
meinem Nachfolger."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






