LT-Präs.Mader erinnerte im Tiroler Landtag an Kundgebung von Sigmundskron vor 50 Jahren

Innsbruck (OTS) - Zu Beginn des November-Landtages erinnerte der Präsident des Tiroler Landtages, Prof.Ing.Helmut Mader, heute an die am 17.November vor 50 Jahren erfolgte Kundgebung von Schloss Sigmundskron, bei der sich über 35.000 Südtiroler versammelten, um für Südtirol Gerechtigkeit zu fordern. Eine Resolution, die einstimmig genehmigt wurde, bildete den Auftakt zum Kampf für die Sicherung der Rechte des Südtiroler Volkes.
Das damalige "Los von Trient", vom späteren Landeshauptmann Dr. Silvius Magnago ausgerufen, hat dem Land in wechselvoller Geschichte schliesslich einen erheblichen Grad an Selbstverwaltung beschert. Wie Präsident Mader ausführte, ist es zur Großkundgebung von Sigmungskron gekommen, weil trotz aller Anstrengungen das inhaltlich ehedem schon sehr beschränkte Autonomiestatut vom Jahre 1948 in einigen wichtigen Teilen nicht durchgeführt wurde und weil der damalige Minister für öffentliche Arbeiten angekündigt hatte, in Bozen einen neuen Stadtteil mit 5000 Wohnungen errichten zu wollen. Die Errichtung dieser Wohnungen hätte somit eine weitere starke Zuwanderung aus dem Süden bedeutet. Deshalb hatten damals die Südtiroler das sichere Empfinden, dass ihnen Gefahr drohte und sie sich Wehr setzen mussten, und dass die damalige Autonomie niemals ein ausreichendes Instrument zum Schutz und Fortbestand ihrer Volksgruppe darstellen konnte, wie es ihnen auf Grund des Pariser Abkommens zustand.
Landtagspräsident Mader sagte dazu abschließend wörtlich: "Wir sollten uns daran erinnern, dass mit der Kundgebung von Sigmundskron vor 50 Jahren ein Wendepunkt in der Südtirol-Politik eingetreten ist und dieses Ereignis Teil unserer aktuellen Zeitgeschichte ist".

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