• 18.11.2007, 17:52:40
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Neue Mittelschule: Versuche kosten 40.000 Euro pro Jahr und Klasse

Steirisches Berechnungsmodell soll als Vorlage für andere Bundesländer dienen

Wien (OTS) - Das Bundesland Steiermark spielt bei der Vorbereitung
der Schulversuche zur Erprobung der Neuen Mittelschule eine
Vorreiterrolle: Der Landesschulrat hat dem Bildungsministerium
bereits eine Modellrechnung vorgelegt. "Es ist noch schwer zu sagen,
aber wir brauchen gegenüber einer Regelschule etwa zwölf
Werteinheiten pro Klasse und Jahr mehr", schätzt
Landesschulrats-Präsident Wolfgang Erlitz in der Tageszeitung
ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe). Zwölf Werteinheiten entsprechen rund
40.000 Euro pro Jahr und Klasse.

Die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer wird in Werteinheiten
berechnet. "Ein voller Pflichtschulposten kostet dem Dienstgeber in
etwa 45.000 Euro pro Jahr, AHS-Lehrerposten rund 65.000 Euro. Wenn
man zwölf Werteinheiten mehr braucht, dann sind das für AHS-Lehrer
fast 40.000 Euro mehr pro Jahr", rechnet Lehrergewerkschafter Herbert
Modritzky vor.

Ministerin Claudia Schmied betonte bisher stets, dass sie vorerst
mit den finanziellen Mitteln aus ihrem sieben Milliarden Budget
auskommen werde und die Neue Schule keine zusätzlichen Mittel
verschlinge. Von 1.400 Schulen mit insgesamt rund 60.000 Schulklassen
werden vorerst etwa 40 Schulen mitmachen. Dieser Schulversuch soll
bis zum Jahr 2015 dauern. Falls die Neue Schule eines Tages auf alle
betroffenen Klassen ausgeweitet würde, bedeutete das nach dieser
Schätzung einen finanziellen Mehr-Aufwand von 240 Millionen Euro pro
Jahr.

Rückfragehinweis:
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