Finanzmärkte und Verteilungsgerechtigkeit

AK Wien, Attac und die ÖGB-Verlag Fachbuchhandlung präsentierten Buch "Tobinsteuer"

Wien (ÖGB) - =

Aus Anlass der Buch-Neuerscheinung "Tobinsteuer -
Sand ins Getriebe der Finanzmärkte und Einnahmen für Entwicklung" luden Attac, Arbeiterkammer Wien und der ÖGB-Verlag am 15. November in die Fachbuchhandlung in der Wiener Rathausstraße. Unter der Moderation von Ani Degirmencioglu (Arbeiterkammer) diskutierten Autorin Cornelia Staritz, (Attac), Margit Schratzenstaller (WIFO), Klemens Riegler (Ökosoziales Forum und Global Marshall Plan), Andreas Schieder (Internationaler Sekretär der SPÖ) und Bruno Rossmann (Budget- und Finanzsprecher der Grünen).

Die Autorin Cornelia Staritz sprach sich ganz deutlich für die Tobinsteuer als wesentlichem, wenn auch nicht ausreichendem Gestaltungsparameter gerechter Verteilungspolitik aus: "Mit der aktuellen US-Hypothekenkrise setzt sich die endlose Krise der Finanzmärkte fort. Finanzmärkte müssen die Realwirtschaft unterstützen anstatt sie zu dominieren und zu destabilisieren. Sie sollen in den Dienst einer sozialen und nachhaltigen Entwicklung gestellt werden. Eine umfassende Regulierung ist hierfür nötig. Ein wesentliches Regulierungsinstrument und eine Kernforderung von Attac seit der Gründung vor zehn Jahren ist die Tobinsteuer. Sie würde die Währungsspekulation reduzieren und die internationalen Finanzmärkte stabilisieren. Weiters würde sie Einnahmen für globale Probleme wie Armut und Umweltverschmutzung bereitstellen. Das österreichische Parlament hat sich mit einem Vier-Parteien-Beschluss für die Einführung der Tobinsteuer auf EU-Ebene ausgesprochen. PolitikerInnen müssen nun endlich die Initiative ergreifen. Jedoch ist die Tobinsteuer nur der Anfang einer Debatte. Diese Steuer ist eine wichtige Maßnahme und ein längst überfälliger erster Schritt zur Regulierung der Finanzmärkte. Es braucht aber auch andere Instrumente, um zu stabilen Finanzmärkten und einer gerechten Verteilung zu kommen."

Nach der Beleuchtung der Einnahmenseite der Tobinsteuer durch Margit Schratzenstaller erklärte Andreas Schieder, dass er ein Vorantreiben der Tobinsteuer auf internationaler Basis zu seinen persönlichen Aufgaben zähle und versicherte, insbesondere auf der Ebene der europäischen Sozialdemokratie für das Thema zu mobilisieren. Nach einem großen Lob für die Autorin Cornelia Staritz und ihr Buch, das auch für Menschen mit geringem Informationsstand in dieser Thematik bestens lesbar sei, bedauerte Bruno Rossmann den Umstand, dass zahlreiche Staaten die Befürwortung der Tobinsteuer von der Zusage anderer Nationen abhängig machten, wodurch die Einführung unnötig verzögert würde. Somit gelte es, nach der Identifikation der eigentlichen Gegner der Tobinsteuer deren Widerstand durch geeignete Maßnahmen aufzubrechen. Klemens Riegler hob die Bedeutung der Erweiterung und Aktualisierung des Konzeptes hervor, wodurch zusätzlich neue Dynamik in die Behandlung des Themas und die Entscheidungsfindung zur Einführung einer Tobinsteuer käme.

SERVICE: Mehr Info zur Veranstaltung (mit Web-Album):
http://www.oegbverlag.at/servlet/ContentServer?pagename=V01/Page/Inde
x&n=V01_0.a&cid=1194875979205
FOTOS von der Veranstaltung: (Paul Sturm / ÖGB-Verlag):
http://scripts.oegbverlag.at/Fotos/Verlag/Tobinsteuer/

Zur ÖGB-Verlag Fachbuchhandlung:
Rathausstraße 21, 1010 Wien
Geöffnet Mo-Fr. 9 Uhr bis 18 Uhr
Tel: 01 / 405 49 98 / 132; Fax: 01 / 405 49 98 / 136, E-Mail:
fachbuchhandlung@oegbverlag.at
Vertrieb der Publikationen des ÖGB Verlags, umfangreiches Buchsortiment zum Thema Arbeits- und Sozialrecht, Konsumentenschutz, Politik, Soziologie und Wirtschaft, Besorgung seltener Bücher, Außendienst-Kundenbetreuung.

ÖGB, 16. November 2007 Nr. 680

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt Attac Österreich:
David Walch, Pressesprecher:
presse@attac.at
Tel: 01/544 00 10
Mobil: 0650/544 00 10
Cornelia Staritz, Autorin:
cornelia.staritz@attac.at

Kontakt ÖGB-Verlag:
Oliver Avanzini, Kommunikation
oliver.avanzini@oegbverlag.at
Tel: 01/662 32 96 - 6393
Mobil: 0664/814 63 64
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (++43-1) 534 44/
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003