ASFINAG: S 33 Kremser Schnellstraße: Start für Donaubrücke Traismauer

Wichtige Entlastung für B 19-Anrainergemeinden

Wien (OTS) - Nach Abschluss sämtlicher Vorarbeiten (archäologische Rettungsgrabungen, Kampfmittelräumungen, Schlägerungs- und Rodungsarbeiten, Leitungsumlegungen etc.) ist es nunmehr soweit: die heutige Grundsteinlegungsfeier ist der symbolische Auftakt für die Errichtung der Donaubrücke Traismauer. Diese neue Verkehrsspange schafft künftig eine leistungsfähige Verbindung von der S 5 Stockerauer Schnellstraße und der S 33 Kremser Schnellstraße zur A 1 West Autobahn.

Infrastrukturminister Werner Faymann: "Der Bau der Donaubrücke Traismauer ist ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Derzeit ist eine Verbindung zwischen der S 5 und der A 1 nur über die B 19 Tullner Straße oder mit beträchtlichem Umweg über die Donaubrücke Krems möglich. Mit der Errichtung der Donaubrücke Traismauer als vierspurige Schnellstraße mit Abstellstreifen und baulicher Mitteltrennung entsteht hier eine moderne, leistungsfähige Verbindung zwischen der S 5 nördlich und der S 33 südlich der Donau. Damit können in Zukunft auch Umwegfahrten von Lkw’s über die bestehende Kremser Donaubrücke vermieden werden, womit die Ökobilanz nachhaltig verbessern werden soll."

Die Donaubrücke Traismauer schließt künftig eine weitere Lücke im großräumigen Autobahn- und Schnellstraßenring um Wien, dem sogenannten Regionenring. "Dies bedeutet eine Verbesserung der Erreichbarkeit des niederösterreichischen Zentralraumes und damit verbunden eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes," betont der Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll. Dennoch lege man bei all dem Fortschritt und gesteigertem Bedürfnis nach Mobilität höchsten Wert auf die Sicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung. "Für die Anrainer in den Orten entlang der B 19 und der B 1 im Perschlingtal bringt die Donaubrücke Traismauer eine wesentliche Lärm- und Immissionsentlastung, da sich vor allem der durchrollende Schwerverkehr minimieren wird," so Pröll.

Da die Trasse der neuen Donaubrücke ein Natura 2000-Gebiet berührt, werden zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen gesetzt. ASFINAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Alois Schedl: "Zum besonderen Schutz der Siedlungsgebiete Jettsdorf, Hollenburg und Wagram werden beidseitig der Trasse Lärmschutzwände und -dämme in der Höhe von mindestens zwei bis zu 5,5 Metern errichtet. Zusätzlich zum umfangreichen Lärmschutz werden durchgehende Amphibien- und Wildleiteinrichtungen hergestellt, um die vernetzten Lebensräume der Kleintiere im Auwald zu erhalten. Des weiteren erfolgt beispielsweise keine Markwasserverlegung, die Winterniederschläge wiederum werden in Vorfluter geleitet. Für Radfahrer wird auf der Brücke ein eigener Radweg errichtet, um einen Zusammenschluss an das Radwegenetz nördlich und südlich der Donau zu ermöglichen."

Die Trasse der Donaubrücke Traismauer schwenkt im Bereich zwischen Wagram ob der Traisen und Hollenburg von der bestehenden S 33 Kremser Schnellstraße ab und quert anschließend die Donau. Die Länge der Donaubrücke einschließlich der beiden unmittelbar anschließenden Vorlandbrücken beträgt insgesamt 1.125 m. Im weiteren Verlauf führt die Trasse durch vorwiegend landwirtschaftlich genutztes Gebiet östlich an Donaudorf vorbei und bindet nach der Querung des Kamp zwischen Grunddorf und Jettsdorf an die S 5 Stockerauer Schnellstraße an.

Das gesamte 6,6 km lange Baulos wird voll ausgebaut, also pro Richtungsfahrbahn mit zwei Fahrstreifen und einem Abstellstreifen. Der Anschluss sowohl an die S 5 Stockerauer Schnellstraße als auch an die S 33 Kremser Schnellstraße erfolgt mit Knotenausbildungen, bei denen alle Verkehrsrelationen möglich sind. Entlang der Trasse werden insgesamt 24 Brückenobjekte errichtet, wobei die Donaubrücke mit einer Länge von 356 m, die Vorlandbrücke Süd mit einer Länge von 320 m und die Vorlandbrücke Nord mit einer Länge von 449 m die größten Brückenobjekte darstellen.

Geplante Verkehrsfreigabe: 2010
Kosten: netto rd. Euro 170 Mio. (inkl. Grundeinlöse, Planung, Bau, Projektmanagement und Preisgleitung)

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Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG Pressesprecherin
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