Österreichischer Gemeindebund feiert 60jähriges Bestehen

Festakt zum runden Geburtstag der Interessensvertretung

Wien (Gemeindebund) - Mit einem Festakt, der morgen, Freitag, im Parlament stattfindet, begeht der Österreichische Gemeindebund sein 60jähriges Bestehen. Der Gemeindebund wurde, am 16. November 1947, von seinen Landesverbänden unter dem Namen "Österreichischer Landgemeindenbund" gegründet. Schon 1948 erfolgte die Umbenennung in "Österreichischer Gemeindebund", im gleichen Jahr fand der erste österreichische Gemeindetag statt.

Heute, 60 Jahre nach seiner Gründung, vertritt der Gemeindebund die Interessen und Anliegen von 2.345 österreichischen Gemeinden. Die Mitgliedschaft ist kostenpflichtig, beruht aber auf Freiwilligkeit. Nur 13 Gemeinden sind nicht Mitglieder, sie werden ausschließlich vom Städtebund vertreten. Der Gemeindebund ist als befugte Interessensvertretung für die Gemeinden sogar in der Bundesverfassung verankert, eine wichtige Sicherstellung, dass kommunalpolitische Anliegen auch auf Landes- und Bundesebene gehört werden.

Das Verhandlungsmandat des Gemeindebundes beim Finanzausgleich zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Interessensvertretung. Darüber hinaus prüft und bewertet der Gemeindebund sämtliche Gesetzesvorhaben des Bundes auf ihren kommunalen Bezug. Mehr als 500 Gesetze sind im vergangenen Jahr geprüft worden, im Bedarfsfall gibt der Gemeindebund Stellungnahmen dazu ab, die im Prozess der Gesetzwerdung berücksichtigt werden. Als letztes Instrument steht der Konsultationsmechanismus zur Verfügung, den Vertreter des Gemeindebundes auslösen können. Zu Wahrnehmung der Interessen der Gemeinden auf europäischer Ebene betreibt der Gemeindebund ein Büro in der EU-Hauptstadt Brüssel.

Der Gemeindebund wird von seinen insgesamt 10 Landesverbänden getragen. In jedem Bundesland (außer Wien) vertreten die Landesverbände die Interessen der Gemeinden gegenüber der Landespolitik. In NÖ und dem Burgenland gibt es - aus historischen Gründen - jeweils zwei Landesverbände, einen SPÖ-nahen und einen ÖVP-nahen Verband.

Präsident des Österreichischen Gemeindebundes ist seit 1999 der Bürgermeister von Hallwang (Sbg.) Helmut Mödlhammer. Er wurde erst zu Jahresbeginn 2007 für weiter fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Generalsekretär ist seit 1988 der Niederösterreicher vortr. HR Dr. Robert Hink.

Den Festakt im Parlament begeht der Gemeindebund mit überaus prominenten Gästen. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Nationalratspräsidentin Mag. Barabara Prammer und Innenminister Günther Platter werden - neben Gemeindebund-Chef Mödlhammer - die Festansprachen halten. Darüber hinaus haben zahlreiche aktive und vormalige Minister und politische Größen ihr Kommen zugesagt. Rund 450 Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden morgen, Freitag, ab 11 Uhr an diesem Festakt teilnehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gemeindebund
Daniel Kosak (Pressesprecher)
Tel.: (01) 512 14 80/18
Mobil: 0676 / 53 09 362
daniel.kosak@gemeindebund.gv.at
http://www.gemeindebund.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGB0001