- 15.11.2007, 13:57:21
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Plassnik zu Schengen; "Neue Etappe für Österreich und seine Nachbarn"
Außenministerin zum Beschluss des Europäischen Parlaments zur Schengen-Erweiterung
Wien (OTS) - "Gerade wir Österreicher und unsere vier Nachbarn
kommen mit dem 21. Dezember in eine neue Etappe des europäischen
Einigungswerks", zeigte sich Außenministerin Ursula Plassnik
zufrieden mit dem heutigen Beschluss des Europäischen Parlaments zur
Schengen-Erweiterung. "Wir arbeiten gemeinsam an einem Raum der
Freiheit und der Sicherheit für fast 500 Millionen Menschen. Wo vor
nicht einmal 20 Jahren der Eiserne Vorhang den Kontinent teilte,
wird es in 36 Tagen nicht einmal mehr Grenzkontrollen geben. Bald
werden die Grenzzäune und -balken an den österreichischen Grenzen der
Vergangenheit angehören."
"Wir vertrauen unseren Nachbarn bei der Übernahme der Sicherung
der Außengrenzen. D as ist eine wichtige gesamteuropäische Aufgabe.
Wir haben aber auch von unserer Seite konkret vorgesorgt.
Bundesminister Günther Platter hat mit Tschechien, der Slowakei,
Ungarn und Slowenien bilaterale Vereinbarungen über die Verstärkung
der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit geschlossen.
Wir haben den neuen Schengen-Staaten geholfen, ihre
Sicherungsmaßnahmen kräftig aufzurüsten. Personell, mit gründlichen
Schulungen, mit neuem modernen Gerät", so Plassnik, die fortfuhr:
"Neues und grundlegende Veränderungen wecken oft Unbehangen und
Ängste. Die Schengen-Erweiterung ist aber kein Sprung ins kalte
Wasser, sondern verantwortungsvoll und sehr präzise vorbereitet."
"Früher hatte zum Beispiel die Slowakei 240 Polizeibeamte an ihrer
Grenze zur Ukraine, jetzt sind 886 dort im Einsatz. Um die 100
Millionen Euro hat die Slowakei für ihre Schengen-Maßnahmen
ausgegeben; über 50 Millionen davon stammen aus EU-Geldern. Wir haben
uns also gründlich auf diesen Schritt vorbereitet", so die
Außenministerin.
Rückfragehinweis:
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