• 15.11.2007, 09:30:00
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AGRANA eröffnet einzigartige Biogasanlage am Standort Kaposvár (Ungarn)

Einsparung fossiler Energieträger und Reduktion der CO2-Emissionen

Wien (OTS) - Der internationale Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern
AGRANA errichtete 2007 am Standort der ungarischen Zuckerfabrik
Kaposvár eine in der europäischen Zuckerindustrie bisher einzigartige
großtechnische Biogasanlage. Das Investitionsvolumen betrug 1,7
Milliarden HUF, umgerechnet rund 6,8 Millionen Euro.

Wenige Tage nach dem Start der diesjährigen Zuckerrübenkampagne im
Oktober, nahm die Biogasanlage nach 7-monatiger Bauzeit ihren Betrieb
auf. Die Anlage wird direkt mit den bei der Zuckerrübenverarbeitung
anfallenden Rübenpressschnitzeln gespeist. Diese organischen
Nebenprodukte (Rübenschnitzel und Rübenkraut) decken nunmehr einen
wesentlichen Teil des Energieverbrauchs der Zuckerfabrik. Die
energetische Nebenproduktverwertung in einer Biogasanlage stellt in
Zeiten steigender Energiepreise und schwieriger wirtschaftlicher
Rahmenbedingungen für die Zuckerindustrie innerhalb der EU eine
zukunftsweisende Technik und eine Alternative zur herkömmlichen
Energieversorgung mittels Erdgas dar.

"Die Biogasanlage in Kaposvár ist ein wichtiges Beispiel, wie durch
entsprechendes Know how die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen
Zuckerindustrie verbessert werden kann," sagte
AGRANA-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart anlässlich der Eröffnung
der neuen Anlage in Kaposvár. Denn durch die Biogastechnologie wird
bei der Verarbeitung von Zuckerrüben eine ähnliche Autarkie in der
Energieversorgung wie bei Zuckerrohrfabriken geschaffen. Das
abgepresste Zuckerrohr (Bagasse) ist der Energielieferant für die
Rohrzuckerfabriken. Die in der AGRANA-Biogasanlage angewendete
Anaerobfermentation der Rübenpressschnitzel schafft ein ähnliches
Energieäquivalent in Rübenzuckerfabriken.

Da Biogas aus Rübenpressschnitzeln fossile Energie ersetzt,
verbessert sich auch die CO2-Bilanz der Zuckergewinnung in Kaposvár
erheblich. Etwa 860 Tonnen Rübenpressschnitzel gelangen täglich in
den Fermentationsprozess der Anlage, das entspricht ungefähr der
Hälfte der täglich anfallenden Rübenschnitzelmenge. Die daraus
gewonnene Biogasmenge beträgt 110.000m3/Tag. In den bestehenden
Kesselanlagen der Zuckerfabrik wird dieses Biogas zur thermischen
Energiegewinnung während der Kampagne eingesetzt. Der Energieträger
Biogas enthält im Vergleich zu Erdgas (96%) rund 55% Methan. Somit
ergibt sich für die Zuckerfabrik Kaposvár ein Erdgasäquivalent von
rund 60.000m3/Tag, was rund 40% des täglichen Erdgasbedarfs
entspricht. Diese Menge an fossilen Energieträgern wird somit
eingespart und damit etwa insgesamt 10.000 Tonnen CO2-Emissionen
während der Kampagne vermieden. In einer nächsten Ausbaustufe sind
75%-Ergasersatz geplant.

Diese Presseaussendung ist auf Deutsch und Englisch auf
www.agrana.com abrufbar.

Rückfragehinweis:
Mag. Doris SCHOBER
AGRANA Beteiligungs-AG
Tel. +43-1-21137-12084
Fax +43-1-21137-12045
E-Mail: doris.schober@agrana.com

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