- 14.11.2007, 15:29:43
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Klimawandel am Beispiel der Wintersportregion Schladming
Lokale Fakten statt pauschaler Panikmache

Wien/Schladming (TP/OTS) - Alleine der massive Schneefall der
vergangenen Tage lässt die Klimawandel-Diskussion der letzten
Wintersaison in Vergessenheit geraten. Aber auch die aktuelle Studie
"STRATEGE" der Universität für Bodenkultur mit kompetenten Partnern
aus der Seilbahnwirtschaft in der Region Schladming zeigt auf, dass
Panikmache und Pauschalurteile nicht angebracht sind.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wintersportregion
Schladming und daraus abzuleitende Handlungsstrategien sind die
Forschungsschwerpunkte des vom Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung finanzierten proVision-Projektes "STRATEGE". Seit November
2005 erarbeitet Univ. Prof. Dr. Ulrike Pröbstl von der Universität
für Bodenkultur gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam
und Partnern aus der Seilbahnwirtschaft (Planai-Hochwurzen-Bahnen
Schladming, Fachverband der Seilbahnen) Klimamodelle,
Regionalanalysen und Marktuntersuchungen für die Region Schladming.
Schneehöhe ist unabhängig von Seehöhe
Pröbstl kritisiert vor allem pauschale Urteile: "Niedrig gelegenen
Skigebieten wurde in der Klimadiskussion verbal bereits das "Aus"
erklärt - dabei wurden aber lokale Fakten, wie das Kleinklima, Relief
und Exposition nicht betrachtet. So sind in Schladming die
Voraussetzungen für die Beschneiung durch den engen Talraum in tiefen
Lagen oft besser als über 1000 m Höhe." Das Temperatur-Szenario für
den Raum Schladming zeigt auf, dass bis 2030 Zeit besteht, um
Anpassungen der touristischen Strukturen und Angebote vorzunehmen.
"Wenn die Beschneiungstechnologie noch weiter verbessert wird und
schon bei - 1 Grad Celsius effizient beschneit werden kann, könnte in
Zukunft sogar mehr Schnee produziert werden als bisher," so Pröbstl.
Klimawandel - nichts Neues für die Seilbahnwirtschaft
Die österreichische Seilbahnwirtschaft beschäftigt sich schon
lange mit dem Thema Klimawandel, es gab seit jeher natürlich
klimatische Schwankungen, schneereiche und schneearme Winter. "Unsere
Branche setzt sich seit Jahren damit auseinander und hat bereits in
den frühen Achtzigern nicht nur reagiert, sondern auch agiert und in
Beschneiung, Zusatzangebote und Komfort investiert," betont Wolf,
Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs. Von den
rund 523 Mio. Euro Investitionen für die aktuelle Saison 2007/2008
entfielen alleine 127. Mio. Euro auf die Beschneiung. "Fakt ist, dass
70 % der österreichischen Wintersportler wegen dem Skifahren kommen,"
sagt Wolf. "93 % des Branchenumsatzes werden im Winter erzielt. Rein
ökonomisch betrachtet gibt es aus unserer Sicht mittelfristig keine
Alternative zum alpinen Wintersport."
Recourssenschonendes Schneemanagement
Zum Thema Beschneiung führt Albert Baier, Geschäftsführer der
Planai-Hochwurzen-Bahnen, aus, "dass es nicht nur mehr um die
Beschneiung an sich geht, sondern um recourssenschonendes
Schneemanagement. Das beginnt schon beim Pistenbau, bei der
Pistenbegrünung und endet bei der Automatisierung der Schneeanlage."
Baier weiter: "Wir sehen die Diskussion um den Klimawandel als Chance
und nicht als Belastung. Sie ist ein Anreiz, das touristische Produkt
kreativ weiterzuentwickeln. Schade, dass nur die schrillsten
Propheten, die jetzt erst die Veränderungen erkennen, von Politik und
Medien besonders gehört und beachtet werden. Diese schaden dem Thema
mehr, als sie nützen."
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sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Mag. Barbara Prugger PR, Kommunikation Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH Coburgstraße 52 A-8970 Schladming Tel.: +43 (0)3687 22042-149 Fax: +43 (0)3687 22042-201 mailto:[email protected]
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