- 09.11.2007, 11:10:37
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Brauner: U2 ist auf EM-Kurs
Erste Probefahrt der Wiener Linien auf der U2-Verlängerung zum Ernst-Happel-Stadion mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner
Wien (OTS) - Die U2 ist voll auf EM-Kurs. Ab 10. Mai 2008 werden
die WienerInnen mit den Zügen der Linie U2 über die derzeitige
Endstelle am Schottenring hinaus via den Praterstern und das
Messegelände bis zum Ernst-Happel-Stadion fahren können -rechtzeitig
zum Ankick des ersten Spiels der EURO 2008 in Wien am 8. Juni 2008.
Heute - genau ein halbes Jahr vor der Eröffnung des neuen
Streckenabschnitts - sind die seit 2003 laufenden Bauarbeiten so weit
fortgeschritten, dass der Streckenabschnitt zwischen Stadion und
Praterstern mit einem U-Bahn-Zug befahren werden kann. Damit halten
die Wiener Linien den Zeitplan genau ein. Finanz- und
Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner
absolvierte am Freitag gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher der
Leopoldstadt, Gerhard Kubik, sowie dem Geschäftsführer der Wiener
Linien, Dipl.-Ing. Günter Steinbauer, die erste offizielle Probefahrt
auf der neuen U2-Strecke.****
"Im Einzugsgebiet der U2-Verlängerung zum Stadion leben mehr als
90.000 Menschen. Wichtige infrastrukturelle Einrichtungen wie die
Wiener Messe oder der künftige Standort der Wirtschaftsuniversität
Wien können damit optimal erschlossen werden. Die EURO 2008 ist somit
der erste ‚Großeinsatz’ auf der verlängerten U2-Strecke - ein Grund
zur Freude für die Fußballfans und natürlich für alle WienerInnen",
erklärte Brauner. "Wenn die U-Bahn ab Mai 2008 bis zum Stadion fährt,
werden den Kunden der Wiener Linien zusätzlich zu den jetzt
bestehenden sechs Stationen weitere fünf Stationen entlang der U2 zur
Verfügung stehen", so Brauner.
Wer nach der Eröffnung des neuen U2-Abschnitts vom Karlsplatz ohne
Stress, Stau und Parkplatzprobleme zu einem Fußballspiel ins Stadion
fahren möchte, ist dann nur noch 14 Minuten unterwegs. Vom Rathaus
zur Station Messe Prater sind dann lediglich 10 Minuten nötig.
Station Stadion für Großveranstaltungen konzipiert
Die Station Stadion liegt parallel zur Vorgartenstraße vor und über
der Meiereistraße ca. 150 Meter entfernt zum Ernst-Happel-Stadion.
Das Konzept für diese U-Bahn-Station ist eine Weltneuheit aus
betriebstechnischer Sicht. Sie ist als dreigleisige Hochstation mit
zwei symmetrischen Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden Enden
ausgeführt. Um die Fahrgastströme besser kanalisieren zu können,
stehen für Großveranstaltungen pro Bahnsteig vier zusätzliche Abgänge
zur Verfügung.
Durch das Zusatzgleis wird es möglich, problemlos Verstärkerzüge
einzusetzen und den Tausenden StadionbesucherInnen das Aus- und
Einsteigen so leicht wie möglich zu machen. Das Konzept für die
Station wurde von den Wiener Linien gemeinsam mit dem
Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS)
entwickelt. Ein spezielles Leitsystem garantiert die Sicherheit der
Fahrgäste vor bzw. in der Station und am Bahnsteig.
Die Station Krieau ist als Brückentragwerk mit Abgängen an beiden
Bahnsteigenden konzipiert. Aus Witterungs- und Schallschutzgründen
wird sie - wie auch die anderen U2-Stationen in Hochlage - komplett
eingehaust.
Die Station Messe Prater befindet sich auf der Seite des Praters in
Tieflage unter der Nebenfahrbahn der Ausstellungsstraße mit Aufgängen
an beiden Enden. Glaskuppeln werden hier das Tageslicht bündeln und
für eine natürliche Beleuchtung des Stationsbereichs sorgen. Von
dieser Station, aber auch von der Station Krieau ist künftig der
direkte Zugang zur Messe Wien möglich.
Die Station Praterstern erhält als stark frequentierter
Umsteigeknoten durch die Anknüpfung an die U2 noch mehr an Bedeutung.
Die neue U2-Station liegt östlich des ÖBB-Bahnhofes Wien Nord in
3-facher Tieflage und erstreckt sich vom ehemaligen Parkplatz bis in
die Grünfläche der Venediger Au.
Das Stationsgebäude wurde zur Gänze in offener Bauweise errichtet.
Vom stadteinwärtigen Bahnsteigende führen drei Aufzüge zu einem
neuen, unter dem Niveau liegenden Passagengeschoß und auch an die
Oberfläche. Zusätzlich gelangt man vom Mittelbahnsteig über feste
Stiegenanlagen und drei Fahrtreppen ebenfalls in das Passagengeschoß.
Die östlich des ÖBB-Bahnhofes Wien Nord an der Oberfläche errichtete
Halle bildet den neuen Hauptzugang zu den U-Bahnlinien U1 und U2
sowie zu der S-Bahn. Der Aufgang am Praterstern bildet in Zukunft
eine Einheit mit dem von der ÖBB neu gestalteten Bahnhof Wien Nord
und ist gleichzeitig Schnittpunkt und Umsteigeknoten zur bestehenden
Linie U1 bzw. zu den ÖBB-S-Bahnlinien. Der transparente Stahlbau
beherbergt neben den Aufstiegshilfen einige Betriebsräume sowie
infrastrukturelle Einrichtungen.
Am stadtauswärtigen Stationsende führen ein Aufzug und eine feste
Stiege in einem Sicherheitsstiegenhaus zum zweiten Aufgang in die
Grünfläche der Venediger Au. In das Stationsgebäude integriert ist
eine etwa 60 Quadratmeter große Öffnung in der Tunneldecke, die
Tageslicht direkt auf den Bahnsteig und in das Stiegenhaus bringt.
U2-Verlängerung genau im Zeitplan für die EURO 2008
Im Bereich der Hochstrecke konnten die Wiener Linien bereits im Mai
2005 die Rohbauarbeiten abschließen. Die Tunnelvortriebsarbeiten
zwischen Praterstern und Messe konnten trotz eines Wassereinbruchs im
September 2005 ebenfalls termingerecht beendet werden. Selbst im
Bereich der zukünftigen Station Schottenring - hier liegen die
Stationsröhren direkt unter dem Donaukanal - sind die Wiener Linien
absolut im Zeitplan.
Durch Umstellungen im Bauablauf ist es den Wiener Linien gelungen,
die durch einen Rechtsstreit entstandenen Verzögerungen soweit
aufzufangen, dass die Eröffnung des gesamten neuen U2-Teilstücks
zeitgerecht vor der Fußball-Europameisterschaft 2008 möglich ist.
Ende 2010 fährt U2 zur Aspernstraße
Ende 2010 wird die Verlängerung der U2 in den 22. Bezirk bis zur
Aspernstraße mit Anschluss an den neuen ÖBB-Bahnhof Stadlau und das
SMZ-Ost fertig sein. Das U2-Projekt umfasst neun Kilometer
U-Bahn-Strecke mit elf zusätlichen Stationen. Ab Ende 2010 stehen den
Fahrgästen rund 75 U-Bahn-Kilometer mit 101 Stationen zur Verfügung.
U-Bahn-Bau: Milliardenprojekt, das Arbeitsplätze sichert
Der U-Bahn Ausbau bringt nicht nur eine massive Verbesserung der
Qualität des öffentlichen Verkehrs, sondern ist auch ein
entscheidender Faktor für die Wiener Wirtschaft, der das Wachstum
fördert und Arbeitsplätze sichert. Rund sieben Milliarden Euro, das
sind durchschnittlich rund 190 Millionen Euro jährlich, wurden bisher
in 66 U-Bahn-Kilometer, fast 700 U-Bahn-Wagen, 90 Stationen, moderne
Aufzüge, Rolltreppen und die technische Infrastruktur investiert.
Fast 1.000 Firmen aus Bauwirtschaft und Industrie durften sich über
Aufträge für die Wiener U-Bahn freuen.
Laut einer Untersuchung des Österreichischen
Wirtschaftsforschungsinstituts - WIFO kann pro investierten 72,6
Millionen Euro von ca. 1500 Beschäftigten bzw. gesicherten
Arbeitsplätzen ausgegangen werden. Das heißt, durch den U-Bahn-Bau
wurden und werden jährlich rund 5.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw.
gesichert. Insgesamt konnten durch den Wiener U-Bahn-Bau in den
vergangenen Jahrzehnten rund 120.000 Jahresarbeitsplätze geschaffen
werden. Und allein mit dem Investment von 1,3 Milliarden Euro - Wiens
derzeit größtes Infrastrukturprojekt - in die Verlängerung der U2
werden über die gesamte Bauzeit bis 2010 rund 24.000 Arbeitsplätze
gesichert.(Schluss) wstw
Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Hassler Mediensprecher Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner Tel. 01-4000/81 845 E-Mail: [email protected] Mag. Johann Ehrengruber Pressestelle der Wiener Linien Tel. 01-7909/42 200 E-Mail: [email protected]
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