- 08.11.2007, 15:02:00
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Weinzinger: Katastrophales Abschneiden Österreichs in Sachen Gleichbehandlung
Grüne vermissen Maßnahmen von Frauenministerin Bures
Wien (OTS) - Bestürzt zeigt sich Brigid Weinzinger,
Frauensprecherin der Grünen, über das katastrophale Abschneiden
Österreichs im Gleichbehandlungsbericht des Weltwirtschaftsforums:
"Österreich ist gerade dabei, EU-weit zum Schlusslicht in Punkto
Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu werden. Einzig das gute
Gesundheitssystem rettet Österreich vor einem Totalabsturz im
internationalen Vergleich." Besonders beunruhigend sei, dass sich die
Situation von Frauen im Bereich wirtschaftliche Teilhabe weiter
verschlechtert hat und von Platz 81 auf Platz 89 abgesackt ist.
Österreich liegt damit in diesem Bereich im Vergleich mit den EU-26
Ländern nun an vorvorletzter Stelle. Nur Malta und Italien haben in
dieser Kategorie noch schlechter abgeschnitten.
Harte Kritik übt Weinzinger in diesem Zusammenhang an der Untätigkeit
von Frauenministerin Bures, welche die schleichende
Schlechterstellung von Frauen einfach hinnehme: "Ministerin Bures
lässt jegliche Maßnahme zu einer Verbesserung der Situation von
Frauen am Arbeitsmarkt und zur Schließung der Einkommensschere
zwischen Männern und Frauen vermissen. Man fragt sich, wozu diese
Regierung eine Frauenministerin hat, wenn sie in den wichtigsten
frauenpolitischen Bereichen durch Untätigkeit glänzt." Die Grünen
fordern von der Bundesregierung umgehend ein Maßnahmenpaket für mehr
wirtschaftliche und Arbeitsmarktchancen für Frauen. Als rasch
umzusetzende konkrete Aktivität regen die Grünen an, von Betrieben
eine "GleichbehandlungsBilanz" einzufordern, mit der
Einkommensgerechtigkeit und Gleichstellung von Männern und Frauen am
Arbeitsplatz gemessen werden soll. "Die Betriebe müssen dazu
angehalten werden, endlich die Gleichstellung von Frauen am
Arbeitplatz zu betreiben. Wer künftig Wirtschaftsförderung bekommen
möchte, muss ein positives Ergebnis seiner Gleichbehandlungsbilanz
vorweisen können", fordert Weinzinger die Bindung der
Wirtschaftsförderung an betriebliche Gleichbehandlung.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at
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