• 08.11.2007, 09:00:00
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Täuschend echt, aber Illusion: Straßenmalerei in 3D-Optik für kurze Zeit in Wien - AUDIO

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EINMODERATION (OTS) - Das gibt’s halt nur im Urlaub - erinnern Sie
sich noch? Mitten in der Stadt zaubern Straßenmaler riesige bunte
Bilder auf Asphalt und Pflastersteine. Oft dreidimensional, sodass
man glaubt, echte Figuren erheben sich aus dem Boden. Darauf müssen
Touristen bei uns leider verzichten. Längst haben Österreichs Polizei
und Behörden die Kreidezeichner von Gehsteig & Co. vertrieben. Dabei
sind die Bilder echter Straßenmaler oft wahre Kunstwerke - wo
stundenlange Arbeit und viel Know-How dahinter steckt. In der Wiener
Spittelau kann man jetzt eine Auswahl dieser "verbotenen Bilder"
betrachten.

REDAKTEURSTEXT

Ein rosa Würfel, von oben auf den Gehsteig gestürzt. Eine
Colaflasche, die den Asphalt aufreißt - aus dem Boden herausragt. Und
kein Passant, der daran vorbeigeht. Denn obwohl auf die Straße
gemalt, sehen die Figuren der Bilder real aus, beschreibt
Straßenmaler Gregor Wosik. Einmal hat er ein ganzes 3D-Auto auf einen
Parkplatz gezaubert:

OT01 0:00sec WOSIK Kuriosestes Straßenbild bisher [Das Bild war...]

An Ideen mangelt’s dem gebürtigen Polen, der heute in Deutschland
lebt, sicher nicht. Mit optischen Täuschungen fasziniert er das
Straßen-Publikum, doch auch mit alten Meistern wie Rembrandt,
Michelangelo, Dürer oder Caravaggio.

OT02 0:21sec WOSIK Kunst für alle [Das sind Sachen...]

Doch die Freude ist nicht überall gleich groß. Aus Wien sind
Straßenmaler heute so gut wie verschwunden. Polizei und Behörden
entziehen den Künstlern buchstäblich den Nähr-Boden, meint der
Kunstwissenschaftler Dieter Schrade.

OT03 0:44sec SCHRADE Wien ist streng [Dass die Stadtverwaltung...]

Der renommierte Kunstprofessor spricht gar von "unerwünschter" bis
"verbotener" Kunst. In diesem Herbst wird diese dennoch hier zu sehen
sein. Kostenlos wie auf der Straße, im Foyer der
Hundertwasser-Abfallbehandlungsanlage in der Spittelau, beschreibt
Johannes Angerer von Fernwärme Wien.

OT04 1:03sec ANGERER Straßenmalerei-Ausstellung [Es gibt auch...]

Neben Fotographien solcher Straßenbilder bekommen die Besucher
auch eine Besonderheit zu sehen. Gregor Wosik malte am Boden des
Fernwärme-Foyers. Erstaunte Blicke sind dabei wohl gewiss - Dank
eines neuartigen Spezialeffekts.

OT05 1:20sec ANGERER Bild speziell für Besucher [Das Bild...]

36 Stunden Arbeit im Fernwärme-Foyer waren für das 5 mal 4 Meter
große Original notwendig. Die Entstehung konnte live verfolgt werden.
An Bemerkungen der Zuschauer hat sich Künstler Wosik indessen
gewöhnt.

OT06 1:46sec WOSIK Kommentare der Zuschauer [Es gibt...]

Gefällt es dem Betrachter, gibt er gut und gerne Trinkgeld,
erzählt Gregor Wosik. Zumindest bis zum Regen - wenn die
Straßen-Kreide dahinschmilzt. Was die Besucher im Fernwärme-Foyer
freilich nicht fürchten müssen.

OT07 2:10sec BESUCHER Wie gefällt’s? [Es ist wirklich...]

Seit dem 16. Jahrhundert ist Straßenmalerei in Europa bekannt -
anfangs vor allem in Italien. "Madonnari" - Madonnenmaler schufen
dort kunstvolle Bilder. In den letzten 30 Jahren wurde die alte Kunst
neu entdeckt und mit aufwendigen Techniken verfeinert. Für jedes
Publikum, meint Kunstprofessor Schrade:

OT08 2:50sec SCHRADE Straßenmalerei heute [Etwa 10%...]

Dazu auch ein Hauch von Urlaubsgefühl in der Großstadt. Vielleicht
in Wien ja wieder im nächsten Frühjahr? Inzwischen gibt’s diese
"vertriebene" Kunst jedenfalls bei Fernwärme Wien. Johannes
Angerer:

OT09 3:15sec ANGERER Vorbildcharakter [Kann man...]

Die Ausstellung "Straßenbilder" der Reihe "Heiß und Kalt" von
Fernwärme Wien ist bis 6. Jänner 2008 im Foyer der
Unternehmenszentrale, Spittelauer Lände 45 zu besuchen. Täglich von 9
bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
***

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Rückfragehinweis:

Putz & Stingl RadioService
      Harald Sorger
      Tel. +43-2236/23424-0
      mailto: [email protected]  


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