- 03.11.2007, 12:00:02
- /
- OTS0034 OTW0034
Grillitsch: Auch in Zukunft konsequent für die Bauern und den ländlichen Raum arbeiten - BILD
Bauernbund startet Zukunftsoffensive mit „Grazer Erklärung“
Graz, 03. November 2007 (ÖVP-PD) „Der Bauernbund ist stolz auf
die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern und konsequent beim
Durchsetzen seiner Forderungen. Und das wird auch in Zukunft so
sein“, erklärte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch beim heutigen
Bundesbauernrat in Graz. Die stärkste Teilorganisation der ÖVP
zeigte sich bei ihrer alle zwei Jahre stattfindenden Tagung
kampfeslustig und zukunftsorientiert. Der Bauernbund, den
Grillitsch als “Speerspitze der ÖVP“ bezeichnete, startete damit
seine Zukunftsoffensive für die heimische Land- und Forstwirtschaft
und den gesamten ländlichen Raum. Mit seinem Zukunftspapier, der
„Grazer Erklärung“, gibt der Bauernbund klare Perspektiven vor.
Grillitsch ermahnte vor allem die SPÖ-Regierungsmitglieder, wieder
stärker auf die sachliche Ebene zurückzukehren und die
parteitaktischen Spielchen hintanzustellen. „Wenn man will, geht es
ja, wie das jüngste Beispiel bei der Einigung zur Betriebsvorsorge
zeigt“, so Grillitsch.
Die Zukunft lebt am Land
„Ein aktiver ländlicher Raum braucht eine lebendige Land- und
Forstwirtschaft. Immerhin sichert der Agrarsektor rund 530.000
Arbeitsplätze“, erklärte Grillitsch. Damit dies auch in Zukunft so
bleibt, setzt der Bauernbund auf die jetzigen und künftigen
Betriebsführer. „Nur mit klaren Perspektiven und politisch stabilen
Rahmenbedingungen können wir die Jugend ermutigen, die bäuerlichen
Familienbetriebe weiterzuführen. Wir werden auch weiterhin gegen
jede Belastung von Grund und Boden kämpfen sowie Eigentum
schützen“, betonte der Bauernbundpräsident.
„Aus- und Weiterbildung sind das wichtigste Gut und
Voraussetzung für unternehmerisches Denken der jungen Landwirte“,
erklärte Elisabeth Köstinger, Obfrau der Jungbauernschaft. „Damit
die jungen Menschen aber auch am Land bleiben und gerne dort leben,
brauchen wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch ein
ausreichendes Kultur- und Freizeitangebot sowie Bildungsstätten und
eine Aufwertung der Bezirksstädte“, forderte Köstinger.
Mehr Unterstützung für Familien
Für den Bauernbund werden auch in Zukunft Familien mit Kindern
im Mittelpunkt stehen. Grillitsch spricht sich für eine weitere
steuerliche Begünstigung von Familien und für einen Ausbau der
Kinderbetreuungsplätze am Land aus. Ebenso wichtig sei eine
verstärkte Unterstützung für pflegende Angehörige und die soziale
Absicherung ihrer Familien.
~
Agrarische Herausforderungen meistern
Der Bauernbund wird sich auch in Zukunft mit voller Kraft für
die Interessen der Land- und Forstwirtschaft einsetzen. „Wir werden
~
demnächst viele weitere Themen in Angriff nehmen. Auf unserer
Aufgabenliste stehen die Ökostrom-Novelle, die
Betriebsmittelentlastung und der Bürokratieabbau. Außerdem werden
wir gegen die Totalliberalisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik
kämpfen. Die Zukunft der Milchquote ist eine zentrale Fragestellung
und der geplante Health Check darf keinesfalls zu einer Reform
durch die Hintertür werden“, so der Bauernbundchef. „Hier gehen wir
Hand in Hand mit unserem Landwirtschaftsminister Sepp Pröll“, so
Grillitsch.
Keine Geheimnisse bei Offenlegung der Agrarförderung
Neben Zukunftsthemen widmete sich der Bauernbundpräsident auch
aktuellen Themen wie der bevorstehenden Offenlegung der
Agrarförderung: „Wir haben nichts zu verbergen“. Grillitsch gab
zwar unmissverständlich zu verstehen, dass er zwar keine Freude
damit habe, betonte aber: "Jeder Euro ist verdient, weil die
Leistung unserer Bäuerinnen und Bauern stimmt. Und dies ist
messbar", so Grillitsch. So nehmen zum Beispiel 80% der heimischen
Betriebe mit 90% der Fläche am Agrar- und Umweltprogramm teil. Die
Nitratkonzentration im Sickerwasser ist seit 1995 um 61% gesunken.
Und in Österreich gibt es bereits rund 20.000 Biobetriebe. „Die
rot-grünen Neidgenossen, die bereits unterwegs sind, wollen in
Wahrheit weniger Geld für die Bauern und dafür mehr Auflagen“,
erklärte Grillitsch. „Wir verlangen, dass auch für alle anderen
Bereiche in Politik und Wirtschaft die Förderungen offen gelegt
werden. Das darf keine Diskussion am Rücken der Bauern werden“,
forderte der Bauernbundpräsident.
Trotz harter Zeiten viele Erfolge für die Bauern
erkämpft
Das Koalitionsklima war in diesem Jahr sehr angespannt.
Grillitsch fordert die SPÖ auf, klare Perspektiven für den
ländlichen Raum auf den Tisch zu legen. „Unser Koalitionspartner
hat es uns wahrlich nicht immer leicht gemacht. Die Zeiten sind
hart, aber wir sind härter. Der Bauernbund musste bei der
Marktordnung Zähne zeigen und ist dabei als Anwalt für den gesamten
ländlichen Raum und den Bauernstand erfolgreich aufgetreten“, zog
Grillitsch Bilanz über das vergangene Jahr. „Während Kanzler Alfred
Gusenbauer als Moderator auftritt, ist unser Vizekanzler Wilhelm
Molterer ein Macher, der konstruktiv und Energie geladen für dieses
Land arbeitet“, betonte Grillitsch. „Molterer hat in Windeseile das
Doppelbudget für die Jahre 2007 und 2008 ausverhandelt. Damit ist
garantiert, dass kein Cent an Agrargeldern in Brüssel liegen
bleibt“, so Grillitsch. Der von Molterer ausverhandelte
Finanzausgleich bringe mehr Geld für kleine Gemeinden und damit für
den gesamten ländlichen Raum. Außerdem sei mit der Auszahlung der
Agrardieselrückvergütung in voller Höhe ein weiteres zentrales
Versprechen aus dem Regierungsübereinkommen eingelöst worden.
„Wir kämpfen für unsere Bäuerinnen und Bauern und für unser
Land. Der Bauernbund setzt auch in Zukunft auf die Jugend und auf
den ländlichen Raum“, erklärte Grillitsch abschließend.Lead ****
Rückfragehinweis: DI Ulrike Raser, Bauernbund Österreich,
Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien, www.bauernbund.at, Mobil: 0664/82
100 60, E-Mail: [email protected]
Fotohinweis: Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie im ÖVP-
Fotodienst unter http://www.oevp.at/fotodienst
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP






