Bessere Sicherung von Eisenbahnkreuzungen

ÖBB übergibt Maßnahmenliste für Eisenbahnkreuzungen mit Unfallhäufungen

Wien (OTS) - Eine Arbeitsgruppe - bestehend aus ÖBB, Vertretern
des Verkehrsministeriums und des Kuratorium für Verkehrssicherheit -hat eine Liste jener Eisenbahnkreuzungen erstellt, bei denen es in den letzten fünf Jahren zu Kollisionen zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Zug kam. Kriterien waren Unfallhäufigkeit und Schwere der Unfallfolgen. Ziel ist eine deutliche Verringerung der Unfälle mit Personenschaden an der hochsensiblen Schnittstelle der beiden Verkehrsträger Schiene und Straße.

Die Liste wird den zuständigen Eisenbahnbehörden in den Ländern übermittelt. Sie enthält für insgesamt 55 Eisenbahnkreuzungen Vorschläge zur Verbesserung der Sicherungsmassnahmen und zur verbesserten Wahrnehmung dieser Eisenbahnkreuzungen durch den Kfz-Lenker, die rasch umgesetzt werden können.

Sofortmassnahmen: Andreaskreuz und Bodenmarkierungen

Auf allen Hotspots und weiteren rund 3.100 Bahnübergängen werden als Sofortmaßnahme neue Andreaskreuze angebracht. Vorteil dabei ist der weiße, reflektierende Hintergrund. Darüber hinaus werden diese Bahnübergänge auch mit Bodenmarkierungen ausgestattet. Mit sich verengenden Balken auf der Fahrbahn wird der Individualverkehr auf einen Bahnübergang aufmerksam gemacht.

Verbesserung der Sicherung für 55 Bahnübergänge

Bei diesen 55 Bahnübergängen wird eine Überprüfung durch die zuständige Eisenbahnbehörde vorgeschlagen. Ziel der Überprüfung ist eine Erhöhung der Sicherheit durch Festlegung der jeweils, nach den örtlichen Gegebenheiten notwendigen Maßnahmen. Davon betroffen sind sowohl nicht technisch gesicherte Bahnübergänge, als auch technisch gesicherte Eisenbahnkreuzungen.

Mögliche Maßnahmen nach der behördlichen Überprüfung:

- Aufwertung einer nicht technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung in eine technisch gesicherte (Lichtzeichenanlage oder Schrankenanlage) Als Zielsetzung gilt, dass im Umfeld jeder durch technische Sicherung aufgewerteten Eisenbahnkreuzung zumindest zwei Bahnübergänge aufgelassen werden.

- Bahnübergänge mit Lichtzeichenanlage werden zusätzlich mit "Lanelights" ausgestattet. Dabei handelt es sich um, in die Fahrbahn eingelassene Bodenlichter, die bei der Annäherung eines ein- oder mehrspurigen Fahrzeuges an die Eisenbahnkreuzung zu blinken beginnen. Sie dienen der besseren Sichtbarmachung des Bahnübergangs für die Strassenverkehrsteilnehmer.

- Voll elektronische straßenseitige Warnanlagen für nicht technisch gesicherte Eisenbahnkreuzungen (ISIS). Bei Annäherung eines ein-oder mehrspurigen Fahrzeuges an die Eisenbahnkreuzung wird die Anzeige des Wechselverkehrszeichens aktiviert.

- Anbringen von Bodenmarkierungen: Zusätzliche Bodenmarkierungen auf der Strasse zur besseren Wahrnehmung der Eisenbahnkreuzung.

- Auflassung von Eisenbahnkreuzungen

22 Bahnübergänge bereits entschärft

An insgesamt 22 Hospots wurden bereits Sicherungsmaßnahmen gesetzt. Kriterien für die Auswahl waren Unfallhäufigkeit und Schwere der Unfälle. Die Eisenbahnkreuzungen wurden entweder mit einer Lichtzeichenanlage, Halbschranken- oder Vollschrankenanlage ausgerüstet.
Bei weiteren 18 Bahnübergängen werden zusätzliche Sicherungsmaßnahmen entweder bereits durchgeführt, oder sind in Planung. Konkret handelt es sich um Überführungen, Lichtzeichenanlagen, Auflassungen der Eisenbahnkreuzungen, oder die Ausstattung mit "Lanelights".

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