• 31.10.2007, 15:04:13
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  • OTS0242 OTW0242

Bessere Sicherung von Eisenbahnkreuzungen

ÖBB übergibt Maßnahmenliste für Eisenbahnkreuzungen mit Unfallhäufungen

Wien (OTS) - Eine Arbeitsgruppe - bestehend aus ÖBB, Vertretern
des Verkehrsministeriums und des Kuratorium für Verkehrssicherheit -
hat eine Liste jener Eisenbahnkreuzungen erstellt, bei denen es in
den letzten fünf Jahren zu Kollisionen zwischen einem Kraftfahrzeug
und einem Zug kam. Kriterien waren Unfallhäufigkeit und Schwere der
Unfallfolgen. Ziel ist eine deutliche Verringerung der Unfälle mit
Personenschaden an der hochsensiblen Schnittstelle der beiden
Verkehrsträger Schiene und Straße.

Die Liste wird den zuständigen Eisenbahnbehörden in den Ländern
übermittelt. Sie enthält für insgesamt 55 Eisenbahnkreuzungen
Vorschläge zur Verbesserung der Sicherungsmassnahmen und zur
verbesserten Wahrnehmung dieser Eisenbahnkreuzungen durch den
Kfz-Lenker, die rasch umgesetzt werden können.

Sofortmassnahmen: Andreaskreuz und Bodenmarkierungen

Auf allen Hotspots und weiteren rund 3.100 Bahnübergängen werden als
Sofortmaßnahme neue Andreaskreuze angebracht. Vorteil dabei ist der
weiße, reflektierende Hintergrund. Darüber hinaus werden diese
Bahnübergänge auch mit Bodenmarkierungen ausgestattet. Mit sich
verengenden Balken auf der Fahrbahn wird der Individualverkehr auf
einen Bahnübergang aufmerksam gemacht.

Verbesserung der Sicherung für 55 Bahnübergänge

Bei diesen 55 Bahnübergängen wird eine Überprüfung durch die
zuständige Eisenbahnbehörde vorgeschlagen. Ziel der Überprüfung ist
eine Erhöhung der Sicherheit durch Festlegung der jeweils, nach den
örtlichen Gegebenheiten notwendigen Maßnahmen. Davon betroffen sind
sowohl nicht technisch gesicherte Bahnübergänge, als auch technisch
gesicherte Eisenbahnkreuzungen.

Mögliche Maßnahmen nach der behördlichen Überprüfung:

- Aufwertung einer nicht technisch gesicherten Eisenbahnkreuzung in
eine technisch gesicherte (Lichtzeichenanlage oder Schrankenanlage)
Als Zielsetzung gilt, dass im Umfeld jeder durch technische Sicherung
aufgewerteten Eisenbahnkreuzung zumindest zwei Bahnübergänge
aufgelassen werden.

- Bahnübergänge mit Lichtzeichenanlage werden zusätzlich mit
"Lanelights" ausgestattet. Dabei handelt es sich um, in die Fahrbahn
eingelassene Bodenlichter, die bei der Annäherung eines ein- oder
mehrspurigen Fahrzeuges an die Eisenbahnkreuzung zu blinken beginnen.
Sie dienen der besseren Sichtbarmachung des Bahnübergangs für die
Strassenverkehrsteilnehmer.

- Voll elektronische straßenseitige Warnanlagen für nicht technisch
gesicherte Eisenbahnkreuzungen (ISIS). Bei Annäherung eines ein-
oder mehrspurigen Fahrzeuges an die Eisenbahnkreuzung wird die
Anzeige des Wechselverkehrszeichens aktiviert.

- Anbringen von Bodenmarkierungen: Zusätzliche Bodenmarkierungen
auf der Strasse zur besseren Wahrnehmung der Eisenbahnkreuzung.

- Auflassung von Eisenbahnkreuzungen

22 Bahnübergänge bereits entschärft

An insgesamt 22 Hospots wurden bereits Sicherungsmaßnahmen gesetzt.
Kriterien für die Auswahl waren Unfallhäufigkeit und Schwere der
Unfälle. Die Eisenbahnkreuzungen wurden entweder mit einer
Lichtzeichenanlage, Halbschranken- oder Vollschrankenanlage
ausgerüstet.
Bei weiteren 18 Bahnübergängen werden zusätzliche Sicherungsmaßnahmen
entweder bereits durchgeführt, oder sind in Planung. Konkret handelt
es sich um Überführungen, Lichtzeichenanlagen, Auflassungen der
Eisenbahnkreuzungen, oder die Ausstattung mit "Lanelights".

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AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext
auf http://www.ots.at

Rückfragehinweis:

Alfred Ruhaltinger
   ÖBB-Holding AG
   Leitung Externe Kommunikation
   Wienerbergstraße 11, 1100 Wien
   Tel.	+43 1 93000 44279
   E-Mail	 alfred.ruhaltinger@oebb.at
   www.oebb.at

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