- 30.10.2007, 10:30:51
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Mobilfunk: Kein Grund für Verunsicherung
Europäische Umweltagentur (EEA) ignoriert wissenschaftlichen Kenntnisstand
Wien (OTS) - "Die Warnungen der Europäischen Umweltagentur zu
möglichen Gefahren elektromagnetischer Felder (EMF) von Mobilfunk
widersprechen dem wissenschaftlichen Kenntnisstand", kritisiert
FMK-Geschäftsführer Mag. Maximilian Maier den Vorstoß der EEA. "Vor
allem die Grundlage ihrer Entscheidung ist zu hinterfragen, da sich
die EEA überwiegend auf eine Ende August veröffentlichte
Stellungnahme einer Gruppe skeptischer Wissenschaftler- der so
genannten "BioInitiative Group"- bezieht und die Expertisen der
offiziell anerkannten Gremien ignoriert," so Maier.
"Die individuelle Interpretation der BioInitiative Group ist ein
alter Hut, wurden doch deren Ansichten und wissenschaftliche Arbeiten
über die Jahre hinweg zusammen mit jenen ihrer Kollegen bei den
zahlreichen Expertisen der vergangenen Jahre bereits miteinbezogen,"
zeigt sich Maier über die jetzt aufgeflammte Diskussionen und
Kommentare zum BioInitiative Report überrascht, indem die aktuell
geltenden Grenzwerte als ungeeignet bezeichnet werden, um die
Bevölkerung vor negativen gesundheitlichen Effekten zu schützen.
Als offizielle Einrichtung der Europäischen Union (EU) stellt die
EEA politischen Entscheidungsträgern themenspezifische Informationen
zusammen. Diese bilden die Grundlage bei der Konzeption und Umsetzung
nationaler und europäischer Umweltpolitik. Dabei greift die Agentur
im Regelfall auf Kenntnisse und Informationen europäischer sowie
internationaler Organisationen wie u.a. der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Europäischen Kommission
zurück. Daher verwundert es umso mehr, dass hier die Einschätzung der
"BioInitiative Group" so gewichtet wird, ohne auf die vorliegende
Fakten- und Datenlage- gerade auch der jüngsten Expertisen-
zurückzugreifen. "Der Bericht der "BioInitative Group" enthält keine
neuen Erkenntnisse. Die vorliegende Datenbasis wissenschaftlicher
Studien wurde lediglich anders interpretiert", so Maier zur
Aussagekraft dieser Interpretationen.
Erst im Mai dieses Jahres hat der "Wissenschaftliche Ausschuss für
neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR)
die Berichte der Forschungsbewertung von Expertengremien aus Irland,
Schweden und den Niederlanden bestätigt, die aufgrund aktueller
Studien zu dem Ergebnis kommen, dass die Nutzung von Mobiltelefonen
sich nicht negativ auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Die
geltenden Grenzwerte, wie sie auf Empfehlung der Internationale
Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen (ICNIRP) und in
Österreich in der ÖVE/ÖNORM E 8850 verankert sind, werden als
ausreichend und wirksam im Sinne des Gesundheitsschutzes angesehen.
Auch jüngst veröffentlichte, groß angelegte Forschungsprogramme in
Großbritannien (MTHR, Mobile Telecommunications and Health Research),
Deutschland (Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm) und Finnland
(HERMO, Health Risk Assessment of Mobile Communications) konnten
keinen Zusammenhang zwischen Handynutzung und negativen
gesundheitlichen Effekten nachweisen. Das gilt auch für die bislang
veröffentlichten Teilergebnisse des von der IARC (Internationales
Krebsforschungszentrum) koordinierten, internationalen
Forschungsprojektes Interphone, bei denen kein Zusammenhang zwischen
Handynutzung und der Entstehung von Hirntumoren gefunden wurde.
Links:
Kommentar des Mobile Manufacturers Forum zum BioInitiative Report
http://www.ots.at/redirect.php?fmk2
Kommentar der Forschungsgemeinschaft Funk zur Kritik der EEA
http://www.izmf.de/html/de/53116.html
FMK- Forum Mobilkommunikation
Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei
allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur.
Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame
Lösungen zu finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten, damit
Sie sich Ihre persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können.
Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier
Com, mobilkom austria, Motorola, Nokia, One, Siemens und T-Mobile
sind Mitglieder im FMK.
Rückfragehinweis:
Forum Mobilkommunikation Michael Buchner, Pressesprecher Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien Mobil: + 43 699 1 588 39 -15 Tel: + 43 1 588 39 - 15 Fax: + 43 1 586 69 71 E-Mail: [email protected] Internet: www.fmk.at
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