• 29.10.2007, 13:30:40
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VP-Gerstl: Planungen für Westbahnhof NEU fußen auf falschen Daten

Entfall der Fernverkehrszüge bringt um 45% weniger Passagieraufkommen

Wien (VP-Klub) - Bei der Montags Pressekonferenz der ÖVP Wien
kritisierte VP-Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl die Planung für
die Neugestaltung des Wiener Westbahnhofs. War im Masterplan
’Westbahnhof’ aus dem Jahr 2004 noch vorgesehen, dass der Westbahnhof
weiterhin ein bedeutender Fernverkehrsbahnhof bleiben wird, ließ ÖBB
Boss Martin Huber erst im Sommer dieses Jahres mit der Aussage
aufhorchen, der Westbahnhof solle ein Bahnhof mit regionalem
Charakter werden.
Das heißt, dass alle Fernverkehrszüge ob aus dem Inland oder Ausland
nicht mehr am Westbahnhof ankommen, sondern via Lainzertunnel direkt
zum Hauptbahnhof geführt werden. "Diese grundsätzliche Änderung der
Vorgaben bedeutet zu den ursprünglichen 30 Auslandsfernverkehrszügen,
die über den Hauptbahnhof abgewickelt werden zusätzliche 90
Inlandsfernverkehrszüge pro Tag weniger am Westbahnhof und damit nach
bisherigen Berechnungen ein um 45 Prozent geringeres
Passagieraufkommen", stellt Gerstl fest.

ÖVP Wien fordert neue Gespräche zwischen den Verantwortlichen

"Die Tatsache, dass in Zukunft nur noch der Regionalverkehr über den
Westbahnhof abgewickelt wird, bedarf natürlich neuer Berechnungen",
konstatiert Gerstl. Um die Auslastung des Westbahnhofs auch ohne
Fernverkehrszüge zu garantieren, müssten 20.000 Passagiere dazu
gewonnen werden. Um diese 20.000 Passagiere in erster Linie im
Pendlerverkehr zu gewinnen, brauche man rund 50 zusätzliche
Zuggarnituren und ein wesentlich attraktiveres Pendelangebot. "Bisher
gibt es weder seitens des Wiener Verkehrsstadtrates Schicker noch
seitens seines Parteikollegen SP-Verkehrsminister Faymann keinerlei
Überlegungen in diese Richtung", so Gerstl.

Nach Auffassung Gerstls müsse der Regionalverkehr zwischen Wien,
Purkersdorf, Neulengbach und St. Pölten massiv verdichtet werden.
Zugsverbindungen in Richtung Purkersdorf müssten im 15-Minuten-Takt,
jene nach St. Pölten im 30-Minuten-Takt geführt werden. Auch eine
bessere innerstädtische Verbindung zwischen dem neuen Hauptbahnhof
und dem Westbahnhof muss geschaffen werden.

Und was den neuen Hauptbahnhof betreffe, müssen sich die
Verantwortlichen in der Stadt Wien, nicht zuletzt bedingt durch die
nun dazukommenden 90 Inlandsfernverkehrszüge pro Tag, neue
innerstädtische Verkehrsanbindungen überlegen. Eine U-Bahn-Anbindung
werde mit Sicherheit zu wenig sein. "Zwischen SP-Stadtrat Schicker
und Verkehrsminister Faymann muss rasch der zündende Funke
überspringen. Sie haben umgehend miteinander und mit den ÖBB
Gespräche aufzunehmen. Neue Bedingungen bedürfen auch neuer
innerstädtischer Konzepte. Es ist hoch an der Zeit, diese zu
erstellen", schließt Gerstl.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]

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