• 25.10.2007, 13:58:07
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Schasching fordert gender-gerechte Sportpolitik - Fairplay für die Frauen

Studien zeigen: Großer Frauenanteil beim aktiven Sport, aber sehr geringer bei Funktionären und in Sportredaktionen

Wien (SK) - Frauen sind zwar als aktive Sportlerinnen und als
Mitglieder in Sportvereinen annähernd gleich stark vertreten wie
Männer, auf Funktionärs- und Führungsebene des Sports und in den
Sportredaktionen ist der Frauenanteil freilich sehr gering, bedauert
die SPÖ-Abgeordnete und Präsidentin der ASKÖ Wien Beate Schasching.
Laut dem "Journalisten-Report", der Anfang Oktober veröffentlich
wurde, liegt der Frauenanteil im Ressort Sport nur bei zehn Prozent.
Und eine Studie der ASKÖ ("Seeking Gender Fairplay in Austrian
Sportstructures", 2005) zeigt, dass Frauen zwar 41 Prozent der
Mitglieder in Sportvereinen ausmachen, aber nur vier der
österreichweiten Fachverbände und nur zwei Landesverbände werden von
Frauen geleitet. ****

Weiters zeigt die ASKÖ-Studie, dass von den ehrenamtlichen
MitarbeiterInnen 37 Prozent Frauen sind. Unter den
Vorstandsmitgliedern (Schriftführer, Kassierer, Obfrau) befinden sich
hingegen nur mehr 29 Prozent Frauen.

"Dass Frauen in der Sportkultur derart draußen gehalten werden,
bringt allen Nachteile. Sport ist mehr als Leistungsdenken - Sport
bedeutet auch Integration, Gemeinschaft und Rücksichtnahme", so
Schasching am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie fordert
eine gender-gerechte Sportpolitik, die Gender-Budgeting, faire
Preisgeldvergaben für Frauen und Männer, Frauenquoten in Bundes- und
Landesorganisationen sowie spezielle Förderprogramme für
Sportlerinnen, Trainerinnen und Sportfunktionärinnen beinhalten
müsste.

Zufrieden ist Schasching in dem Zusammenhang mit dem
Regierungsprogramm. Denn viele Forderungen zu mehr
Geschlechtergerechtigkeit im Sport seien darin enthalten. Und es gebe
auch schon erste Erfolge für den Frauensport durch eine Erhöhung des
Budgets 07/08 für Gendermaßnahmen. Handlungsbedarf sieht Schasching
bei den Verantwortlichen vom organisierten Vereinssport. "Der Ball zu
mehr Frauenbeteiligung in den Sportgremien liegt nun bei allen
Verantwortlichen des organisierten Vereinssports, den Verbänden und
der neuen BSO-Führung, die im November gewählt wird", so die
Abgeordnete abschließend. (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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