- 24.10.2007, 12:25:53
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Winkler: "Kroatien - Vorreiterrolle in der Region des Westbalkans"
Staatsekretär Hans Winkler bei Kroatien- Tagung in Wien
Wien (OTS) - "Kroatien hat sich in den letzten Jahren zu einem
nachhaltig stabilen Partner in Europa entwickelt, das erfolgreich
seinen Weg in die Europäische Union geht. Es ist heute eine der
Hoffnungsregionen Europas, mit der Österreich nicht nur politisch und
kulturell eng verflochten ist, sondern auch wirtschaftlich. Rund ein
Viertel aller ausländischen Direktinvestitionen werden von der
österreichischen Wirtschaft - dem größten ausländischen Investor in
Kroatien - getätigt," so Staatsekretär Hans Winkler anlässlich der
IDM (Institut für Donauraum und Mitteleuropa)- Kroatien Tagung.
"Bei der schrittweisen Annäherung an die EU geht es um mehr als um
die Erschließung und Zusammenführung neuer Märkte. Im Vordergrund
steht vielmehr die Wiedervereinigung Europas mit dem Ziel, Wurzeln
für historische Konflikte zu beseitigen" betonte Winkler.
"Die Reformarbeit der kroatischen Regierung unter Premierminister Ivo
Sanader hat zu bemerkenswerten Fortschritten auf allen Ebenen geführt
- ein Beispiel dafür, welche Fortschritte möglich sind, wenn
demokratische und marktwirtschaftliche Reformen konsequent umgesetzt
werden", so der Staatsekretär.
Winkler attestierte Kroatien eine Vorreiterrolle - als
Stabilitätsfaktor und als Antrieb für die gesamte Region des
Westbalkans. "Der Lichtblick einer künftigen Mitgliedschaft in der EU
ist zweifellos ein starker Anreiz für notwendige Reformen. Primär
dienen diese jedoch den Kroatinnen und Kroaten selbst", sagte
Winkler.
Der Staatsekretär wies jedoch auch darauf hin, dass Kroatien in
Bereichen, die von der Kommission als Hauptaufgaben definiert wurden,
noch Anstrengungen unternehmen müsse. "Um die Voraussetzungen für
Neuinvestitionen und Privatisierungen zu verbessern, bedarf es noch
tiefer greifender institutioneller Reformen in der Verwaltung, der
Justiz, in der Bekämpfung der Korruption, aber auch im Bereich des
Arbeitsrechts und des Ausbildungssystems", so Winkler.
Die EU-Politik verfolgt für Kroatien - wie für die restlichen Länder
der Region - einen bilateralen und einen regionalen Ansatz: "Jedes
Land hat durch eigene Reformanstrengungen und Schritte den
Annäherungsprozess an die EU in der Hand. Zum EU-Annäherungsprozess
gehört jedoch auch das Bemühen um die Vertiefung der regionalen
Kooperation. Dem neu geschaffenen Regionalen Kooperationsrat, den ein
Kroate, nämlich mein langjähriger Kollege Staatssekretär Hido
Biscevic, leiten wird, kommt dabei eine wichtige Schlüsselrolle zu.
Gute nachbarschaftliche Beziehungen sind die Basis unseres
gemeinsamen europäischen Handelns", so Winkler, der abermals die
gezielte österreichische Unterstützung für den weiteren Weg
zusicherte.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Mag. Katharina Swoboda Kabinett des Staatssekretärs Tel.: ++43 (0) 50 1150-3469 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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