Umwelt-NGOs fordern Mochovce-Aktionsplan von der Bundesregierung

BK Gusenbauer und BM Pröll dürfen Mochovce nicht unter den Teppich kehren!

Wien (OTS) - Mit einer Protestaktion unter dem Motto: "Die Bundesregierung darf das Sicherheitsrisiko Mochovce nicht unter den Teppich kehren!" warnen Umwelt-NGOs heute vor der drohenden Gefahr im grenznahen AKW. Das Anti-Atom-Bündnis macht darauf aufmerksam, dass die slowakische Regierung die Fertigstellung des AKW Mochovce mit Volldampf betreibt. Dabei handelt es sich um ein hochriskantes Projekt: Es sollen zwei 440 Megawatt-Reaktoren sowjetischer Bauart aus den 70er Jahren gebaut werden. Haarsträubend dabei ist, dass neben der veralteten Technik auch kein "Containment" - also keine Sicherheitshülle - vorgesehen ist, das einen Austritt von Radioaktivität bei einem Unfall verhindern könnte. Die wichtigsten formalen Schritte zum Bau der hochriskanten Reaktoren will die slowakische Regierung bereits bis Ende des Jahres 2007 durchpeitschen. Dazu gehört die Anzeige des Bauvorhabens bei der EU-Kommission sowie die Baugenehmigung und Sicherheitsdokumentation von der slowakischen Aufsichtsbehörde.

Trotz des dringenden Handlungsbedarfes gibt es von der österreichischen Bundesregierung zu den Ausbauplänen bis dato keine Stellungnahme. "Wir fordern von Bundeskanzler Gusenbauer und Minister Pröll einen Mochovce-Aktionsplan. Dieser muss jedenfalls als Sofort-Maßnahme ein klares politisches Signal an die slowakische Regierung enthalten," fordern GLOBAL 2000, die Wiener Plattform für eine atomkraftfreie Zukunft und die Bürgerinitiative gegen die geplante 380-kV-Leitung in der Oststeiermark unisono.

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