Jahreskonferenz ÖKSA: Alt sein 2030 in Österreich

Prof. Dr. Rosenmayr: "Generationengerechtigkeit medizinisch und politisch realisieren"

Wien (OTS) - Heute um 12:30 Uhr wird in Villach die zweitägige Jahreskonferenz des Österreichischen Komitees für Soziale Arbeit (ÖKSA) eröffnet. "Das Thema Altwerden ist nicht sexy. Und doch ist das Thema emotional besetzt, fast immer präsent, und betreffen tut es uns alle. In der diesjährigen Konferenz geht es um die persönlichen Bedürfnisse des älter werdenden Menschen, nicht nur aus Sicht der Pflege, sondern um ein Weiterdenken über den kurzfristigen, gesellschaftlichen, politischen und administrativen Bereich hinaus", so Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich und Präsident des ÖKSA.

Sozialminister Dr Erwin Buchinger wird in seinem morgigen Impulsreferat anhand der demografischen Entwicklungen mögliche Weichenstellungen in der heutigen Seniorenpolitik diskutieren. Zentrale Themen dabei werden die Pensionssicherung, Pflege und Betreuung, die Partizipationsmöglichkeiten der älteren Menschen am politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben, aktives Altern sowie die Förderung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein.

Neben den Maßnahmen zur Entlastung der häuslichen Pflegesituation kommt auch der gesellschaftlichen Verantwortung eine größere Rolle zu. Prof. Dr. Leopold Rosenmayr/Österreichische Akademie der Wissenschaften wird in seinem heutigen Referat (14:30 Uhr) über neue Entwicklungen im späten Leben - Gesellschaftliche und gesundheitliche Vorraussetzungen für Rekonstruktion und Wachstum zu sprechen kommen:
Ausgehend von seiner Frage ob Individuen, Familien und Organisationen offen genug und fähig sind, sich eine Vielgenerationen-Gesellschaft vorzustellen und sie vorzubereiten, werden seiner Ansicht nach neue Einstellungen und Handlungen nötig sein, um die "Generationengerechtigkeit" medizinisch und politisch mehr zu realisieren.

Weitere Vortragende bei der Jahreskonferenz sind u.a., Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr/Bundesministerin a.d. Deutschland, Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas/Bundesakademie für Kirche und Diakonie Berlin (15:30 Uhr), Dr. Bernd Spiegel/Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz (16:00 Uhr), Univ. Prof. Dr. Germain Weber/Institut für Klinische Biologische und Differentielle Psychologie der Universität Wien (morgen, 10:15 Uhr), Ass.-Prof. Dr. Gerhard Majce/Institut für Soziologie der Universität Wien. Landeshauptfrau Dr. Gaby Schaunig/Sozialreferentin der Kärntner Landesregierung.

Das ÖKSA ist die Gesprächsplattform der Sozialreferate der Länder, des Sozialministeriums und der wichtigsten Wohlfahrtsorganisationen. "In Österreich ist soziale Integration ohne optimale Zusammenarbeit zwischen diesen drei Akteuren undenkbar. Dabei gilt es, ideologische und parteipolitische Fixierungen zu überwinden", so Chalupka abschließend.
Die Jahreskonferenz der ÖKSA, die heute um 12:30 Uhr von LHStv. Dr. Gaby Schaunig/Sozialreferentin der Kärntner Landesregierung und Mag. Christine Lapp/Abg.z.NR eröffnet wird, findet heute bis 20:00 Uhr und morgen von 8:30 bis 13:00 Uhr im Congress Center in Villach, Europaplatz 1, statt.

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