- 24.10.2007, 09:00:00
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"Value-Up" aus Abfall bringt 79 Prozent Verwertung
Pöchlarn (OTS) - 79 Prozent Verwertungsquote bei der AIR in
Pöchlarn (NÖ)/Einziger derartiger Betrieb in Österreich spart
Rohstoffe und Energie/Beeindruckender Beitrag zum Klimaschutz: 12.300
Tonnen CO2 vermieden
Weiter gestiegene Mengen an Rohstoffen, Energie und CO2
(Kohlendioxid) hat die AIR (Aufbereitung Industrieller Rückstände
GmbH.) in Pöchlarn (Niederösterreich) in ihrem dritten Betriebsjahr
durch die Aufbereitung von Recycling-Abfällen aus der Glasindustrie
eingespart, bzw. in den Produktionskreislauf zurückgeführt: Aus
16.000 Tonnen Recycling-Abfällen konnten rund 11.500 Tonnen (72
Prozent) als Sekundärrohstoffe gewonnen werden und sieben Prozent
(ca. 1.100 Tonnen) als Sekundärbrennstoffe für die Thermische
Verwertung. Lediglich 3.400 t derzeit noch absolut unbrauchbarer
Reststoffe, überwiegend Keramikbruch, wurden deponiert. Bis vor vier
Jahren mussten noch die gesamten Recycling-Abfälle deponiert werden.
Die AIR, eine Tochtergesellschaft der UEG (Umwelt- und
Entsorgungstechnik AG, Neuseiersberg bei Graz) und der
Kerschner-Gruppe, bereitet den beim Altglas-Recycling verbleibenden
Abfall der beiden Vetropack-Glaswerke in Kremsmünster (OÖ) und
Pöchlarn von rund 16.000 Tonnen jährlich - von 213.450 Tonnen
Altglas - mittels modernster Separations- und Abscheidetechnologie
auf.
"Das Herzstück der Anlage, der KSP-Separator, arbeitet mit
Laserlicht und erkennt alle nichttransparenten Verunreinigungen, wie
Keramik, Steine, Porzellan, etc. und scheidet sie aus", erläutert
AIR-Geschäftsführer Mag. Manfred Hattenberger und ergänzt, dass es
sich bei der AIR um den einzigen derartigen Betrieb in Österreich
handelt. "Mit der AIR gelingt ein ganz wichtiger Beitrag zur klaren
UEG-Politik des "Mehr aus Abfall", das heißt, der forcierten
Rohstoff-Rückgewinnung aus Abfällen", so Hattenberger.
Papier (von Etikettenresten), Kunststofffolien (von Banderolen,
etc.), Metalle (Alukapseln von Medizinflaschen, Verschlussbügel,
usw.), Gummi (von Flaschenverschlüssen) und diverse andere Abfälle
werden ebenfalls ausgeschieden und großteils wiederverwertet. Selbst
2-Euro-Stücke hat die Anlage schon "geliefert". Die
Durchsatzkapazität wurde erst kürzlich von fünf auf sechs Tonnen pro
Stunde erhöht.
Dank der hohen Material-Wiederverwertungsquote von 79 Prozent kann
AIR- Geschäftsführer Hattenberger eine beeindruckende Umweltbilanz
ziehen: "Wir haben im Vorjahr ca. 6.300 Tonnen Quarzsand, ca. 2.000 t
Kalk, rund 1.500 t Soda, etwa 640 t Bauxit und 120 t Eisenerz an
Rohstoffen eingespart und gewaltige Mengen an Energie: Rund 220.000
m3 Erdgas, ca. 1.300 t Kohle und etwa 13 Mio. Kilowattstunden
elektrischer Energie".
Besonders beeindruckend ist der AIR-Beitrag zum Klimaschutz:
"Rechnet man die Ressourcenschonung für alle generierten Produkte
zusammen, so können pro Jahr ca. 11.000 Tonnen CO2 thermisch und rund
1.300 Tonnen CO2 chemisch eingespart werden". Dank der anhaltend
hohen Glas-Sammelmoral der ÖsterreicherInnen sei auch in Zukunft mit
ähnlich hohen Einsparungseffekten zu rechnen, schloss
AIR-Geschäftsführer Mag. Manfred Hattenberger.
Rückfragehinweis:
Mag. Manfred Hattenberger
Tel.: 0664/3007020
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