"Value-Up" aus Abfall bringt 79 Prozent Verwertung

Pöchlarn (OTS) - 79 Prozent Verwertungsquote bei der AIR in Pöchlarn (NÖ)/Einziger derartiger Betrieb in Österreich spart Rohstoffe und Energie/Beeindruckender Beitrag zum Klimaschutz: 12.300 Tonnen CO2 vermieden

Weiter gestiegene Mengen an Rohstoffen, Energie und CO2 (Kohlendioxid) hat die AIR (Aufbereitung Industrieller Rückstände GmbH.) in Pöchlarn (Niederösterreich) in ihrem dritten Betriebsjahr durch die Aufbereitung von Recycling-Abfällen aus der Glasindustrie eingespart, bzw. in den Produktionskreislauf zurückgeführt: Aus 16.000 Tonnen Recycling-Abfällen konnten rund 11.500 Tonnen (72 Prozent) als Sekundärrohstoffe gewonnen werden und sieben Prozent (ca. 1.100 Tonnen) als Sekundärbrennstoffe für die Thermische Verwertung. Lediglich 3.400 t derzeit noch absolut unbrauchbarer Reststoffe, überwiegend Keramikbruch, wurden deponiert. Bis vor vier Jahren mussten noch die gesamten Recycling-Abfälle deponiert werden.

Die AIR, eine Tochtergesellschaft der UEG (Umwelt- und Entsorgungstechnik AG, Neuseiersberg bei Graz) und der Kerschner-Gruppe, bereitet den beim Altglas-Recycling verbleibenden Abfall der beiden Vetropack-Glaswerke in Kremsmünster (OÖ) und Pöchlarn von rund 16.000 Tonnen jährlich - von 213.450 Tonnen Altglas - mittels modernster Separations- und Abscheidetechnologie auf.

"Das Herzstück der Anlage, der KSP-Separator, arbeitet mit Laserlicht und erkennt alle nichttransparenten Verunreinigungen, wie Keramik, Steine, Porzellan, etc. und scheidet sie aus", erläutert AIR-Geschäftsführer Mag. Manfred Hattenberger und ergänzt, dass es sich bei der AIR um den einzigen derartigen Betrieb in Österreich handelt. "Mit der AIR gelingt ein ganz wichtiger Beitrag zur klaren UEG-Politik des "Mehr aus Abfall", das heißt, der forcierten Rohstoff-Rückgewinnung aus Abfällen", so Hattenberger.

Papier (von Etikettenresten), Kunststofffolien (von Banderolen, etc.), Metalle (Alukapseln von Medizinflaschen, Verschlussbügel, usw.), Gummi (von Flaschenverschlüssen) und diverse andere Abfälle werden ebenfalls ausgeschieden und großteils wiederverwertet. Selbst 2-Euro-Stücke hat die Anlage schon "geliefert". Die Durchsatzkapazität wurde erst kürzlich von fünf auf sechs Tonnen pro Stunde erhöht.

Dank der hohen Material-Wiederverwertungsquote von 79 Prozent kann AIR- Geschäftsführer Hattenberger eine beeindruckende Umweltbilanz ziehen: "Wir haben im Vorjahr ca. 6.300 Tonnen Quarzsand, ca. 2.000 t Kalk, rund 1.500 t Soda, etwa 640 t Bauxit und 120 t Eisenerz an Rohstoffen eingespart und gewaltige Mengen an Energie: Rund 220.000 m3 Erdgas, ca. 1.300 t Kohle und etwa 13 Mio. Kilowattstunden elektrischer Energie".

Besonders beeindruckend ist der AIR-Beitrag zum Klimaschutz:
"Rechnet man die Ressourcenschonung für alle generierten Produkte zusammen, so können pro Jahr ca. 11.000 Tonnen CO2 thermisch und rund 1.300 Tonnen CO2 chemisch eingespart werden". Dank der anhaltend hohen Glas-Sammelmoral der ÖsterreicherInnen sei auch in Zukunft mit ähnlich hohen Einsparungseffekten zu rechnen, schloss AIR-Geschäftsführer Mag. Manfred Hattenberger.

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Mag. Manfred Hattenberger
Tel.: 0664/3007020

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