Life Awards 2007 in Innsbruck verliehen

Innsbruck (OTS) - Im Rahmen einer großen "Licht ins Dunkel"-Gala
am 21. Oktober wurden im Congress Innsbruck die diesjährigen Life Awards vergeben.
Diese weltweit einzige Auszeichnung für Menschen mit Handikap wird alle zwei Jahre verliehen und ging in diesem Jahr an Weltsaxofonist Klaus Kreuzeder für sein Lebenswerk, in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" an den Chef der Humanomed Mag. Julian M. Hadschieff, in der Kategorie "Kunst und Kultur" an Foto-Künstler Martin Bruch. In der Kategorie "Sport" wurde Extremkletterer Andy Holzer mit dem Life Award 2007 ausgezeichnet. World Women’s Award Preisträgerin Alison Lapper aus England erhielt den "Special Life Award". Erstmals wurde auch ein "Special Life Award für Organisationen" an Special Olympics Österreich vergeben.

Jetzt stehen sie fest, stellvertretend für die vielen, großartigen Menschen mit Handikap, die in ihrem Leben Herausragendes leisten: Die Preisträger des Life Award 2007. Verliehen wurden die renommierten Preise im Rahmen einer großen "Licht ins Dunkel"-Gala, die von ORF-Publikumsliebling Barbara Rett moderiert und von zahlreichen internationalen Künstlern wie Eva Lind, Klaus Kreuzeder, Yping Li, Marc Pircher, George Nussbauer, Harmonika-Weltmeister Jakob Bergmann uvm. mit vielen Höhepunkten gestaltet wurde.

Erstmals wurde der Life Award, der 2003 von der Tirolerin Ingrid Larese ins Leben gerufen wurde, in vier verschiedenen Kategorien vergeben: in der Kategorie "Sport", "Kunst und Kultur", "Wirtschaft und Gesellschaft" sowie in der Kategorie "Lebenswerk". Als Premiere vergab die hochkarätige Life Award Jury, welche die Preisträger aus den best platzierten Vorschlägen eines großen Publikumsvotings auswählte, auch einen "Special Life Award" für außerordentliche Leistungen mit internationaler Ausstrahlung. Neu war auch ein Life Award für Organisationen, die sich im Dienste von Menschen mit Handikap besonders hervorheben.

Der Life Award in der Kategorie "Lebenswerk" ging an Weltsaxofonist Klaus Kreuzeder für sein soziales Engagement für die Rechte behinderter Menschen und seine große künstlerische Performance. Kreuzeder ist einer der international erfolgreichsten deutschsprachigen Musiker. Mit eineinhalb Jahren erkrankte er an Kinderlähmung und lebt seit dieser Zeit im Rollstuhl. Neben der Musik ist Klaus Kreuzeder als Vorstandsmitglied in der Petra-Kelly-Stiftung, der Jazz-Musiker-Initiative München und in der Behinderten-Bewegung aktiv.

In der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" wurde Kommerzialrat Mag. Julian M. Hadschieff mit dem Life Award 2007 ausgezeichnet. Hadschieff leidet an einer schweren Augenerkrankung, der Juvenilen Maculadegeneration, die ihn - mit 3 % Sehrest praktisch blind - aber nicht davon abhielt, Höchstleistungen in seinem Leben zu erbringen.

Als geschäftsführender Gesellschafter der HUMANOMED Krankenhaus Management und HUMANOCARE Management Consult leitet Hadschieff die Geschicke eines 1.600 Mitarbeiter großen erfolgreichen Unternehmens. Der Obmann der Fachgruppe und des Fachverbandes der Privatkrankenanstalten und Kurbetriebe der Wirtschaftskammer Wien und Wirtschaftskammer Österreich setzt sich besonders für Menschen mit Handikap ein. Er ist Vizepräsident des Österreichischen Behindertensportverbandes und Präsident der Österreichischen Gesellschaft zur Unterstützung von Sehbehinderten.

In der Kategorie "Kunst und Kultur" ging der Life Award 2007 an Foto-Künstler Martin Bruch. Internationale Anerkennung verschaffte sich Bruch, der an Multipler Sklerose leidet, mit seinen subjektiven Fotografien BRUCH-LANDUNGEN. Seit Mai 1996 fotografiert und dokumentiert der Künstler im Rollstuhl jeden seiner Stürze. Seine 366 Sturzfotos wurden 2001 auf der 49. Biennale in Venedig unter Kurator Harald Szeemann im Arsenale gezeigt.

Mit dem Life Award 2007 in der Kategorie "Sport" wurde der blinde Osttiroler Extremkletterer Andy Holzer ausgezeichnet. Als einer der Höhepunkte seiner Kletter-Laufbahn gelang ihm 2004 als weltweit erstem blinden Menschen in nur neun Stunden die Durchkletterung der Großen Zinne in den Dolomiten.

World Women’s Award Preisträgerin Alison Lapper erhielt den "Special Life Award 2007". Die englische Fotografin, Malerin und Bildhauerin wurde mit einer schweren Gliedmaßenfehlbildung, der sogenannten Phokomelie, ohne Arme und mit stark verkürzten Beinen geboren. Das hinderte sie aber weder daran, große berufliche Erfolge zu erzielen, noch ihr Kind quasi im Alleingang groß zu ziehen.

Weltweit Aufsehen erregte Alison Lapper mit einer Statue, die 2005 mehrere Monate am Trafalgar Square in London stand. Sie wurde vom berühmten BritArt Künstler Marc Quinn angefertigt, als Lapper im achten Monat schwanger war.

Der erste "Special Life Award für Organisationen" ging an Special Olympics Österreich für den großen Einsatz für Menschen mit Handikap. Weltweit bietet die Organisation mehr als 165 Nationen und mehr als 2,5 Millionen Menschen mit mentalem Handikap, jenseits aller Grenzen, Nationalitäten, politischen Weltanschauungen, Rassen oder Religionen, Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten in 26 verschiedenen olympischen Sportarten.

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