Häupl bei SPÖ-Klausur: Wien wächst weiter!

Bevölkerungswachstum und Anstieg des Lebensalters zentrale Themen -140.000 mehr Wiener bis 2020

Wien (OTS) - "Wien wächst", "Wien wird älter": Mit diesen Statements fasste am Freitag Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl die wichtigsten Ergebnisse der seit Donnerstag stattfindenden SPÖ-Klausur am Semmering im Hotel Panhans zusammen. Konkret wird mit einem Bevölkerungsplus von 140.000 Menschen in Wien bis zum Jahr 2020 gerechnet. Gemeinsam mit Vbgm. Mag. Renate Brauner betonte Häupl, dass dieses Wachstum jedoch kontinuierlich vor sich gehen werde. Die Gründe für "diese erfreuliche Entwicklung", so Häupl, seien der Zuzug, ein leichter Geburtenüberschuss, vor allem aber die steigende Lebenserwartung. Die zweitägige Klausur, in der die Auswirkungen dieses Trends auf alle kommunal relevanten Themen diskutiert wurde, habe gezeigt, dass "Wien gut gerüstet sei". Spezielle Schwerpunktsetzungen kündigte Häupl in den Bereichen Wohnbau, Gesundheitswesen, Bildung und Wirtschaft an.

7.500 geförderte Wohnungen pro Jahr

Als eine erste Reaktion wurde beschlossen, die Neubauquote im gefördertem Wohnbau von derzeit 5.000 auf 7.500 pro Jahr zu steigern. An sich sei genügend Raum für den Wohnbau vorhanden. Neben dem südlichen und nördlichen Stadtrand unterstrich Häupl auch die innerstädtischen Potenziale, wie etwa Bahnhofsareale und aufgelassene Kasernen. Besondere Bedeutung käme bei dieser Thematik auch der Gesundheit zu. Neben dem Neubau eines Spitals im Nordosten Wiens spiele die geriatrische Betreuung eine große Rolle. Im Unterschied zu den anderen österreichischen Bundesländern, wo 90 Prozent der älteren Menschen zu Hause und 10 Prozent in Heimen betreut würden, seien es in Wien zwei Drittel, die in häuslicher Pflege betreut würden und ein Drittel außer Haus. Das neue Geriatriekonzept, welches u.a. bis 2011 fünf neue geriatrische Zentren in Wien vorsieht, würde nach vollständiger Umsetzung eine hochqualitative Betreuung älterer Mitmenschen in Wien garantieren.

Vorrang für Bildung

Besonders betonte Häupl auch den Bildungsaspekt. Neben einer klaren Befürwortung der Vorschule hob er auch die Notwendigkeit einer gemeinsamen Schule für die 10- bis 14jährigen hervor. Grundlegendes Motto beim Thema Bildung müsse sein, "Stärken zu stärken, Schwächen zu schwächen". Weiters sprach er sich für eine leistungsorientierte Schule aus, jedoch dürfe nicht auf Schwächere vergessen werden. Hinsichtlich der Modellregion-Konzeption für die neue gemeinsame Schule der 10- bis 14jährigen hielt er für Wien fest, dass gegenwärtig die Details ausgearbeitet werden, bis Jahresende sollte das Konzept fertig sein. Wien werde nicht als Ganzes eine Modellregion sein.

Brauner: Positive Entwicklung Wiens

Brauner betonte, dass der jüngst beschlossene Finanzausgleich Wien in eine gute Position gesetzt habe, den Herausforderungen in der Zukunft gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wurde verlautbart, dass auch heuer ein Heizkostenzuschuss in der Höhe von 100 Euro zur Verfügung stehen werde. Obzwar die Diskussion über Pflegekosten weitergeführt werden müsse, sei sie erfreut, dass die Mittel für den Gesundheitsbereich dynamisiert worden seien und die 24-Stunden-Betreuung abgesichert sei. Hinsichtlich der Wirtschaft betonte sie, dass es Ziel sein müsse, ältere Menschen länger im Arbeitsprozess zu halten. Insgesamt stehe Wien durchwegs positiv da, man sei nicht mehr das "Tor zum Osten", sondern Drehscheibe zwischen West und Ost geworden. Wiens Unternehmen seien die Gewinner der Ostöffnung, in Zukunft müsste es darum gehen, die Wiener Klein- und Mittelbetriebe vermehrt daran teilhaben zu lassen. Zuletzt betonte sie, dass der Schwerpunkt "Lebensqualität" in der politischen Strategie der Stadtregierung weiterhin ein wesentliches Element bleiben werde. (Schluss) hch/rr

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