Sozial- und Gesundheitsberufe: Gilt "Gelebte Solidarität" auch für die Beschäftigten?

Völlig unzureichendes Angebot der Arbeitgeber bei BAGS-Kollektivvertragsverhandlungen

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Bei den heute begonnenen Verhandlungen für die etwa 70.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS-Kollektivvertrag) haben die ArbeitgebervertreterInnen mit 2,1 Prozent Gehaltserhöhung ein völlig unzureichendes Angebot auf den Tisch gelegt. Dieses entspricht in keiner Weise den Leistungen der Beschäftigten in diesem Bereich. ++++

Der Beitrag von Vereine wie der Volkshilfe, Hilfswerk und Lebenshilfe für eine humane Gesellschaft ist unbestritten. Den Beschäftigten eine derart niedrige Gehaltserhöhung geben zu wollen, widerspricht dem Prinzip der gelebten Solidarität", stellt der stv. Geschäftsbereichsleiter der GPA-DJP Reinhard Bödenauer fest.

Die Volkshilfe Österreich feiert heute unter dem Motto "Gelebte Solidarität" ihr 60 jähriges Bestehen. "Als VertreterInnen der ArbeitnehmerInnen im Sozialbereich schließen wir uns auch gerne den Glückwünschen an. Wir erwarten hier auch Unterstützung bei den laufenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen im Sinne gelebter Solidarität", so vida-Bundesfachgruppensekretärin Michaela Gugelberger.

"Auch lassen wir das Argument leeren Kassen in Zeiten der sprudelnden Steuereinnahmen nicht gelten. Niemand aus der Politik bestreitet heute den wichtigen Stellenwert der Sozial- und Pflegeberufe für den Zusammenhalt und die Weitereinwicklung unserer Gesellschaft. Diese leisten einen wesentlichen Beitrag für das hohe Wirtschaftswachstum. Wenn Kinder, kranke und alte Menschern gut versorgt sind, wird die Basis für die hohe Produktivität der Gesellschaft gelegt. Dies muss den Verantwortlichen der öffentlichen Hand aber auch etwa Wert sein. Einem Reallohnverlust für die Beschäftigten werden wir nicht zulassen.", so die Verhandlerinnen der Gewerkschaften.

ÖGB, 19. Oktober 2007 Nr. 637

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