Menschenhandel: BZÖ verlangt allgemeines Bettelverbot in Österreich

Laut UNICEF ist Kinderhandel die Basis für Bettlerkriminalität

Wien 2007-10-18 (OTS) - "Der im aktuellen UNICEF-Bericht dokumentierte Kinderhandel in Österreich ist ein menschliches Schandurteil für die Politik von Justizministerin Berger und Innenminister Platter. Diese abscheuliche Entwicklung tritt die Menschenrechte in unserem Land tatsächlich mit Füßen. Sowohl die bisher untätig gebliebene Justizministerin Berger als auch Innenminister Platter wissen um den Kinderhandel, der eine Basis für die organisierte Bettlerkriminalität in Österreich darstellt", so BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Chef Peter Westenthaler in Wien.

Der aktuelle UNICEF Bericht des UN-Kinderhilfswerks bestätige in seinem aus Anlass des heutigen EU-Tages gegen den Menschenhandel veröffentlichten Bericht, dass jährlich 1,2 Millionen Kinder zu Opfern von Kinderhandel bzw. Menschenhandel werden. "Dieser weltweite Kinderhandel, diese tragischste Form des Menschenhandels, macht aber schon seit langem vor Österreich nicht mehr halt", warnt Grosz, der davon ausgeht, dass selbst am heutigen Tage, mehrere hundert Kinder als Opfer von Menschenhändlern in Österreich sind.

"Experten gehen davon aus, dass der Kinderhandel nicht nur in Wien, sondern auch im Rahmen der organisierten Bettlerkriminalität in Graz und in den anderen Landeshauptstädten Österreichs stattfindet. Das muss all jenen - dem Innenminister und der Justizministerin sowie den Bürgermeistern der Städte - endlich bewusst sein, die sich durch ihre bisherige Untätigkeit de facto schützend vor diese Form der Kriminalität stellen. Wer hier zusieht und diese Situation noch begünstigt, macht sich mitschuldig am Leid von tausenden Kindern in Österreich", so Grosz in einem Appell an die politischen Verantwortungsträger.

Grosz kündigt in diesem Zusammenhand sowohl an, einmal mehr eine Anzeige gegen Menschenhandel basierend auf dem UNICEF-Bericht bei der Staatsanwaltschaft einzubringen und auch parlamentarische Initiativen zu starten.

"Wir fordern ein allgemeines Bettelverbot in Österreich, um in erster Linie auch den Kinderhandel zu unterbinden. Hier werden kranke, alte Menschen und wie gesagt auch Kinder nach Österreich importiert, um das goldene Spenderherz der Österreicherinnen und Österreicher auszunutzen. Die Nutznießer sind Hintermänner die auf Kosten ihrer Opfer und der Menschen die auch Spenden ihr grausliches Geschäft machen. Die Justizministerin sowie ihre weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften sind gefordert, den schleichenden Kinderhandel in Österreich mit der Härte des Rechtsstaates zu unterbinden. Es ist für Österreich unerträglich, dass unter den Augen unserer Zivilgesellschaft und mit Hilfe einiger linker Gutmenschen, Kinder ausgenützt und zum Betteln und Stehlen gezwungen werden", so Grosz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0001