- 15.10.2007, 13:05:30
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Göttin Minerva blickt wieder ungetrübt auf die Ringstraße
Die Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Konservierung und Restaurierung, restaurierte das Minerva-Mosaik der Ringstraße

Wien (OTS) - Das Mosaik, ausschließlich aus verschieden färbigen
Glaswürfeln mit Goldhintergrund geformt, wurde vom Institut für
Konservierung und Restaurierung der Angewandten unter der Leitung von
Prof. Gabriela Krist, zwischen Mai und Ende September 2007
konserviert und restauriert. Auftraggeber ist die Universität für
angewandte Kunst Wien. Das oberhalb des Minerva Brunnens angebrachte
Mosaik schmückt die Stubenringseitige Fassade des Verbindungsbaus
zwischen der Angewandten und dem MAK.
Verschmutzung und Witterung beschädigten das Mosaik
Nötig wurden die Arbeiten aufgrund der bereits fortgeschrittenen
Verschmutzung und Verwitterung, die zum Herausbrechen und dem Verlust
einzelner Glaswürfel führten. Dadurch konnte sich das zwischen zwei
Glaswürfeln eingepresste Zwischengold ablösen. Eleonora Weixelbaumer,
Studentin des Instituts für Konservierung und Restaurierung,
entfernte die Schmutzkruste vom Mosaik im Zuge Ihrer Diplomarbeit und
ersetzte partiell die fehlende Vergoldung einzelner Glaswürfel.
Zusätzlich reinigte Weixelbaumer auch den Terrakotta-Rahmen des
Mosaiks, welches zuletzt Ende des 19. Jahrhunderts und danach wieder
in den 1950er Jahren restauriert wurde.
Von der Weltausstellung 1873 an den Ring
Entworfen wurde das Mosaik 1873 im Stil des Historismus von
Ferdinand Laufberger, Professor an der k.k. Kunstgewerbeschule,
Vorläufer der heutigen Universität für angewandte Kunst Wien.
Ausführender Künstler war Antonio Salviati, die für das Mosaik
nötigen Glaswürfel entstammen seiner venezianischen Werkstatt.
Ursprünglich wurde das Mosaik bei der Wiener Weltausstellung 1873
gezeigt und in Folge von Heinrich Freiherr von Ferstel, Architekt der
Kunstgewerbeschule, 1876 für das Gebäude vorgesehen.
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Rückfragehinweis:
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