• 15.10.2007, 09:47:09
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ÖAMTC: Nicht nur Autos lernen dazu, auch beim Autofahren ist lebenslanges Lernen wichtig

Egal ob alt oder jung - Weiterbildung hinterm Steuer kann Leben retten

Wien (OTS) - Lebenslanges Lernen ist auch beim Autofahren wichtig
und in regelmäßigen Abständen sollte das bereits gelernte Wissen
praktisch geübt und wiederholt werden. "Um sicher im Verkehr
unterwegs zu sein, ist ein regelmäßiges Update sehr zu empfehlen.
Dabei sollte vor allem das Verhalten in brenzligen Situationen
aufgefrischt werden", erklärt Georg Scheiblauer,
ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte.

Je nach Altersgruppe geht man oft sehr unterschiedlich an das
Autofahren heran. Jüngere Autofahrer bringen sich oft durch mangelnde
Fahrpraxis und Fehleinschätzungen von Verkehrssituationen in Gefahr.
Die Mehrphasen-Fahrausbildung hat bei den Führerschein-Neulingen zu
einem Rückgang der Unfallzahlen geführt. Nach der Führerscheinprüfung
folgen noch zwei Feedbackfahrten und ein Fahrsicherheitstraining.
"Die Mehrphasen-Fahrausbildung ist ein wichtiges Werkzeug, um
besonders den jungen Verkehrsteilnehmern eine solide Grundausbildung
zu geben", erklärt Scheiblauer.

Ältere Verkehrsteilnehmer bringen zwar jede Menge Erfahrung im
Straßenverkehr mit und schätzen sich überwiegend als
überdurchschnittlich gute Fahrer ein, sind aber ebenfalls vor
Fehleinschätzungen nicht gefeit. Langjährige Routine kann zu einer
Art "Betriebsblindheit" führen. Eigener Fehler ist man sich oft nicht
bewusst und Weiterentwicklungen in der Fahrsicherheit sind meist zu
wenig bekannt. Wenn der Wagen erst kürzlich angeschafft wurde, ist es
wichtig, sich mit dem Auto und dessen technischer Ausstattung
vertraut zu machen. "Die Fahrsicherheit bleibt also für alle
Altersgruppen ein Thema und hört nicht nach der Fahrausbildung auf",
weiß der ÖAMTC-Experte.

Herausforderung durch technische Standards

Aber auch in der Technik ändert sich laufend der Stand der Dinge.
Technische Sicherheitseinrichtungen wie etwa ESP (Elektronisches
Stabilitätsprogramm), ASR (Antriebs-Schlupfregelung) oder BAS
(Brems-Assistent) sind aus modernen Fahrzeugen nicht mehr
wegzudenken. Doch viele Autofahrer sind sich gar nicht bewusst, wie
viel Technik eigentlich in ihren Autos steckt. Eine Befragung des
ÖAMTC unter Teilnehmern von Fahrsicherheitskursen zeigte etwa, dass
43 Prozent der Fahrzeuglenker nicht wussten, ob sie mit oder ohne ESP
unterwegs sind. "Junge Autofahrer sind hier benachteiligt, weil ihre
Autos oft nicht über diese Sicherheitseinrichtungen verfügen", sagt
Scheiblauer.

Das Wissen um die technische Sicherheitseinrichtung des Fahrzeugs
ist wichtig. Wenn damit aber nicht richtig umgegangen wird, kann
auch die ausgeklügeltste Technik einen Unfall nicht verhindern. Im
Ernstfall nützen aber die Wenigsten das volle Potenzial der
technischen Möglichkeiten ihres Autos. Die Befragung ergab weiters,
dass knapp 60 Prozent aller Teilnehmer noch nie eine Vollbremsung auf
nasser Fahrbahn durchgeführt haben. "ABS ist zwar den meisten Lenkern
in der Theorie ein Begriff. Bei unseren Kursen erleben wir aber immer
wieder, dass viele keine Ahnung haben, was bei einer Vollbremsung
passiert", weiß der ÖAMTC-Experte.

Der Autofahrer-Alltag birgt aber noch zahlreiche andere Gefahren.
Die wenigsten Verkehrsteilnehmer haben diese Situationen zum Glück
schon einmal erleben müssen. Nur etwa 50 Prozent der Befragten waren
bereits mit Aquaplaning konfrontiert. Richtiges Verhalten in dieser
Situation kann aber Leben retten. Wer sich jedoch weder in der
Theorie noch in der Praxis mit dieser Gefahr auseinandergesetzt hat,
riskiert einiges. "Das Üben dieser brenzligen Situationen in der
sicheren Umgebung eines ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums bringt einen
enormen Wissensvorsprung. Denn nur, wer diese Gefahren schon einmal
am eigenen Auto gespürt hat, reagiert richtig, wenn es darauf
ankommt", sagt Scheiblauer abschließend.

Mehr Infos zu den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren und den
Fahrsicherheitstrainings findet man unter
www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Magnus Moser
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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